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Mit neuem Trainer für zukünftige Erfolge

Analyse der Rangers: David Quinn soll junge Talente heranführen, um eine neue Mannschaft aufzubauen

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Nachdem die Washington Capitals zum Stanley-Cup-Champion 2017/18 gekrönt wurden, der NHL Draft 2018 und die geschäftige Phase der Free Agency hinter uns liegen, wird NHL.com/de alle 31 Teams zu diesem Zeitpunkt der Offseason bewerten. Von den wichtigsten Ergänzungen bis hin zu den neuen Perspektivspielern und vielem mehr, werden wir den Zustand jeder Organisation analysieren.

Heute: New York Rangers

 

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Als die New York Rangers zum Ende der abgelaufenen Saison in einer Stellungnahme am 8. Februar den Kampf um die Playoffs abhakten, einen Neuaufbau ausriefen und vor der NHL Trade Deadline 2018 die Stürmer Rick Nash, J.T. Miller, Michael Grabner und Verteidiger Ryan McDonagh, ihren Kapitän, abgaben und damit Taten folgen ließen, wurde erwartet, dass das Management im Rahmen der Free Agency wieder aufrüsten würde, nachdem das Team schließlich mit lediglich 77 Punkten den letzten Platz in der Metropolitan Division einnahm.

Etwas mehr als drei Wochen nach dem Beginn des neuen Vertragsjahres zum Beginn des Monats Juli wird deutlich, dass es die Rangers mit dem kompletten Neuaufbau ernst meinen und sich mindestens für eine weitere Spielzeit aus dem Favoritenkreis der NHL verabschieden. Fast 20 Millionen freier Capspace steht ihnen laut capfriendly.com derzeit zur Verfügung, den sie bisher nicht investiert haben.

Im zum Saisonstart 2018/19 zu erwartenden Kader werden mindestens sechs Spieler, die erst 25 Jahre alt sind oder jünger sind, stehen. Verteidiger Brady Skjei, der nach dem Weggang von McDonagh möglicherweise im Top-Verteidigerpaar neben Kevin Shattenkirk auflaufen wird, sieht dadurch keinen Nachteil, sondern eher eine Gefahr für die Gegner.

Video: MTL@NYR: Skjei trifft Schlittschuh des Verteidigers

"Ich denke viele Mannschaften werden uns ansehen und glauben, dass wir ein bisschen unerfahren sind", betonte er. "Und ich denke, das wird uns in gewisser Weise helfen."

Die größte Verpflichtung tätigten die Rangers hinter der Bande und ersetzten ihren Trainer Alain Vigneault, der sie in seinen ersten vier Jahren jeweils in die Stanley Cup Playoffs und im Jahr 2014 in das Stanley Cup Finale führte, am 23. Mai durch den in der NHL unerfahrenen David Quinn. Er soll die jungen Spieler an das Niveau heranführen und die Mannschaft neu formen.

Dabei soll vor allem auf den Nachwuchs gesetzt werden, denn der 25- jährige Verteidiger Fredrik Claesson von den Ottawa Senators ist die einzige namhafte Verpflichtung am 1. Juli gewesen.

Verträge erhielten im Mai außerdem der 23-jährige Stürmer Michael Lindqvist, der zuletzt beim Farjestad BK in Schweden aktiv war und der 22-jährige Stürmer Ville Meskanen, der bei Ilves in der finnischen Topliga unter Vertrag stand. Beide werden um einen Platz im Team von Quinn kämpfen.

Außerdem hatten die Rangers durch ihre getätigten Trades im Frühjahr gleich drei Züge in der ersten Runde des NHL Draft 2018, die sie für Stürmer Vitali Kravtsov (Nr. 9) sowie die Verteidiger K'Andre Miller (Nr. 22) und Nils Lundkvist (Nr. 28) nutzten. Alle drei sind aber wohl als mittelfristige Zukunftsperspektive zu sehen.

In den Startlöchern steht weiterhin Lias Andersson, den die Rangers im NHL Draft 2017 an insgesamt 7. Stelle gewählt hatten und für einen längeren Einsatz in der NHL bereit sein dürfte. Der 19-jährige Stürmer hatte bereits sieben Einsätze zum Saisonende, in denen er ein Tor und eine Vorlage markieren konnte.

Ein Kandidat für die Top-6-Stürmer dürfte Filip Chytil sein, der ebenfalls in 2017 an insgesamt 21. Stelle an die Rangers ging. Der 18-Jährige wurde zum Ende der Saison in neun Partien getestet und verbuchte drei Punkte (ein Tor, zwei Assists).

Diese Talente in das Team einzubauen und zu Champions zu formen, wird die Aufgabe von Quinn sein, der in den letzten Jahren erfolgreich für die Boston University Spieler zu Profis geformt hat.

 

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Mit den Stürmern Chris Kreider, Mika Zibanejad, Pavel Buchnevich, Vladislav Namestnikov, Mats Zuccarello, den Verteidigern Kevin Shattenkirk und Marc Staal sowie nicht zu vergessen Torhüter Henrik Lundqvist hat er zusätzlich genug Potenzial, um zumindest wettbewerbsfähig zu sein. Aber das Umfeld muss geduldig sein und gerade den jungen Spielern die erforderliche Zeit lassen, um sich zu entwickeln.

"Ich möchte nicht den Begriff Neuaufbau verwenden, aber wir haben definitiv einige neue Spieler, die dazukommen und die Jungs werden sich in verschiedenen Situationen steigern müssen, aber es wird ein gutes Jahr für uns werden", ist Skjei überzeugt. 

"Alle Jungen haben die Chance ihren Mann zu stehen. Wir haben viele Jungs, die sich dieses Jahr beweisen können und ich freue mich darauf."

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