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Carolina Hurricanes und Philadelphia Flyers eröffnen am Samstag (8 p.m. ET; Sonntag, 2 Uhr MESZ) im Lenovo Center in Raleigh die Zweite Runde der Stanley Cup Playoffs 2026. 

NHL.com/de blickt mit fünf Slapshots auf die Partie des Abends…

Buchstäblicher Heimvorteil

Die Hurricanes starten auf heimischen Eis, was ein entscheidender Vorteil sein könnte, denn: Schon in der regulären Saison 2025/26 war Carolina mit 29-10-2-Bilanz und 60 Punkten das beste Heim-Team in der gesamten NHL. In den Stanley Cup Playoffs 2026 gewannen sie beide Auftritte vor eigenem Publikum (2-0). 

Gegner Philadelphia belegte in der Heim-Tabelle dagegen nur Rang 17 (20-13-8; 48 Punkte), schaffte es im Auswärts-Tableau aber immerhin auf einen guten neunten Platz (23-14-4; 50 Punkte), holte in der Ferne also mehr Punkte als zu Hause. In den Playoffs kommen die Flyers daheim und auswärts jeweils auf zwei Siege und eine Niederlage (je 2-1).

Knapper geht kaum 

Im direkten Duell zwischen beiden Klubs gewannen die Hurricanes beide Auftritte in Carolina und konnten ein Spiel in Philadelphia stehlen. Allerdings: Alle vier Begegnungen gingen mindestens in die Overtime, drei von vier sogar bis ins Penaltyschießen. Enger geht es kaum, weshalb der Heimvorteil durchaus eine wichtige Rolle spielen könnte.

Alle vier Spiele der regulären Saison zwischen diesen beiden Teams gingen in die Verlängerung

„Wir haben in dieser Saison schon viermal gegen sie gespielt und immer ging es in die Overtime. Es wird schwer werden“, glaubt Carolinas Stürmer Andrei Svechnikov. „Zu diesem Zeitpunkt in der Saison ist es egal, gegen wen du spielst. Du musst dich auf dein Spiel konzentrieren und diszipliniert bleiben. Sie haben junge und gute Spieler, sie sind ein schnelles Team mit einem guten System. Das haben wir auch, also werden wir sehen, wer sich besser anstellt.“

„Sie haben eine richtig gute Mannschaft und spielen mit viel Tempo“, sagt Flyers-Verteidiger Travis Sanheim. „Wir hatten das ganze Jahr über gute Spiele gegen sie. Es ging immer in die Verlängerung. Ich freue mich richtig auf diese Herausforderung.“

Zwei Bollwerke prallen aufeinander

Mit den Hurricanes (1,25 Gegentore/Spiel, T-1.) und den Flyers (1,83 Gegentore/Spiel, 3.) stehen sich zwei der drei besten Playoff-Defensiven gegenüber, die im Schnitt pro Partie weniger als zwei Gegentore hinnehmen mussten. 

Carolinas Torwart Frederik Andersen (1,1 Gegentore/Spiel, 95,5 Prozent Fangquote) sicherte sich einen Shutout, Philadelphias Goalie Dan Vladar (1,61 Gegentore/Spiel, 93,7 Prozent) kommt mit zwei Weißen Westen auf den Bestwert in den Playoffs 2026.

PIT@PHI, GM 6: Vladar behält zum zweiten Mal eine Weiße Weste in der Ersten Runde

Beide Mannschaften blockten durchschnittlich 14,9 Schüsse pro 60 Minuten. Während die Flyers insbesondere über Härte kommen (248 Checks, 39,4 Hits/60 Minuten), sind die Hurricanes ein Meister des Stellungsspiels, drängen den Gegner konsequent aus der Box vor dem Tor und arbeiten mit enormen Laufeinsatz mit allen fünf Skatern zurück.

Das gegnerische Bollwerk zu brechen, wird die große Kunst in dieser Serie sein und dürfte sowohl Geduld als auch Finesse erfordern. Nur für den Hinterkopf: Die Hurricanes lagen in den Playoffs 2026 noch keine einzige Minute im Rückstand!

Porter wer?

Diese Zwischenüberschrift ist zugegebenermaßen ein wenig reißerisch, denn dass Porter Martone ein exzellenter Eishockeyspieler war, ist und werden wird, stand schon vor dem NHL Draft 2025 außer Frage, in dem der Power Forward in der 1. Runde an 6. Stelle von Philadelphia ausgewählt wurde.

PHI@PIT, Gm 2: Martone nutzt einen Rebound und erzielt im zweiten Drittel den Führungstreffer.

Und trotzdem ist der Einschlag, den der 19-jährige Kanadier in den letzten Wochen hatte, überraschend: Erst am 31. März gab Martone sein NHL-Debüt und ragte in neun Spielen mit zehn Punkten (4-6-10) heraus. Bei seiner Premiere in den Stanley Cup Playoffs machte der 1,91 Meter große und 95 Kilogramm schwere Rechtsschütze einfach da weiter, wo er aufgehört hatte. 

In sechs Playoff-Partien trat er mit drei Punkten (2-1-3), darunter zwei Game Winning Goals als wertvoller Spielentscheider in Erscheinung. 18 Checks, drei Blocks und eine Plus-Minus-Bilanz von +4 runden einen surrealen Einstieg ins Profi-Eishockey ab. Noch bis März spielte Martone College-Hockey in der NCAA an der Michigan State University (35 Spiele, 25-25-50). „Porter wer?“ fragt mittlerweile keiner mehr.

Hurricanes mit besseren Special Teams

Wenn Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen, dann lohnt sich immer ein Blick auf die Special Teams. Carolina kommt mit einem Powerplay von 13,3 Prozent und einem brutal starkem Penalty Killing von 95,2 Prozent auf zusammengerechnet 108,5 Prozent, was für sehr gute Special Teams steht. 

Philadelphia hat ein Überzahlspiel mit einer Erfolgsquote von 11,8 Prozent und einem Unterzahlspiel mit 84,2 Prozent, was kumuliert 96 Prozent bedeuten - knapp unterhalb der magischen Marke von 100 Prozent, die für gute Special Teams stehen.

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