Die Lage beim amtierenden Stanley Cup Champion Florida Panthers hat sich noch einmal drastisch verschärft. Nach einer 1:5-Auswärtsniederlage bei den New Jersey Devils am Dienstagabend im Prudential Center beträgt der Rückstand auf einen Playoff-Platz satte zehn Punkte. Der Re-Start seit der Olympia-Pause ging mit drei Niederlagen aus vier Spielen ordentlich in die Hose. Die Panthers wollen Rechenspiele unterlassen und bis zum Schluss kämpfen.
Zu wenig Offensive: Panthers geht die Luft aus
Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs war für Florida noch recht vielversprechend, immerhin gelang ein 5:1-Sieg gegen die Toronto Maple Leafs. Danach allerdings gab es keinen einzigen Punkt aus drei Spielen (2:3 gegen die Buffalo Sabres, 4:5 bei den New York Islanders, 1:5 bei den New Jersey Devils).
„Das war heute eine schwere Niederlage“, nahm Panthers-Trainer Paul Maurice kein Blatt vor den Mund. „Unser Torwart hat gut gespielt, aber wir sind ins Hintertreffen geraten und hatten Schwierigkeiten, Chancen zu kreieren. Deshalb haben wir es auf verschiedene Arten versucht, die jedoch nicht besonders effektiv waren. Wir hatten zwar etwas Zeit in der Offensive, konnten diese aber nicht nutzen und kamen nicht richtig voran. Das sind aber alles nur kleine Ausreden. Im Endeffekt waren wir einfach nicht gut genug, um das Spiel zu gewinnen.“
Anton Lundell (15.) konnte einen frühen Rückstand noch ausgleichen, danach aber schien Florida die Luft auszugehen. Die Devils verbuchten sowohl im zweiten (11:7) als auch im dritten Drittel (12:2) mehr Torschüsse und waren nach Toren von Dougie Hamilton (22.), Cody Glass (29.), Dawson Mercer (57., Empty Net) und Simon Nemec (60., Empty Net) nicht mehr zu stoppen.
„Die Pucks springen nicht für uns“, haderte Panthers-Verteidiger Gustav Forsling. „Ich denke, wir müssen mehr Scheiben und mehr Spieler zum Tor bringen, es dem Torwart schwer machen, die Pucks zu sehen.“
An New Jerseys Schlussmann Jacob Markstrom (20 Saves, 95,2 Prozent Fangquote) aber biss sich Florida an diesem Abend die Zähne aus.
Nosek-Rückkehr bringt nicht den erhofften Impuls
Schon die ganze Saison scheint Florida vom Verletzungspech verfolgt, fand höchstwahrscheinlich auch deshalb nie zu seinem Rhythmus. Viele Spiele in kurzer Zeit wirkten als Brandbeschleuniger.
Gegen die Devils kehrte immerhin Stürmer Tomas Nosek zurück, der die ersten 60 Spiele aufgrund einer Knieverletzung verpasst hatte. Der erhoffte Impuls blieb aus.
„Es waren lange sechs Monate. Ich bin froh, wieder mit den Jungs in der Kabine zu sein. Du willst immer spielen, um Punkte kämpfen und den Jungs helfen. Auf der Tribüne sitzen zu müssen, ist nicht leicht. Ich habe versucht, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren“, so Nosek. „Es war die längste Zeit, in der ich kein Hockey spielen konnte. Zuletzt habe ich im Juni gespielt. Es war nicht leicht, aber mit fortschreitender Spieldauer ist es besser geworden und ich konnte das Tempo mitgehen. Sich daran wieder zu gewöhnen, war der schwierigste Teil. Die Jungs haben mit aber gut unterstützt. Leider konnten wir das Spiel nicht gewinnen. Jetzt konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel.“



















