Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.
In dieser Ausgabe: Die Analyse der New Jersey Devils
Der letzte große Erfolg der Devils liegt schon eine ganze Weile zurück. 2003 gewann die Mannschaft zum dritten Mal in der Geschichte den Stanley Cup. 2012 drang sie noch einmal bis ins Finale vor. Seit der Niederlage gegen die Los Angeles Kings vor 14 Jahren herrscht Tristesse pur in Newark. Nur dreimal gelang dem Team in diesem Zeitraum der Einzug in die Stanley Cup Playoffs, wobei es nur ein einziges Mal (2023) bis in die Zweite Runde ging. Elfmal hatte es überhaupt nicht für die Teilnahme an der Postseason gereicht. Das galt auch für die Saison 2025/26, in der die Devils mit einer Matchbilanz von 42-37-3 und 85 Punkten lediglich den 7. Platz in der Metropolitan Division belegten.
Der neue General Manager Sunny Mehta, der am 16. April den glücklosen Tom Fitzgerald ablöste, will sich jedoch vom schwachen Abschneiden des Klubs in jüngster Vergangenheit nicht die Anfangseuphorie nehmen lassen. „Ich glaube fest daran, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber am Ende des Tages sind das nur Worte. Das Einzige, was wirklich zählt, sind Siege“, ließ er verlauten. Mehta weiß, wie man einen Champion baut. Er war die vergangenen drei Jahre als Assistenz-GM und Analysechef bei den Florida Panthers tätig.
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Die wichtigsten Veränderungen im Kader
Prominentester Neuzugang ist Anthony Mantha. Der Rechtsaußen stieß als Free Agent zu New Jersey und unterschrieb dort einen Zweijahresvertrag. In der abgelaufenen Spielzeit lief er für die Pittsburgh Penguins auf und verbuchte persönliche NHL-Bestleistungen in Sachen Tore (33), Assists (31) und Punkte (64). Bei einem Trade mit den Panthers zogen die Devils den Center Evan Rodrigues an Land. Mit Jesper Boqvist holte GM Mehta einen zweiten nominellen Mittelstürmer aus Florida zu den Devils. Als Ergänzungsspieler für die Defensive wurde Declan Chisholm unter Vertrag genommen. Er stand in der zurückliegenden Saison bei den Washington Capitals auf dem Eis. Fürs Tor holte man den erfahrenen David Rittich, der 2025/26 bei den New York Islanders aktiv war.
Auf der Position zwischen den Pfosten hatte sich nach dem Transfer von Jacob Markstrom zu den Panthers zusätzlicher Bedarf aufgetan. Der Schwede war Bestandteil des Trades von Rodrigues. Nicht mehr mit von der Partie sind zudem Verteidiger Simon Nemec (künftig Calgary Flames) und Linksaußen Paul Cotter (Vancouver Canucks).
Schlüsselspieler
Die von Marktrom hinterlassene Lücke auf der Torwartposition sollen Veteran Jake Allen und der talentierte Nico Daws schließen. Mit Rittich verfügen die Devils über einen weiteren Routinier, sollte Allen einmal nicht einsatzfähig sein. Dougie Hamilton, Jonas Siegenthaler, Luke Hughes und Brett Pesce bilden das Fundament der Defensive. Unumstrittener Anführer der Offensive ist Jack Hughes. Kapitän Nico Hischier, Timo Meier, Dawson Mercer, Jesper Bratt und Connor Brown zählen ebenso zu den Stützen der Abteilung Attacke. Die Neuzugänge Mantha und Rodrigues werden wichtige Rollen in den hinteren beiden Sturmformationen einnehmen.
Spieler aus dem DACH-Raum
Die drei Schweizer Hischier, Meier und Siegenthaler sind jahrelange Führungspersönlichkeiten bei den Devils. Hischier gehört zu den besten Zwei-Wege-Stürmern in der NHL. In der Saison 2025/26 brachte er es auf 66 Punkte (28 Tore, 38 Assists) in 82 Spielen. Meier blieb zwar mit 44 Zählern (24 Tore, 20 Assists) aus 77 Einsätzen hinter den Erwartungen zurück. Doch er hat seinen Wert als Power Forward schon oft bewiesen. Siegenthaler wusste einmal mehr mit seinem kompromisslosen Defensivspiel zu überzeugen. Er bestritt wie sein Landsmann Hischier alle 82 Saisonspiele und erzielte 16 Assists. Ein Treffer blieb ihm verwehrt.


























