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Die NHL Free Agency 2026 beginnt am 1. Juli. Ab diesem Zeitpunkt dürfen vertragslose Spieler mit allen Teams verhandeln und neue Verträge unterschreiben. NHL.com/de wirft einen Blick auf die größten Baustellen aller 32 Mannschaften.

In dieser Ausgabe: Pacific Division

Anaheim Ducks

Gleich in ihrer ersten Saison unter Trainer Joel Quenneville haben die Ducks die Rückkehr in die Stanley Cup Playoffs geschafft und dort mit einem Erfolg in der Auftaktrunde gegen die Edmonton Oilers für einen Paukenschlag gesorgt. Nun sollen weitere Schritte nach vorne folgen. Dafür sind weise Personalentscheidungen notwendig. Zunächst muss General Manager Pat Verbeek die Vertragsverlängerungen mit den Jungstars Leo Carlsson, Cutter Gauthier und Pavel Mintyukov hinbekommen. Als Restricted Free Agents erwarten sie eine satte Gehaltserhöhung. Das dürfte das verfügbare Budget für neues Personal schmelzen lassen. Trotzdem braucht Anaheim noch Verstärkungen, wenn das Team in der Division wieder vorne mitmischen will. Leute für mehr Secondary Scoring und ein Backup für Torwart Lukas Dostal stehen ganz oben auf der Prioritätenliste.

ANA@VGK, GM 2: Carlsson chippt einen Querpass von Terry ins Tor

Calgary Flames

Die Flames befinden sich im Neuaufbau. Das Aussehen der Mannschaft wird sich auch zur neuen Saison auf vielen Feldern verändern. Acht Spieler testen voraussichtlich als Unrestricted Free Agents den Markt. Auf der anderen Seite sicherten sich die Flames sage und schreibe 14 Draftpicks in den ersten zwei Runden für die Ausgaben von 2026 bis 2028. Diese Gemengelage bedeutet, dass die Klubverantwortlichen in der Free Agency die Fühler vor allem nach Veteranen ausstrecken werden, die dem jungen Kader mit ihrer Erfahrung die nötige Struktur verleihen.

Edmonton Oilers

Die Ausgangslage für General Manager Stan Bowman ist klar: Er muss um die Superstars Connor McDavid und Leon Draisaitl ein Team bauen, das fähig ist, den Stanley Cup zu gewinnen. Dafür benötigen die Oilers in erster Linie einen mit allen Wassern gewaschenen Goalie, der zusammen mit Tristan Jarry ein erfolgreiches Tandem bildet. Sergei Bobrovsky und Frederik Andersen sind zwei Torleute, die bestens ins Profil passen. Für die Defensive und die Offensive sind ebenfalls Upgrades erforderlich. Neben einem verlässlichen Flügelstürmer für die Top 6 im Angriff werden Verteidiger und Stürmer mit Zweikampfstärke gesucht. Daran mangelte es in den vergangenen Jahren in Edmonton ganz besonders. Ob sie unter den zur Auswahl stehenden Free Agents zu finden sind, bleibt abzuwarten. Möglicherweise werden die Oilers versuchen, ihren Bedarf durch Trades zu decken.

Eine dramatische Einstellung von Leon Draisaitls zweiten Tor in Spiel 5

Los Angeles Kings

Nach dem Karriereende von Kapitän Anze Kopitar hat sich bei den Kings eine gewaltige Lücke in der Sturmmitte der Topreihe aufgetan, die es zu schließen gilt. Allerdings sind Top-Center in der aktuellen Free-Agent-Klasse dünn gesät. Eine interne Alternative wäre sicherlich Quinton Byfield. Doch ob er diese Last mit seinen 23 Jahren schon tragen kann, ist ungewiss. Für die Kadertiefe auf den Außenpositionen werden ebenfalls neue Spieler gesucht. Darüber hinaus hat General Manager Ken Holland verkündet, dass er sich in der Offseason nach agilen Verteidigern umsehen möchte.

San Jose Sharks

Die blaue Linie ist die größte Baustelle der Sharks. Das liegt darin begründet, dass mit Mario Ferraro, John Klingberg, Nick Leddy und Vincent Desharnais gleich vier ausgebuffte Fachmänner aus der Defensive ohne Anschlussvertrag dastehen und sich wohl einen neuen Arbeitgeber suchen. Zwei, idealerweise sogar drei Verteidiger mit NHL-Erfahrung brauchen die Sharks auf jeden Fall noch, wenn sie nächste Saison in den Kampf um einen Playoff-Spot eingreifen wollen. Zumal auch noch die Einigung mit den Restricted Free Agents Michael Kesselring und Shakir Mukhamadullin aussteht. Kaum Handlungsbedarf besteht dagegen für die Abteilung Attacke.

Seattle Kraken

Flügelstürmer, am besten ausgestattet mit einem ausgeprägten Scoring-Touch, gelten als Hauptziel der Kraken auf dem Spielermarkt. Trotz der Verlängerung mit Bobby McMann ist das Team in dieser Hinsicht nicht ausreichend bestückt, um höhere Ansprüche im Playoff-Rennen stellen zu können. Die jungen Center Matty Beniers und Shane Wright benötigen produktive Nebenleute, damit sie sich weiterentwickeln. Gerne würden die Kraken für ihr Publikum auch jemand mit Star-Aura verpflichten. Aber dafür bietet die Free Agency kaum mehr passende Namen, zumindest bei den Feldspielern. Für einen Akteur aus dem obersten Regal müsste Seattle von daher einen Trade einfädeln.

NJD@SEA: Beniers zur Führung im 3. in seinem Jubiläumsspiel

Vancouver Canucks

Rein zahlenmäßig ist die Defensive der Canucks ausreichend bestückt. Der Haken an der Sache, mit Elias Pettersson (22 Jahre), Zeev Buium (20) und Tom Willander (21) sind drei der sechs Verteidiger, die für 2026/27 ein Arbeitspapier in Händen halten, noch recht jung. Ein oder zwei gestandene Abwehrrecken würden dem Kader guttun. Ferner plant die sportliche Leitung dem Vernehmen nach die Verpflichtung eines defensiv orientierten Centers als zentralen Baustein für das Penalty Killing. Grundsätzlich ist Vancouver vorne gut aufgestellt, trotz des wahrscheinlichen Weggangs von Evander Kane und Teddy Blueger. Für beide ließe sich in der Free Agency gleichwertiger Ersatz finden.

Vegas Golden Knights

Bei den Golden Knights laufen zahlreiche Verträge von etablierten Rollenspielern aus. Im Angriff trifft dies auf dies Brandon Saad, Colton Sissons, Reilly Smith und Cole Smith und in der Verteidigung auf Ben Hutton, Jeremy Lauzon und Rasmus Andersson zu. Für sie gleichwertigen Ersatz zu finden, ist die vornehmliche Aufgabe, der sich General Manager Kelly McCrimmon widmen muss. Gesprächsbedarf mit ihm hat auch der Schweizer Torwart Akira Schmid. Nachdem er zu Anfang der Saison den verletzten Adin Hill hervorragend vertrat, musste er sich nach dessen Rückkehr und der Aktivierung von Carter Hart im Dezember häufig mit der Rolle als Nummer 3 begnügen. Schmid wartet nun auf eine klare Ansage von der Klubleitung, ob sie weiterhin mit ihm plant. Falls ja, müssten sie den Restricted Free Agent mit einem besser dotierten Kontrakt ausstatten. Falls nein, wäre der gebürtige Berner ein interessanter Trade-Kandidat.

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