3. Behebt Andersen das jahrelange Goalie-Problem?
Seit Jahren suchen die Oilers nach einem zuverlässigen Goalie, der nicht nur Spiele, sondern ganze Serien und am Ende sogar einen Stanley Cup gewinnen kann. Genau das hat Frederik Andersen jüngst bewiesen: Mit den Carolina Hurricanes holte er 2026 den Meistertitel. Genau deshalb ist er vielleicht der perfekte Kandidat für Edmonton, denn er bringt enorme Ruhe und Erfahrung aus 14 NHL-Saisons (552 Spiele, 2,59 Gegentore/Spiel, 91,3 Prozent Fangquote, 28 Shutouts) und elf Playoff-Runs (101 Spiele, 2,32 Gegentore/Spiel, 91,3 Prozent Fangquote, acht Shutouts) mit. Mit einem Jahresvertrag über eine Million US-Dollar ist der Däne auch noch ein echtes Schnäppchen. Allerdings gilt der 36-Jährige als verletzungsanfällig, weshalb er in den letzten vier Jahren nie mehr als 35 Spiele pro reguläre Saison absolvieren konnte. Ist Andersen also der erhoffte Messias?
4. Wie stabil ist die Defensive?
Mit Darnell Nurse haben die Oilers im Sommer einen gesetzten Top-4-Verteidiger via Trade an die San Jose Sharks abgegeben, um Cap-Space einzusparen. Die Lücke, die der 31-Jährige nach zwölf NHL-Jahren in Edmonton - darunter zwei Stanley Cup Finals - hinterlässt, ist auf menschlicher Ebene nur schwer zu füllen.
Rein sportlich werden das zwei Neuzugänge versuchen: Ryan Shea (29, zuvor Pittsburgh Penguins) kam als Free Agent, Shakir Mukhamadullin (24, zuvor San Jose Sharks) wurde im Zuge des Nurse-Transfers akquiriert. Beide könnten das dritte Verteidiger-Paar bilden, während Jake Walman (30) in der zweiten Formation neben Connor Murphy (33) spielt. Mattias Ekholm (36) und Evan Bouchard (26) dürften als Top-Tandem gesetzt bleiben.
Es wird aber ohnehin nicht nur an den Verteidigern liegen, um die achtschlechteste Vorjahres-Defensive (3,23 Gegentore/Spiel, 25.) zu stärken. Edmonton muss als Mannschaft besser defensiv spielen. Die Hoffnungen ruhen deshalb besonders auf dem neuen System von Babcock.
5. Wer hilft Draisaitl und McDavid?
McDavid und Draisaitl können im Alleingang Spiele entscheiden, doch braucht dieses Elite-Duo mehr Unterstützung aus den hinteren Reihen. McDavid (48 Treffer) und Draisaitl (35) sorgten für fast ein Drittel (29,4 Prozent) aller Oilers-Tore (282) in der Saison 2025/26. Die torgefährlichsten sieben Stürmer - McDavid (48 Tore), Draisaitl (35), Zach Hyman (31), Jack Roslovic (21, jetzt Toronto Maple Leafs), Ryan Nugent-Hopkins (20), Vasily Podkolzin (19) und Matthew Savoie (18) - zeichneten zusammen für 192 Treffer verantwortlich, also für etwas mehr als zwei Drittel (68,1 Prozent) aller Tore.
Zieht man die Beiträge von Offensivverteidiger Evan Bouchard (21 Tore) ab, wird es noch deutlicher. Edmonton braucht dringend mehr Secondary Scoring, um gerade in den Playoffs schwerer ausrechenbar zu sein. Bekanntlich gewinnt nicht der beste Spieler den Stanley Cup, sondern die beste Mannschaft.