Andersen-Trocheck Split 6-26

Die NHL Free Agency 2026 beginnt am 1. Juli. Ab diesem Zeitpunkt dürfen vertragslose Spieler mit allen Teams verhandeln und neue Verträge unterschreiben. NHL.com/de wirft einen Blick auf die größten Baustellen aller 32 Mannschaften.

In dieser Ausgabe: Metropolitan Division 

Carolina Hurricanes

Die Hurricanes haben mit dem Triumph im Stanley Cup vor wenigen Wochen eindrucksvoll bewiesen, dass ihr Kader zu den komplettesten der Liga gehört. Entsprechend überschaubar fällt der Handlungsbedarf in der anstehenden Free Agency 2026 aus. Oberste Priorität genießt ein langfristiger Vertrag für Verteidiger Alexander Nikishin (RFA), der ein wichtiger Bestandteil der Zukunft werden soll. Darüber hinaus besitzt General Manager Eric Tulsky dank finanzieller Flexibilität und mehrerer Erstrunden-Picks genügend Möglichkeiten, den Kader punktuell zu verstärken. Denkbar wäre vor allem ein erfahrener Torwart als Ersatz für den vertragslosen Frederik Andersen (UFA) oder ein weiterer Top-Spieler per Trade, falls sich eine Gelegenheit ergibt. Große Veränderungen sind allerdings nicht notwendig.

VGK@CAR: Golden Knights scheitern mit Challenge wegen fehlender Torwartbehinderung

Columbus Blue Jackets

Die Blue Jackets haben den angestrebten Einzug in die Stanley Cup Playoffs nach einem starken Saisonverlauf auf den letzten Metern der regulären Saison 2025/26 noch aus der Hand gegeben und stehen nun vor einem richtungsweisenden Sommer. Trainer Rick Bowness kündigte bereits an, die Mentalität der Mannschaft verändern zu wollen. Dafür braucht es aber auch Verstärkungen im Kader. Mit mehr als 30 Millionen US-Dollar an verfügbarem Salary Cap besitzen die Blue Jackets hervorragende Voraussetzungen, um auf dem Free-Agent- oder Trade-Markt aktiv zu werden. Vor allem zusätzliche Offensivqualität ist gefragt. Parallel sollen die jungen Leistungsträger Adam Fantilli, Cole Sillinger und Torwart Jet Greaves langfristig an den Klub gebunden werden.

New Jersey Devils

Die Devils verfügen weiterhin über einen talentierten Kern um Jack Hughes und Nico Hischier (Vertrag bis Sommer 2027). Dennoch stehen einige wichtige Entscheidungen an. Die größte betrifft Kapitän Hischier, dessen angedachte vorzeitige Vertragsverlängerung möglichst noch vor Beginn der Saison 2026/27 abgeschlossen werden soll, um Planungssicherheit zu erhalten. Ebenso könnte New Jersey auf der Torhüterposition nach einer langfristigen Lösung suchen, weil Jacob Markstrom (36 Jahre) und Jake Allen (35 Jahre) inzwischen im fortgeschrittenen Alter sind. Nach dem Abgang von Verteidiger Simon Nemec zu den Calgary Flames hat sich in der Abwehr neuer Handlungsbedarf aufgetan. Sollte General Manager Sunny Mehta auf dem Transfermarkt aktiv werden, dürfte aber in erster Linie ein verlässlicher Stamm-Goalie ganz oben auf seiner Wunschliste stehen.

OTT@NJD: Hischier verwertet das Powerplay in der Verlängerung

New York Islanders

Bei den Islanders dreht sich vieles um die Offensive. Hinter Bo Horvat und Mathew Barzal fehlt es an ausreichend Torgefahr, weshalb zusätzliche Qualität für die Top 6 dringend benötigt wird. Gleichzeitig könnte mit Kapitän Anders Lee eine langjährige Identifikationsfigur den Verein verlassen. Selbst wenn seine Rolle auf dem Eis zuletzt kleiner geworden ist, wäre sein Abgang sportlich und menschlich ein Verlust. Hoffnung macht dagegen Ausnahmetalent Matthew Schaefer, das schon bald eine noch bedeutendere Rolle als jetzt schon in der Defensive einnehmen könnte. Insgesamt benötigen die Islanders mehr Kreativität und Abschlussstärke, um wieder ernsthaft um einen Playoff-Platz mitzuspielen.

