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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der Florida Panthers

Für die Florida Panthers gilt es, die vergangene Saison abzuhaken und zu vergessen. Sie gingen als Titelverteidiger in die Saison, doch eine Flut an langwierigen Verletzungen führte dazu, dass sie die Saison mit nur 84 Punkten (40-38-4) auf dem drittletzten Platz der Eastern Conference und Rang 25 der gesamten NHL beendeten.

Diese Enttäuschung wird sich aber wohl kaum wiederholen. Leistungsträger wie Kapitän Aleksander Barkov, die Starstürmer Matthew Tkachuk und Sam Reinhart sowie die wichtigen Verteidiger Seth Jones und Niko Mikkola sind genesen und geben der Mannschaft wieder ein ganz anderes Gesicht.

Sehen Sie sich die Top 5 der Tore der Panthers aus der Saison 2025/26 an

Die wichtigsten Kaderveränderungen

Die Rückkehrer aus dem Lazarett sind bei weitem nicht die einzigen Veränderungen im Kader. General Manager Bill Zito war diesen Sommer wieder fleißig. Der größte Wurf gelang ihm mit dem Transfer von Brady Tkachuk, Matthews Bruder, von den Ottawa Senators nach Florida. Er ist ein erstklassiger Stürmer, der auch eine gesunde Portion Härte mitbringt und damit hervorragend ins System der Panthers passt. Ein weiterer harter Brocken im Angriff wird Garnet Hathaway sein, der von den Philadelphia Flyers kam. Einen Rückkehrer heißen die Panthers in der Abwehr mit Radko Gudas willkommen.

Im Tor wurde komplett umgebaut. Das neue Tandem besteht aus Jacob Markstrom von den New Jersey Devils und dem Schweizer Akira Schmid, der von den Vegas Golden Knights kam.

Akira Schmid im Interview über Vegas, das Finale und seine weiße Maske

Für all diese Neuzugänge gab Zito die Torhüter Calvin Pickard und Sergei Bobrovsky ab. Außerdem gingen Mackie Samoskevich, Jack Roslovic, Ben Steeves, A.J. Greer und Jesper Boqvist. Sie sind alle keine Superstars, aber solide Akteure in den hinteren Reihen. Florida verfügt jedoch über genug Tiefe, um diese Verluste wegzustecken.

Schlüsselspieler

Den vermutlich größten Unterschied zur vorherigen Saison dürfte Barkov ausmachen. Er konnte in der abgelaufenen Spielzeit kein einziges Spiel bestreiten. Als einer der besten Zwei-Wege-Center der Welt ist er von unschätzbarem Wert. Weitere Spitzenstürmer sind die Tkachuk-Brüder und die drei Topscorer der vergangenen Saison, Sam Reinhart, Sam Bennett und Carter Verhaeghe.

In der Abwehr hat sich an den ersten beiden Paaren nichts geändert, Gustav Forsling, Aaron Ekblad, Mikkola und Jones sorgen für eine stabile Defensive.

Spieler aus dem DACH-Raum

Interessant wird, wie sich die beiden neuen Torhüter schlagen. Markstrom sollte nominell die Nummer eins sein. Allerdings hatte er bei den Devils mit einer Fangquote von 88,3 Prozent und 3,07 Gegentoren pro Spiel seine statistisch schlechteste Saison seit 2014/15.

Schmid lieferte bei den Golden Knights mit 89,3 Prozent Fangquote, 2,59 Gegentoren pro Spiel, zwei Shutouts und einer Bilanz von 16-10-6 hingegen äußerst respektable Leistungen. Er wird sicherlich eine Chance bekommen, sich zu beweisen. Sollte Markstrom keinen guten Start erwischen oder zu irgendeinem Zeitpunkt schwächeln, könnte der Schweizer den Platz zwischen den Pfosten erobern.

Stärken

Trotz der Abgänge bestechen die Panthers mit viel Tiefe. Die Tatsache, dass Anton Lundell und Veteran Brad Marchand, der vergangene Saison 54 Punkte (27 Tore, 27 Assists) in 52 Spielen erzielte, wohl in der dritten Reihe spielen, sagt viel aus.

TOR@FLA: Marchand gelingt der erste Treffer

Die Panthers spielen ein zuverlässiges System in der Defensive und zermürben den Gegner mit ihrer harten Gangart. Wenn sie dadurch den Puck erobern, ist in der Offensive beachtliche Qualität verfügbar, um die Chancen zu nutzen.

Verbesserungspotenziale

Die Statistiken der vergangenen Saison sagen im Fall der Panthers wenig über ihre tatsächlichen Stärken und Schwächen aus, da sie durch die vielen Ausfälle nie komplett antreten konnten. Möglicherweise werden sie ein wenig Zeit brauchen, um sich wieder auf das Zusammenspiel mit dem vollen Kader einzustellen. In diesem Fall könnten besonders die Special Teams zu Beginn der Saison leiden.

Ein Fragezeichen steht im Tor. Wenn Markstrom zu seiner Form findet, kann er ein hochkarätiger Torwart sein. Oft mangelt es ihm aber an Konstanz. Schmid könnte übernehmen, war aber noch nie die echte Nummer eins im Tor eines NHL-Teams.

Vielversprechende Talente

Die Panthers opferten in den vergangenen Jahren viele Draftpicks für sofortige Verstärkung. Das brachte ihnen 2024 und 2025 zwei Stanley Cups ein, doch der Nachwuchs litt gewaltig darunter. Zwei Spieler, die diese Saison im Fall von Verletzungen eine Chance kriegen könnten, sind Stürmer Jack Devine und Verteidiger Marek Alscher.

Devine war vergangene Saison in der American Hockey League mit 43 Punkten (18 Tore, 25 Assists) in 63 Spielen der zweitbeste Scorer der Charlotte Checkers. Alscher bestritt 52 Spiele für die Checkers, in denen er auf elf Punkte (drei Tore, acht Assists) kam. Er trat auch vier Mal für die Panthers an und überzeugte dabei mit drei Assists.

Langfristig könnte Simas Ignatavicius das größte Talent im Nachwuchs der Panthers sein. Der gebürtige Litauer überzeugte als Stürmer in der Schweizer National League mit 13 Punkten (sieben Tore, sechs Assists) in 52 Partien für Geneve-Servette und wurde von den Panthers im NHL Draft 2026 in der zweiten Runde gewählt (Nr. 40).

Playoff-Chancen

Mit einem kompletten Kader gehören die Panthers zu den Favoriten für den Stanley Cup. Das Erreichen der Playoffs sollte sie nicht vor Probleme stellen.

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