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Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der Nashville Predators

Die Nashville Predators durchleben eine schwierige Phase. In der vergangenen Saison verpassten sie zum zweiten Mal in Folge die Stanley Cup Playoffs.

Das größte Problem war der schwache Saisonstart. Nach 22 Spielen hatte Nashville lediglich sechs Siege und 16 Punkte auf dem Konto. Am 24. November belegte das Team den letzten Platz in der NHL. Danach stabilisierte sich die Mannschaft rund um den Schweizer Roman Josi. In den folgenden 60 Partien erreichte sie eine ordentliche Bilanz von 32-22-6. Dies genügte allerdings nicht, um den schwachen Saisonstart zu kompensieren.

Trainer Andrew Brunette blickt nun seiner vierten Saison mit Nashville entgegen. General Manager Barry Trotz hatte bereits im Februar erklärt, nach Saisonende zurückzutreten. Seine Nachfolge tritt Chris MacFarland an, der zuvor dieses Amt bei der Colorado Avalanche bekleidete.

Die wichtigsten Kaderveränderungen

Der neue GM weiß, was er an seinen alten Spielern hat. Mit den Stürmern Ross Colton und Jack Drury hat er gleich zwei Akteure von der Avalanche per Trade verpflichtet. „Ross ist ein vielseitiger Flügelstürmer, der sowohl offensiv als auch defensiv stark ist und in unseren mittleren Sturmreihen für mehr Physis und Biss sorgen wird“, sagte MacFarland. Vergangene Saison gelangen dem 29-Jährigen in 73 Spielen neun Tore und 15 Assists.

Der 26-jährige Drury kam auf 10 Tore und 17 Assists. „Drury ist ein hart arbeitender und zuverlässiger Center, der auf dem gesamten Eis stark ist, schwierige Aufgaben übernehmen kann und gleichzeitig zu den Elite-Bullyspielern gehört. Mit seiner Verpflichtung stärken wir unsere Tiefe auf der Centerposition“, so MacFarland.

Ähnliches: Predators machen MacFarland zum General Manager

Eine weitere Top-Verstärkung könnte Mavrik Bourque sein, der vergangene Saison bei den Dallas Stars auf 20 Tore und 21 Assists kam. Mit seinen 24 Jahren befindet sich der Center zudem in einem entwicklungsfähigen Alter. „Ihn zeichnet aus, dass er ein cleverer und giftiger Eishockeyspieler ist. Er ist ein guter Zwei-Wege-Spieler, und wir glauben, dass seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist“, erklärte der GM.

Nashville verlassen haben unter anderem Erik Haula (Los Angeles Kings) und Andreas Englund (Calgary Flames). Vor allem der Verlust von Haula wiegt schwer. Vergangene Saison stand er mit 14 Toren und 24 Assists auf Platz 6 der teaminternen Scorer-Liste, zudem war er mit seiner physischen Spielweise wichtig für das Team.

Schlüsselspieler

Die Predators verfügen mit Steven Stamkos, Jonathan Marchessault und Ryan O'Reilly über mehrere Top-Spieler, die bereits den Stanley Cup gewonnen haben. Stamkos kam vergangene Saison auf 42 Tore und 24 Assists, O'Reilly auf 25 Tore und 49 Assists. Noch effektiver war lediglich Filip Forsberg. Der 32-Jährige, der bislang seine gesamte NHL-Karriere in Nashville verbracht hat, verbuchte 40 Tore und 35 Assists.

Der Schlüsselspieler in der Verteidigung ist Roman Josi. Auch er spielte in der NHL bislang ausschließlich für Nashville. Im Tor haben sie mit dem 31-jährigen Juuse Saros einen erfahrenen Goalie, der allerdings vergangene Saison mit einer Save-Quote von 89,4 Prozent unter den Leistungen der vorherigen Jahre blieb.

Die Top-5-Tore von Roman Josi in der Saison 2025/26

Spieler aus dem DACH-Raum

Josi ist der Kapitän der Predators und somit das Gesicht dieser Franchise. Der Verteidiger hat schon mehrfach Geschichte geschrieben. 2019/20 wurde Josi zum ersten Schweizer und ersten Spieler der Predators, der als bester Verteidiger der Liga die Norris Trophy gewann. 2021 löste er Mark Streit als punktreichsten Schweizer NHL-Spieler ab. Der 36-Jährige steht noch für zwei Jahre in Nashville unter Vertrag.

Stärken

Die Predators haben den Kern der Mannschaft zusammengehalten. Nach dem verpatzten Saisonstart wurde bereits bewiesen, dass dieser Kader konkurrenzfähig ist. Der Mix aus erfahrenen und talentierten Spielern stimmt.

Die Special Teams der Predators gehören zu den besseren der Liga. Die Powerplay-Quote von 23,1 Prozent entsprach immerhin Platz 11 der NHL, die Penalty-Kill-Quote von 81,7 Prozent war sogar die fünftbeste der Liga.

Verbesserungspotenziale

Das Wichtigste vorweg: Die Predators dürfen sich keinen erneuten Fehlstart leisten. Dies war das große Problem in den vergangenen beiden Spielzeiten.

Zudem erwies sich in der zurückliegenden Saison die Defensive als Schwachstelle. Pro Spiel wurden im Schnitt 3,26 Tore zugelassen. Zudem gab es durchschnittlich 29,6 Schüsse auf das eigene Tor. Beides war jeweils der siebtschlechteste Wert der NHL.

Vielversprechende Talente

Der große Durchstarter der vergangenen Spielzeit war der 21-jährige Matthew Wood, der in seiner ersten kompletten NHL-Spielzeit starke 17 Tore und 13 Assists verbuchte. Er könnte in der bevorstehenden Saison den nächsten Entwicklungsschritt machen.

Weitere Top-Talente sind der 21-jährige Verteidiger Tanner Molendyk (NHL Draft 2023, Pick 24, 0 NHL-Spiele) und der 19-jährige Center Brady Martin (NHL Draft 2025, Pick 5, 3 NHL-Spiele, 1 Assist).

Playoff-Chancen

Nashville peilt die Rückkehr in die Playoffs an. Wenn das Team gut aus den Startlöchern kommt, die Abwehr mehr Stabilität bietet und somit auch Torwart Juuse Saros entlastet, sollte das Ziel erreichbar sein. Für den ganz großen Erfolg fehlt dem Kader allerdings noch die Tiefe.

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