New York Rangers

Nach einer enttäuschenden Saison stehen die Rangers vor einer Fortsetzung des zuletzt begonnenen Umbruchs. Die Klubführung kündigte bereits während der Spielzeit ein „Retooling“ an, das nun mit konkreten Personalentscheidungen umgesetzt werden muss. Mehrere erfahrene Spieler wie Vincent Trocheck, Kapitän J.T. Miller oder sogar Mika Zibanejad gelten als mögliche Trade-Kandidaten. Gleichzeitig braucht die Defensive dringend mehr Mobilität und bessere Spieleröffnung, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden. Auch über die Zukunft von Braden Schneider wird diskutiert. New York besitzt ausreichend finanziellen Spielraum, um den Kader gezielt umzubauen und wieder näher an die Spitzengruppe der Eastern Conference heranzuführen.

NYR@WSH: Trocheck trifft und erzielt seinen 600. NHL-Punkt

Philadelphia Flyers

Die Flyers haben mit Matvei Michkov, Trevor Zegras und weiteren jungen Spielern ein vielversprechendes Fundament geschaffen. Dennoch fehlt der Mannschaft weiterhin ein echter Top-Center oder Elite-Torjäger, der die Offensive konstant tragen kann. Vorrang besitzen zunächst neue Verträge für Zegras und Jamie Drysdale, die langfristig wichtige Bausteine des Teams sein sollen. Gleichzeitig wird erwartet, dass General Manager Daniel Briere den Markt nach einem hochkarätigen Angreifer sondiert. Defensiv präsentiert sich Philadelphia bereits stabil, doch mit zusätzlicher Durchschlagskraft im Angriff könnte der nächste Entwicklungsschritt Richtung Spitzengruppe gelingen.

Pittsburgh Penguins

Die Penguins versuchen den schwierigen Spagat zwischen Konkurrenzfähigkeit und Verjüngung des Kaders. Sidney Crosby und Evgeni Malkin bilden zwar noch immer das Herzstück der Mannschaft, doch General Manager Kyle Dubas möchte den Altersdurchschnitt schrittweise senken. Deshalb könnten erfahrene Spieler wie Bryan Rust, Rickard Rakell oder Erik Karlsson zum Thema auf dem Transfermarkt werden. Zugleich zählt die Defensive nach einer durchwachsenen Saison zu den größten Baustellen. Dank reichlich Cap Space und zahlreicher Draft-Picks besitzt Pittsburgh jedoch gute Möglichkeiten, sowohl in der Free Agency als auch per Trade gezielt nach Verstärkungen zu suchen.

PIT@PHI, Sp4: Crosby trifft im Powerplay nach dem Bully

Washington Capitals

Die Capitals dürften zu den aktivsten Teams der diesjährigen Free Agency gehören. Mit der Verpflichtung von Alex Tuch (Buffalo Sabres) und Jordan Kyrou (St. Louis Blues) haben sie in den vergangenen Tagen auf dem Transfermarkt schon entsprechende Duftmarken gesetzt. Mit viel verfügbarem Salary Cap und zusätzlichem Draft-Kapital besitzen sie beste Voraussetzungen, um einen hochkarätigen Spieler per Trade oder auf dem freien Markt zu verpflichten. Gleichzeitig wartet die Organisation auf die Entscheidung von Alex Ovechkin, der entweder noch einmal für Washington auflaufen oder seine außergewöhnliche Karriere beenden könnte. Auch eine Rückkehr des erfahrenen Verteidigers John Carlson (Anaheim Ducks) erscheint nicht ausgeschlossen. Der Kern der Mannschaft erscheint stark genug, um einen Angriff auf den Stanley Cup zu starten – nun soll die Offseason die letzten fehlenden Puzzleteile liefern.

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