Vinzenz Rohrer wird 2026/27 nicht für Montreal auflaufen. Er wurde an den EV Zug ausgeliehen und soll erneut in der Schweiz weitere Erfahrungen im Profi-Bereich sammeln. Rohrer soll hier auch mehr Verantwortung und eine größere offensive Rolle erhalten.
Stärken
Mit ihrer Top-Formation um Caufield, Suzuki und Slafkovsky müssen sich die Canadiens im Vergleich mit keinem NHL-Team verstecken. Gemeinsam erzielten die drei in der abgelaufenen Saison 110 Tore und standen häufig den besten Formationen der Kontrahenten gegenüber. Mit Suzuki kommt zum offensiven Output auch noch defensive Stabilität dazu.
Die junge Mannschaft der Canadiens glänzt zudem mit hoher Geschwindigkeit. Sie zogen die sechstmeisten Sprints über 32 Kilometer pro Stunde an und trafen häufig direkt, nachdem sie in die gegnerische Zone eingedrungen waren. Dieses schnelle Umschaltspiel beruht auf einer mobilen Verteidigung, die einen guten ersten Pass spielen kann. Hutson, Noah Dobson und Mike Matheson stechen hier besonders heraus.
Die klare Rollenverteilung gibt Montreal zudem die Struktur, die auch in engen und entscheidenden Spielen hält. Kaiden Guhle und Alexandre Carrier bringen defensivere Elemente mit ein und auch in der Offensive wissen die Spieler um ihre Aufgaben. Somit ist auch das junge Alter, von durchschnittlich 25,8 Jahren im Conference Finale, kein Nachteil, sondern ein wichtiger Faktor, der die natürliche Entwicklung in Montreal unterstreicht.
Verbesserungspotenziale
Die Rolle des Centers der zweiten Reihe ist noch nicht vollends geklärt. Während Kirby Dach vom Talent sicher der geeignete Kandidat wäre, bleibt aufgrund seiner verletzungsgeprägten Saison 2025/26 zumindest ein Fragezeichen stehen. Dach kam 2026/27 auf nur 37 Einsätze. Auch in den drei Jahren zuvor stand er nie öfter als 58-mal auf dem Eis. Die andere Option wäre Oliver Kapanen, der zwar auf 22 Tore in der Vorsaison kam, aber im Verlauf eher schwächer wurde. In zwölf von 19 Playoff-Spielen kam er nicht zum Einsatz, so dass Jake Evans seine Rolle übernahm. Der Center wäre aber in einer defensiveren Rolle in der dritten Reihe wertvoller.
Auf der Torhüter-Position stehen hinter Dobes zumindest Fragezeichen. 29 Siege waren herausragend, seine Fangquote (90,1 Prozent) steht jedoch nicht unter den Top-Werten der Liga. Die Playoffs mit einer Steigerung (90,8 Prozent) und die gezeigte Belastbarkeit von 19 Spielen in 41 Tagen geben jedoch Hoffnung, ebenso wie der erst 21-jährige Jacob Fowler, der den Druck auf Dobes hochhalten dürfte.
Vielversprechende Talente
Mit Reinbacher ist eines der Top-Talente bereits auf dem Sprung in den NHL-Kader. Wenn der Verteidiger gesund bleibt, dann dürfte er in der kommenden Spielzeit häufiger in Montreal zu sehen sein.