Nico Hischier 7-13

Die NHL-Saison 2025/26 war voller Highlights, Action und spannender Spiele. NHL.com/de blickt auf die Spielzeit der besten Akteure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zurück.

In dieser Ausgabe: Nico Hischier von den New Jersey Devils.

Obwohl er persönlich keine schlechte Saison ablieferte, war das vergangene Jahr für den Schweizer Nico Hischier eine Enttäuschung. Der Kapitän der New Jersey Devils verzeichnete 66 Punkte (28 Tore, 38 Assists). Diese Zahlen waren vergleichbar mit seinen Statistiken der vorherigen beiden Jahre.

Hischiers Top-5-Tore der Saison 2025/26

Während Hischier mit sich persönlich zufrieden sein kann, blieb sein Team deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Devils verpassten die Stanley Cup Playoffs mit 87 Punkten (42-37-5) deutlich um zwölf Zähler und landeten auf dem vorletzten Platz der Metropolitan Division. Am 1. Juli unterschrieb er eine Vertragsverlängerung, die ihn noch bis zum Ende der Saison 2031/32 in New Jersey halten wird.

„Das war wichtig für beide Seiten“, betonte Hischier. „Für mich war es wichtig, meinen Teamkollegen zu zeigen, dass ich ein New Jersey Devil bleiben will, nicht gehen und das Ruder hier herumreißen möchte. Jersey ist zu meinem Zuhause geworden. Ich freue mich darüber, dass wir uns einigen konnten und werde jetzt wieder an die Arbeit gehen.“

Endlich Verletzungsfrei

Ein großer Meilenstein für Hischier war eine gesunde Saison. Erstmals seit seiner Rookie-Saison 2017/18 bestritt er 82 Spiele in einer Spielzeit. Über die vergangenen Jahre hatten ihn stets Verletzungen geplagt.

Nun schaffte Hischier es endlich wieder in allen Spielen anzutreten, leider war er bei den Devils einer der wenigen Spieler, denen das gelang. Nur vier seiner Teamkollegen bestritten ebenfalls alle 82 Partien, darunter sein Schweizer Landsmann in der Abwehr, Jonas Siegenthaler. Besonders die 21 Spiele, die Starstürmer Jack Hughes verpasste, machten New Jersey zu schaffen. Hischier, der vor allem für seine defensiven Qualitäten bekannt ist, war der drittbeste Scorer und Vorbereiter und der beste Torjäger der Devils. Außerdem war er mit 62 geblockten Schüssen die Nummer eins unter den Angreifern seiner Mannschaft.

Ein besonderer Abend war für den 27-jährigen Center das Spiel gegen die Chicago Blackhawks am 29. März. Zehn Partien vor Ende der regulären Saison erreichte er die Marke von 600 NHL-Spielen. An diesem Abend sorgte er mit zwei Assists für einen 5:3-Sieg der Devils.

Nico Hischier 2 7-13

Starke Auftritte für die Nationalmannschaft

Es war eine vollgepackte Saison für die Starspieler der NHL. Neben ihren NHL-Spielen standen auch die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand an. Hischier vertrat die Schweiz selbstverständlich als einer der Führungsspieler. Das Team scheiterte im Viertelfinale mit 2:3 an Finnland, belegte aber einen respektablen fünften Platz, wobei Hischier vier Punkte (ein Tor, drei Assists) in fünf Spielen erzielte.

Nach der regulären Saison rückte er erneut für das Schweizer Team an, dieses Mal bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Mit elf Punkten (sechs Tore, fünf Assists) in zehn Partien führte Hischier die Mannschaft zur Silbermedaille. Es war bereits das dritte Mal in Folge, dass Hischier mit der Schweiz WM-Silber holte.

Hischier bleibt den Devils treu

Nach dem enttäuschenden Abschneiden der Devils wäre es kein Wunder gewesen, wenn Hischier mit dem Gedanken gespielt hätte, seine Träume vom Stanley Cup mit einer anderen Mannschaft zu verfolgen. Sein Vertrag ging in das letzte Jahr und hätte er keine Vertragsverlängerung unterschrieben, hätten sich die Devils ernsthaft Gedanken um einen Transfer machen müssen. Sunny Mehta, der erst am 16. April das Amt des General Managers übernommen hatte, erklärte Hischiers neuen Vertrag daher zur Priorität Nummer eins.

„Als ich den Job angenommen habe, war mir klar, dass Nico eins der Kernstücke ist, die ich für unsere Zukunft haben will“, erklärte der neue GM. „Wie er spielt, seine Führungsqualitäten, seine Selbstlosigkeit, das sind Qualitäten die wir in diesem Team schätzen. Wir freuen uns alle, dass er dieses Franchise auf und neben dem Eis noch für Jahre anführen wird.“

Mehta und Hischier einigten sich relativ schnell und unkompliziert auf eine Verlängerung über fünf Jahre für 58,5 Millionen US-Dollar (durchschnittlich 11,7 Millionen pro Jahr). Eine Menge Geld, doch eine Summe, mit der beide Seiten zufrieden sein können.

„Hätte er noch ein Jahr gewartet, hätte er als Free Agent wahrscheinlich mehr kriegen können“, gab Mehta zu. „Aber mir ist schnell klar geworden, dass das für ihn keine Option war. Er will nichts mehr, als mit den Devils zu gewinnen und damit setzt er ein super Beispiel.“

Hischier will ein Teil von besseren Zeiten für New Jersey sein. Dass die Mannschaft Potenzial hat, weiß man. In den vergangenen vier Jahren standen die Devils zwei Mal in den Playoffs. 2022/23 qualifizierten sie sich sogar mit Leichtigkeit mit 112 Punkten und warfen in der ersten Runde die New York Rangers aus dem Rennen, ehe sie in der zweiten Runde in fünf Spielen an den Carolina Hurricanes scheiterten. Hischier glaubt an seine Mannschaft und mit weniger Verletzungspech sollte die kommende Saison auch wieder deutlich besser verlaufen.

Hischiers entscheidende Momente bleiben in New Jersey

Heldentaten in der Sommerpause

In der Sommerpause wurde es für Hischier kaum ruhiger. Während andere Spieler sich entspannen oder ihre Erfolge feiern, war Hischier in den ersten Tagen zurück in seiner Heimat mit wichtigeren und aufregenderen Dingen beschäftigt.

In Bern wurde Hischier Zeuge, wie eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern in ihrem Schlauchboot an einem Staudamm in Not geriet. Laut Berichten von weiteren Anwesenden zögerte der NHL-Star nicht und half tatkräftig bei der Rettung der Familie. Nicht nur während der Saison, sondern auch in der spielfreien Zeit geht Hischier mit gutem Vorbild voran, übernimmt Verantwortung und kommt seiner Vorbildfunktion für junge Spieler und Fans nach.

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