Lukas Dostal #1 of the Anaheim Ducks defends the net against Tomas Hertl #48 of the Vegas Golden Knights in the third period during the game at Honda Center on February 01, 2026 in Anaheim, California. (Photo by Nicole Vasquez/NHLI via Getty Images)

Die Zweite Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 ist gestartet. In der Western Conference kommt es ab Montag (9:30 p.m. ET; Dienstag, 3:30 Uhr MESZ) zum Aufeinandertreffen zwischen den Vegas Golden Knights und den Anaheim Ducks.

NHL.com/de blickt auf die Best-of-7-Serie voraus…

Der Weg in die Zweite Runde

Vegas setzte sich in der Ersten Runde in sechs Spielen gegen den Utah Mammoth durch (Serie: 4:2). Zwischenzeitlich lagen die Golden Knights mit 1:2 zurück (4:2, 2:3, 2:4), bewiesen danach aber Nerven wie Drahtseile mit drei Siegen in Serie, zwei davon in der Overtime (5:4 n.V., 5:4 n.2.V., 5:1).

Anaheim bezwang den zuvor zweimaligen Stanley Cup Finalisten Edmonton Oilers ebenfalls in sechs Spielen (Serie: 4:2). Dabei konnten die Ducks alle drei Heimspiele gewinnen (7:4, 4:3 n.V., 5:2) und stahlen Spiel 2 auswärts in Alberta (6:4).

Mit Vegas und Anaheim treffen sich zwei Teams aus der Pacific Division. Die Golden Knights (39-26-17) waren Erster mit 95 Punkten, die Ducks (43-33-6) schlossen die reguläre Saison 2025/26 als Dritter mit 92 Punkten ab. Die Saison-Serie ging deutlich mit 3:0 an die Kalifornier (4:3 n.V., 4:3 n.V., 4:3).

Anaheim und Vegas stürmten mit einer brandheißen Offensive in die Playoffs

DACH-Spieler 

Der einzige DACH-Spieler in dieser Serie ist Akira Schmid, der momentan die Rolle des dritten Torwarts bei Vegas inne hat. Vor ihm sieht Trainer John Tortorella derzeit Starter Carter Hart und Backup Adin Hill. Schmid, kam in der regulären Saison in 34 Spielen zum Einsatz. Dabei kam der 25-Jährige aus Bern auf 16 Siege, 2,59 Gegentore/Spiel, 89,3 Prozent Fangquote und zwei Shutouts. In zuvor zwei Karriere-Runs in den Stanely Cup Playoffs wusste Schmid durchaus zu überzeugen (zehn Playoff-Spiele, 4-4-0, 2,26 Gegentore/Spiel, 92,4 Prozent Fangquote, zwei Shutouts).

Stürmer

Die Golden Knights stellen mit im Schnitt 3,83 Toren/Spiel die geteilt zweitbeste Offensive in den Playoffs 2026 (wie die Minnesota Wild) und verteilen die Scoring-Last sehr erfolgreich auf alle vier Reihen: Ivan Barbashev (2-4-6), Top-Scorer Jack Eichel (1-8-9) und der überraschende Top-Torjäger Brett Howden (4-1-5; ein GWG) kommen auf 15 Punkte. Reilly Smith (0-2-2), der ungewohnt als Center aufgebotene Mitch Marner (2-5-7; ein GWG) und Kapitän Mark Stone (2-3-5) sammelten 14 Punkte. Die dritte Linie um Pavel Dorofeyev (4-0-4), dem ein Hattrick in Spiel 5 gelang, Tomas Hertl (0-2-2) und Keegan Kolesar (0-0-0) bliebt mit sechs Punkten vielleicht ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Dafür zeigte sich die vierte Formation mit Cole Smith (2-2-4), Nic Dowd (2-0-2, ein GWG) und Colton Sissons (2-2-4) mit zehn Punkten sehr produktiv. Vegas gab 30,7 Torschüsse/Spiel ab (6.) und war gefährlich im Powerplay (20 Prozent, 5.). Als Allzweckwaffe erwies sich Marner, der bislang in fast jede Rolle schlüpfte, das Powerplay als Quarterback anführte (1-2-3 in Überzahl) und wichtige Arbeit im Penalty Killing verrichtete (0-2-2 in Unterzahl).

