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Ab Mitte September beginnen in der NHL die Trainingscamps zur Vorbereitung auf die Saison 2021/22. Vom 16. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 jedes Team der Liga genauer unter die Lupe. Die Bestandsaufnahme umfasst die wichtigsten personellen Veränderungen, die Schlüsselspieler, die Stärken und Schwächen sowie die Playoff-Chancen der Klubs.
In dieser Ausgabe: Los Angeles Kings

Die Kings kämpfen seit Jahren um den Anschluss in der NHL. Auch in der vergangenen Saison qualifizierten sie sich nicht für die Stanley Cup Playoffs. In Panik versetzte das in Los Angeles allerdings niemanden mehr, zumal Fortschritte im Vergleich zu 2019/20 unverkennbar waren. Die Kings beendeten die Spielzeit 2020/21 auf Rang sechs in der Honda West Division. Zur Teilnahme an der Postseason fehlten zwar 14 Punkte, aber immerhin konnten sie mit den San Jose Sharks und Anaheim Duck zwei Konkurrenten hinter sich lassen.
Aufgrund des Aufwärtstrends agierten die Macher des Klubs um General Manager Rob Blake in der Offseason mit ruhiger Hand und hielten sich auf dem Transfermarkt zurück. Nur Phillip Danault, Viktor Arvidsson und Alexander Edler stießen neu zum Team. Auf der anderen Seite verlor Los Angeles mit Kurtis MacDermid lediglich einen eher unbedeutenden Spieler beim NHL Expansion Draft an die Seattle Kraken. Das Gerüst der Mannschaft blieb also bestehen.
Die Schlüsselspieler
Die Torhüterposition ist in Los Angeles mit Veteran Jonathan Quick und Cal Petersen hochkarätig besetzt. Peterson hat Quick in jeder der vergangenen drei Spielzeiten zu verschiedenen Zeitpunkten der Spielzeit herausgefordert und dabei in 54 NHL-Spielen seit 2018/19 eine Fangquote von 91,6 Prozent erreicht. Seine Statistiken sind damit in diesem Zeitraum stärker als die seines Konkurrenten Quick (89,6 Prozent in 110 Spielen). Gut möglich, dass die neue Spielzeit die von Petersen werden wird.
Die drei Routiniers Anze Kopitar, Dustin Brown und Drew Doughty haben nach wie vor die Qualität, ihre Mannschaft in die Playoffs zu führen, vor allem in Kombination mit den jungen Kräften im Kader. In der zurückliegenden Saison überzeugte Brown mit 17 Toren, Kopitar mit 37 Assists und Doughty mit 26:22 Minuten durchschnittlicher Eiszeit. Alles keine Werte, die einen glauben machen, ihre erfolgreichste Zeit in der Liga sei bereits vorbei.

Kopitars Top-Spielzüge der Saison 2021

Vielversprechende Talente
Der 19-jährige Quinton Byfield, der beim NHL Draft 2020 als Nummer zwei ausgewählt wurde, gab am 28. April sein NHL-Debüt und hatte in sechs Spielen einen Assist zu verzeichnen. In 32 Partien für Ontario in der American Hockey League erzielte er 20 Punkte (acht Tore, zwölf Assists). Im Lager der Kings hoffen sie, dass der Stürmer in der kommenden Saison den endgültigen Sprung in die NHL schafft.
Große Hoffnungen ruhen außerdem auf Angreifer Alex Turcotte. Der 20-Jährige, der beim NHL Draft 2019 an Nummer fünf von den Kings gezogen wurde, feierte in der vergangenen Saison ebenfalls seine NHL-Premiere. Darüber hinaus sammelte er in 32 Spielen für Ontario 21 Punkte (sechs Tore, 15 Assists).
Ferner setzen die Verantwortlichen der Kings auf den Durchbruch von Arthur Kaliyev. Der 20-jährige Angreifer führte Ontario in 40 Spielen nach Toren (14) und Punkten (31) an. Kaliyev, ein Zweitrundenpick beim NHL Draft 2019 (Nr. 33) absolvierte sein NHL-Debüt am 2. Februar und erzielte bei der 1:3-Niederlage gegen die Anaheim Ducks mit seinem einzigen Schuss ein Tor.
Ähnliches: [Hoffnungen der Kings ruhen auf Byfield und Turcotte]
Stärken
Der stärkere Mannschaftsteil war vorige Saison die Defensive. 170 Gegentore bedeuteten im Gesamtklassement den 20. Rang. Von dieser Platzierung im unteren Mittelfeld der Liga war der Abstand bis zum Playoff-Überraschungsteam Montreal Canadiens (168) nur gering. Weitere kleine Steigerungen in der zuletzt recht stabil stehenden Defensive und auch im Tor vorausgesetzt, und die Kalifornier wären voll dabei im Rennen um die begehrten Playoff-Plätze.
Entwicklungspotenzial
Der Schwachpunkt in den vergangenen Jahren war der Sturm. Die 143 markierten Treffer in der Saison 2020/21 wurden nur von vier Teams unterboten. Bis zur oberen Ligahälfte hätten es in den 56 Begegnungen mindestens 20 Tore mehr sein müssen. Dass im Nachwuchs des Klubs inzwischen so vielversprechende Namen wie Byfield und Turcotte aktiv sind, nährt jedoch die Hoffnung auf eine glanzvollere Zukunft.
Playoff-Chancen
Wenn alles im normalen Rahmen läuft, dürfte der Pfeil bei den Kings nach oben zeigen. Die entscheidende Frage wird sein, ob die Fortschritte am Ende schon groß genug sein werden, um die Kluft zu den Endrundenplätzen zu überwinden. Das Potenzial im Kader ist auf alle Fälle vorhanden. In Los Angeles wird jedoch auch niemand allzu sehr enttäuscht sein, wenn vor der Rückkehr in die Playoffs noch eine weitere Übergangssaison liegt.