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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Fünf Fragen bei den Predators

Hat der neue GM Chris MacFarland einen Titelanwärter geformt?

Übernimmt ein Verantwortlicher eine Mannschaft, die zuvor zweimal in Folge die Stanley Cup Playoffs verpasst hat, fallen die ersten Aussagen meist zurückhaltend aus. Man wolle den nächsten Schritt machen und die Entwicklung in den Vordergrund stellen – so in etwa lauten die typischen Zitate. Chris MacFarland, der seit Anfang Juni im Amt ist, stellt eine Ausnahme dar. Der neue General Manager der Predators strebt nach dem Maximum.

„Das Ziel ist nicht, eine Mannschaft aufzubauen, die um eine Wildcard kämpft oder es gerade so in die Playoffs schafft“, stellte er klar. „Auch das ist wirklich schwer, keine Frage. Aber unser Ziel ist es, Schritt für Schritt eine Mannschaft aufzubauen, die in die Phase kommt, in der wir hoffentlich um den großen Titel mitspielen und die Chance haben, ihn zu gewinnen.“

Wann dieses Ziel erreicht werden soll, ließ er offen. Klar ist aber: Wer eine solche Aussage tätigt, muss sich früher oder später daran messen lassen.

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Können die Predators einen Fehlstart vermeiden?

Die Predators fanden schlecht in die vergangenen beiden Spielzeiten und konnten dies später nicht mehr wettmachen. 2024/25 startete Nashville mit fünf Niederlagen in Folge, hatte Mitte Dezember eine Bilanz von 8-17-6 und beendete die Saison mit 30 Siegen. Dies waren die wenigsten Triumphe in einer kompletten Saison seit 2002/03 (27). Vergangene Spielzeit waren sie Ende November sogar die punktemäßig schwächste Mannschaft der Liga.

„Ich weiß, dass unsere Führungsgruppe am Ende der vergangenen Saison das Gefühl hatte, dass ihnen ihr schlechter Start geschadet hat“, sagte MacFarland. „Die Spieler mussten anschließend viel Boden gutmachen und haben wirklich hervorragende Arbeit geleistet, um wieder ins Playoff-Rennen zu kommen.“ Doch in dieser starken Division sei eine Aufholjagd schwierig. Die Konsequenz lautet: „Wir müssen von Anfang an bereit sein.“

Könnte Neuzugang Mavrik Bourque der Center der ersten Reihe sein?

Die Verpflichtung von Mavrik Bourque mag zwischen den namhaften Trades in der NHL untergegangen sein. Tatsächlich aber könnte er perspektivisch zu einem absoluten Schlüsselspieler der Predators werden. Der 24-Jährige erzielte in der zurückliegenden Saison bei den Dallas Stars 41 Punkte (20 Tore, 21 Assists) in 82 Spielen. Ein starker Wert, wenn man berücksichtigt, dass dies erst seine zweite volle NHL-Saison gewesen ist.

Nachdem der Trade abgewickelt war, bekam er in Nashville einen Vertrag über sechs Jahre und 33 Millionen US-Dollar. Schnell drängte sich die Frage auf, ob der Neuzugang sogar der Center der ersten Reihe sein könnte.

„Ich denke, wohin er gelangen kann, liegt an ihm. Aber wir sind der Meinung, dass er nichts anderes erbringen muss als das, was er bisher gezeigt hat“, sagte MacFarland. „Er war letztes Jahr ein 20-Tore-Spieler. Wenn er einfach daran anknüpfen kann und Teil dieser jüngeren Kernmannschaft wird, würde uns das sehr freuen – ganz gleich, ob als Center in der zweiten Reihe, als Flügelstürmer in den mittleren Sturmreihen oder in welcher Rolle auch immer. Aber er wird jede Gelegenheit bekommen, um auf dem Eis zu glänzen. Das steht fest.“

Wahrscheinlich ist, dass Ryan O'Reilly der Mittelmann der ersten Reihe sein wird, während Bourque die zweite Reihe anführt. Perspektivisch aber könnte der Neuzugang in die Rolle des Erstreihen-Centers hineinwachsen.

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Können die Predators die schwierigen Jahre hinter sich lassen?

Die Predators haben noch nie einen Stanley Cup gewonnen. 2017 standen sie immerhin im Finale, verloren aber mit 2:4 gegen die Pittsburgh Penguins. In den Jahren darauf blieben sie ein Top-Team, das aber spätestens in den Playoffs den Erwartungen hinterherhinkte. 2018 erreichte Nashville immerhin noch die Zweite Runde der Playoffs. Dies war das letzte Mal, dass die Predators eine Postseason-Runde für sich entschieden haben.

In der regulären Saison waren die Predators zuletzt maximal ein Durchschnittsteam. In den vergangenen sieben Jahren landete Nashville bestenfalls auf dem 4. Platz der Central Division. In drei der zurückliegenden vier Spielzeiten wurden die Playoffs verpasst. Gerade in der heißen Saisonphase gilt es, die bisherigen Misserfolge hinter sich zu lassen, um zurück auf die Erfolgsspur zu finden.

Trotzt Roman Josi den Alterserscheinungen?

Kapitän Roman Josi schont sich nicht. Nach der Saison bei den Predators reiste er zur Nationalmannschaft der Schweiz, um bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land auf dem Eis zu stehen. Seine Leistungen waren vor allem eines: brillant.

Josi erreichte mit der Schweiz das Finale. Die Mannschaft verlor zwar gegen Finnland, trotzdem wurde er als MVP des Turniers und als bester Verteidiger ausgezeichnet. In zehn Spielen gelangen ihm fünf Tore und sieben Assists.

Viermal erreichte er mittlerweile mit der Schweiz das WM-Finale, gewann aber jeweils „nur“ Silber. Gegenüber dem SFR stellte er klar: „Es fühlt sich für mich nach einem Weg an, der noch nicht vollendet ist. Wenn gesundheitlich alles stimmt, ist das Kapitel Nati für mich noch nicht abgeschlossen.“

Das Problem ist aber: In den zurückliegenden zwei Spielzeiten war Josi von gesundheitlichen Rückschlägen betroffen, konnte daher in der NHL nur 53 und 68 Spiele absolvieren. Dass Josi sich weiterhin die Mehrfachbelastung mit NHL und Nationalmannschaft zutraut, lässt allerdings vermuten: Dieser Mann spürt noch keine Verschleißerscheinungen und möchte dem Alter trotzen.

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