VGK@UTA, Sp6: Marner verwertet den Abpraller zu seinem zweiten im Powerplay

Die Ducks stellen die bislang beste Offensive aller 16 teilnehmenden Playoff-Mannschaften: Sie kommen auf 4,33 Tore/Spiel (1.), gaben 32,3 Torschüsse/Spiel ab (1.) und waren gnadenlos im Powerplay (50 Prozent, 1.). Insbesondere die erste Sturmreihe um Cutter Gauthier (4-3-7, zwei GWG, +2), Leo Carlsson (3-5-8, ein GWG, +4) und Troy Terry (3-5-8; +5) ragte heraus. Gauthier, der nicht nur über einen guten Schuss, sondern auch über enorme Physis verfügt (1,89 Meter, 93 Kilogramm), spielte sich nicht nur mit zwei Siegtreffern, sondern auch mit drei Powerplay-Toren ins Rampenlicht. Überhaupt hat Anaheim eine hochinteressante Mischung aus schnellen, schussstarken und körperlich präsenten Angreifern. Viele von ihnen vereinen sogar alle diese Fähigkeiten. Auch der Mix aus jungen und erfahrenen Spielern stimmt beim Team aus Orange County: Routiniers wie Alex Killorn (3-3-6), Mikael Granlund (2-4-6) und Chris Kreider (1-4-5) helfen einem jungen und eigentlich Playoff-unerfahrenen Team enorm. Alle elf eingesetzten Stürmer schafften es aufs Scoreboard. Wie die Golden Knights verfügen also auch die Ducks über Tiefe und Secondary Scoring.

Carlsson und Dostal verhelfen Anaheim zum Einzug in die 2. Runde

Verteidiger

Vegas stellt die zehntbeste Defensive (3,0 Gegentore/Spiel), ließ aber nur die siebtwenigsten gegnerischen Torschüsse zu (27,7 Torschüsse/Spiel) und präsentierte sich enorm stabil im Penalty Killing (93,8 Prozent, 3.). Die Verteidiger tragen allerdings nur zu 8,7 Prozent zum Toreschießen und zu 19,4 Prozent der Punkte bei (2-10-12). Shea Theodore (2-2-4) erzielte die einzigen zwei Verteidiger-Tore, Noah Hanifin (0-5-5) ist mit fünf Assists punktbester Abwehrmann. In den Defensivcorps der Golden Knights befinden sich mit Brayden McNabb (14 Checks, neun Blocks), Jeremy Lauzon (14 Checks, acht Blocks) und Kaeden Korczak (14 Checks, drei Blocks) aber auch körperlich-starke Jungs, die ordentlich austeilen. Theodore als Top-Verteidiger (17 Blocks) und der während der Hauptrunde akquirierte Rasmus Andersson (14 Blocks) „fressen“ viele Pucks.

Anaheim belegt mit 3,5 Gegentoren/Spiel Rang 13, ließ die neuntmeisten gegnerischen Torschüsse zu (28,3) und war im PK durchaus anfällig (71,4 Prozent). In Sachen Blueline-Scoring sind die Ducks ein wenig besser (2-15-17). Jackson LaCombe, der in der Ersten Runde die schwierige Aufgabe hatte, Connor McDavid zu bewachen, sticht mit neun Punkten (1-8-9, +6, 13 Blocks) heraus. Auch Nach-Kauf John Carlson (0-5-5) ist zu nennen. Austeilen kann aber auch Anaheim: Die „Trouba Train“ Jacob Trouba fuhr knackige 18 Hits, Ian Moore kommt auf deren 14, Tyson Hinds auf deren zehn.

Torhüter

Die Golden Knights entschieden sich bei ihrem Starter für Carter Hart, der nicht immer sicher wirkte (4-2, 2,72 Gegentore/Spiel, 89,8 Prozent Fangquote). Der 27-jährige Kanadier spielt seinen zweiten Playoff-Run.

Einen sehr starken Schlussmann wissen die Ducks zwischen ihren Pfosten: Lukas Dostal (4-2, 3,87 Gegentore/Spiel, 87,4 Prozent Fangquote) performte besser, als es seine Statistiken aussagen. Der 25-jährige Tscheche absolviert gerade seinen ersten Playoff-Run.

Vegas kommt weiter, wenn…

…es sich auf der Torhüter-Position stabilisiert, alle vier Reihen weiter so gut produzieren und das Powerplay beim Scoring unterstützt.

Anaheim kommt weiter, wenn…

…es sich in der Defensive noch einmal steigert und die jungen Wilden mehr Meter machen.

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