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Timo Meier geht in Richtung Stanley Cup Playoffs

Person of Interest: Der Schweizer Stürmer ist mit den San Jose Sharks auf dem besten Weg

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

In der Rubrik "Person of Interest" widmet NHL.com/de jeden Dienstag einem Spieler oder einer anderen Persönlichkeit aus der NHL-Familie eine Story abseits des aktuellen Tagesgeschehens.

In dieser Ausgabe: Timo Meier (San Jose Sharks)

Spricht man über Schweizer Spieler in der NHL, fallen oft zuerst die Namen Roman Josi, Nico Hischier und Nino Niederreiter. Wirft man einen Blick auf die Saison-Statistiken der Eidgenossen, liegt jedoch ein anderer Athlet aus der Alpenrepublik vorne, Timo Meier.

Für Meier und die San Jose Sharks könnte die Saison kaum besser laufen. Die Sharks liegen mit 67 Punkten (30-16-7) auf dem zweiten Platz der Pacific Division und dem dritten Platz der Western Conference. Nach der Pause rund um das All-Star-Wochenende und der vorgeschriebenen spielfreien Zeit, stand der junge Schweizer Stürmer NHL.com/de exklusiv zum Interview zur Verfügung.

Video: SJS@FLA: Meier überwindet Luongo zum Ende der Flaute

"Für uns kam die Pause zu einem guten Zeitpunkt", zeigte sich Meier froh über die Möglichkeit zur Erholung. "Wir hatten einen strengen Zeitplan, vor allem mit den vier Auswärtsspielen vor der Pause. Deshalb war das ein guter Zeitpunkt und da muss man die Pause richtig nutzen, damit man dann wieder bereit ist, wenn es wieder losgeht."

Im ersten Spiel schien das Team die Zeit gut genutzt zu haben, sie gewannen zuhause gegen die Arizona Coyotes mit 3:2 nach Verlängerung. Meier steuerte einen Assist zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung bei und punktete im vierten Spiel in Folge. Während dieser Serie (ein Tor, fünf Assists) beendete er eine Torflaute von 17 Spielen. Zuvor hatte er in 30 Spielen 18 Tore erzielt und war hinter Kapitän Joe Pavelski der zweitbeste Torjäger der Sharks gewesen.

 

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"Ich denke es gibt einfach immer jene Momente, wo das Ding einfach nicht reingeht. Das war einfach so", erklärte Meier die Durststrecke. "Ich richtete meinen Fokus auf die Mannschaft, ich wollte dem Team helfen."

Das funktionierte auch! Meier sammelte in den 17 torlosen Spielen zehn Assists. Der 22-Jährige lobte im Interview ausdrücklich die Bedeutung erfahrener Führungsspieler, wie Joe Thornton, Joe Pavelski und Erik Karlsson.

"Es hilft natürlich immer, wenn man Spieler mit Erfahrung hat", wies er auf deren Rolle als mentale Unterstützung hin. "Als junger Spieler muss man solche Erfahrungen aber einfach durchmachen, das ist Teil der Entwicklung. Man muss Wege finden, wie man dem Team hilft, auch wenn man keine Tore schießt. Das war für mich ein Lernprozess. Wie gesagt, ich versuche immer meinen Fokus auf die Mannschaft zu richten und alles dafür zu geben, dass wir erfolgreich sind."

Meier hat seinen Bestwert von 36 Punkten aus der Vorsaison nach 50 Spielen mit 47 Zählern (19 Tore, 28 Assists) bereits übertroffen. Sein persönlicher Rekord von 21 Toren ist in Reichweite. Es scheint beinahe sicher, dass auch diese Marke bald fallen wird, vor allem weil sich seine Form jener vom Saisonbeginn nähert.

Video: DAL@SJS: Meier bringt die Sharks in Führung

Meiers Leistungen sind unbestritten beeindruckend. Er ist nicht nur auf dem besten Weg persönliche Rekorde zu brechen, in Anbetracht seines Torinstinkts wackelt auch eine Schweizer Bestmarke. Nino Niederreiter, der vor kurzem von den Minnesota Wild zu den Carolina Hurricanes abgegeben wurde, hält mit 25 Treffern den Rekord für die meisten Saisontore eines Eidgenossen. Meier hat also noch 32 Spiele Zeit, um mit ihm gleichzuziehen.

"Ich schaue da nicht so weit voraus", gab sich der Herisauer dennoch bescheiden. "Man muss sich einfach auf die nächsten Spiele konzentrieren, nicht auf die Punkte. Wenn man einfach den Fokus darauf hat, immer besser zu spielen und dem Team zu helfen, dann kommt alles andere automatisch mit dem Erfolg der Mannschaft."

 

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Die Aussage zum mannschaftsdienlichen Spiel scheint sich zu bewahrheiten. Die Sharks gewannen seit Neujahr neun von zwölf Partien (9-3-0) und sind auf dem besten Weg, sich einen Platz für die Stanley Cup Playoffs zu ergattern. Der Vorsprung auf die Colorado Avalanche, dem besten Team außerhalb der Playoffränge, beträgt 15 Punkte, der Vorsprung gegenüber den Vancouver Canucks auf Divisionsplatz vier 13 Punkte.

Video: NJD@SJS: Meier zieht alleine los und trifft

"Wir müssen einfach das machen, was wir vor der Pause gemacht haben", mahnte Meier. Im Februar liegen einige schwierige Gegner vor den Sharks, darunter Auswärtsspiele bei den Winnipeg Jets und den Calgary Flames. "Wir waren auch gegen starke Mannschaften erfolgreich. Wir brauchen konstante Defensivarbeit und müssen das Spiel für Spiel bringen. In der Offensive haben wir dann Spieler, die in der Lage sind, Tore zu schießen. Wir müssen unserem Spiel treu bleiben, dann werden wir auch Erfolg haben."

Für Meier ist eine gute Saison nicht nur aus sportlicher Sicht wichtig, für ihn geht es auch um seine Zukunft. Im Sommer läuft sein Einstiegsvertrag ab und er kann zu einem Restricted Free Agent werden. Mit seinen starken Leistungen und einer Rolle als Leistungsträger in einer erfolgreichen Saison für die Sharks, stärkt er gewaltig seine Verhandlungsposition.

"Ich persönlich beschäftige mich noch nicht wirklich damit", scheint Meier das Thema entspannt zu sehen. "Ich bin so eingestellt, dass ich einfach gut spielen und den Mannschaftserfolg in den Vordergrund stellen will. Über diese Vertragssachen denke ich nicht viel nach. Darum kümmern sich dann meine Agenten. Ich muss mich voll darauf konzentrieren die Leistung auf dem Eis zu bringen."

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