Die reguläre Saison ist vorüber, die spannendste Zeit des Jahres beginnt. 16 Teams kämpfen in den Stanley Cup Playoffs um die Meisterschaft. Bereits am morgigen Samstag startet die Erste Runde.
NHL.com/de blickt auf die spannenden Geschichten rund um die Playoffs.
Marco Sturm als erster Deutscher Trainer in den Playoffs
Was für eine starke Debüt-Saison. Nachdem die Boston Bruins vergangene Saison erstmals seit 2016 die Playoffs verpasst haben, ist mit Marco Sturm zum Neustart ausgerufen worden. Der 47-Jährige wurde zum ersten deutschen Cheftrainer in der NHL und führte die Bruins auf Anhieb in die Playoffs. Bedeutet: Wenn am Sonntag (7:30 p.m. ET; Montag, 1:30 Uhr MESZ) Spiel 1 bei den Buffalo Sabres ansteht, wird mit Sturm erstmals ein deutscher Cheftrainer in den Playoffs hinter der Bande stehen.
„Ich denke, uns erwartet mit Boston gegen Buffalo ein gutes Matchup. Das wird großartig“, sagt Sturm. „Wir sind hungrig darauf, sie zu schlagen. Wir sind bereit.“ Das öffentliche Interesse ist ihm bewusst: „Die Menschen schauen sich gerne Buffalo an, die Menschen schauen sich auch gerne Boston an. Daher sieht man die Spiele so oft auf ESPN und TNT. Es ist großartig für die Liga, großartig für uns und großartig für Buffalo, diese Spiele zu haben.“
Und sicherlich auch großartig für das deutsche Eishockey.
Comeback von Draisaitl steht bevor - aber wann?
In den vergangenen zwei Jahren sind die Edmonton Oilers Stanley Cup Final an den Florida Panthers gescheitert. Diesmal sind die Panthers in der K.o.-Phase gar nicht dabei, die Oilers schon - möglicherweise ein gutes Omen? Die Oilers treffen in der Ersten Runde auf die Anaheim Ducks. Spiel 1 findet am Montag (10 p.m.; Dienstag 4 Uhr MESZ) in Edmonton statt.
Offen ist, wann Leon Draisaitl in die Serie eingreift. Der Deutsche bestritt sein letztes Saisonspiel am 14. März und laboriert seitdem an einer Unterkörperverletzung. Trainer Kris Knoblauch wollte noch nicht festlegen, wann Draisaitl auf das Eis zurückkehrt. Dies könne theoretisch in „Spiel 1, Spiel 4 oder auch Spiel 5“ sein - eine genaue Prognose sei nicht möglich.
Ebenfalls offen ist, welche Folgen die Verletzungspause für Draisaitl haben wird. Braucht er mehrere Spiele, um seinen Rhythmus zu finden? Oder aber - und das könnte die Hoffnung der Oilers sein - tat ihm die Pause sogar gut, um in den Playoffs voll durchzustarten?
Beenden die Kings als Außenseiter den „Erstrunden-Fluch“?
In den vergangenen vier Spielzeiten sind die Los Angeles Kings stets in der Ersten Runde der Playoffs gescheitert - immer an den Oilers. Endet diese Misere nun? Der Gegner sind diesmal zwar nicht die Oilers. Doch mit der Colorado Avalanche wartet das beste Team der regulären Saison. In der laufenden Saison trafen die beiden Mannschaften dreimal aufeinander. Jedes Mal setzte sich Colorado durch. Die Kings gehen als Außenseiter in das Duell.
„Für uns spielt das keine Rolle“, sagt Kings-Coach D.J. Smith. „Egal gegen wen wir gespielt hätten, wir wären der Außenseiter gewesen und wären sozusagen von hinten gekommen. Wir spielen gut. Wir wissen, dass es Phasen geben wird, in denen sie richtig, richtig stark sind. Aber wir müssen das erkennen und diese Momente gut managen. Wir haben hier auch einige Spieler, die gut in Form sind, also werden wir sehen, was passiert.“
Der Schweizer Kevin Fiala fehlt verletzungsbedingt seit den Olympischen Winterspielen, konnte aber mittlerweile leichtes Skating-Training aufnehmen.
Peterka spielt mit Utah Mammoth die ersten Playoffs
JJ Peterka blickt genauso wie die komplette Franchise der Utah Mammoth den ersten Playoffs entgegen. Die Vegas Golden Knights werden der Gegner sein. Peterka setzt darauf, dass Utah mit seinem Tempospiel jedem Kontrahenten Probleme bereiten kann. „Ich glaube, kein Team kann uns stoppen, wenn wir in diesem Tempo spielen“, sagt er. „Wir sind ein bisschen der Außenseiter. Aber wir werden versuchen, die großen Teams zu stoppen.“
Tatsächlich hat Utah allen Grund, dem Duell mit Vegas selbstbewusst entgegenzublicken. Dreimal trafen die beiden Teams in der laufenden Spielzeit aufeinander, zweimal gewann Utah. Dies waren auch noch die letzten beiden Aufeinandertreffen, die mit 5:1 und 4:0 sehr deutlich gewonnen wurden.
Peterka blieb in den drei Spielen gegen Vegas zwar punktlos. Aber dies könnte er nun in den Playoffs nachholen.
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Schmid hofft auf Playoff-Einsatz für Vegas
Peterka könnte möglicherweise Torschüsse auf Akira Schmid abgeben, der in der laufenden Saison 34 Spiele für Vegas absolvierte.
Der Schweizer kam allerdings seit dem 21. März nicht mehr zum Einsatz. In der vergangenen Saison wurde Schmid einmal für Vegas in den Playoffs eingesetzt. Insgesamt bringt der 25-Jährige die Erfahrung aus zehn Playoff-Spielen mit.
Was für ihn sprechen könnte? Er ist in den Playoffs meist stabiler als in der regulären Saison. Beträgt seine Save-Quote in der regulären Saison über die gesamte Karriere 89,8 Prozent, sind es in den Playoffs starke 92,4 Prozent.






















