Spitzenklasse vom ersten bis zum letzten Tag
Aufgrund ihrer guten Bilanz unter Brind'Amour gingen die Hurricanes als einer der Playoff-Favoriten in die Saison. Am 9. Oktober gewannen sie ihr Auftaktspiel mit 6:3 gegen die New Jersey Devils. Sie ließen vier weitere Siege folgen. Die starke Form hielten sie die gesamte Saison über und holten am Ende den ersten Platz in der Metropolitan Division und der Eastern Conference. Mit 113 Punkten (53-22-7) waren sie das zweitbeste Team der gesamten NHL.
Das größere Kunststück war aber, dass sie vom ersten Tag der regulären Saison bis zum letzten Tag, 192 Tage lang, immer auf einem Playoff-Platz standen. In so einer langen Saison gelang das zuvor nur neun anderen Mannschaften in der NHL-Geschichte. Sieben dieser neun Teams gewannen daraufhin auch den Stanley Cup.
Der starke Auftritt ließ GM Tulsky zur Trade Deadline ruhig schlafen. Während andere Manager nach Transfers suchten, um ihr Team zu verbessern, vertraute man in Carolina auf die vorhandene Mannschaft. Lediglich ein kleinerer Trade, durch den Nicolas Deslauriers für einen Pick in der siebten Runde kam, wurde durchgeführt.
Konkurrenzlos durch die Playoffs
Dass die Hurricanes gut sind, zeigte bereits die reguläre Saison. In den Playoffs legten sie aber noch einige Prozent drauf, sodass die Ergebnisse der ersten drei Runden einen Klassenunterschied zeigten.
Zum Auftakt ging es gegen Tim Stützle und die Ottawa Senators. Obwohl deren Torwart Linus Ullmark eine absolut erstklassige Serie ablieferte, machte Carolina kurzen Prozess, gewann vier Spiele am Stück und entschied die Serie mit einem Sweep.
In der zweiten Runde war das Schicksal der Philadelphia Flyers kaum besser. Sie kamen zwei Mal in die Verlängerung und schafften es in Spiel 2 der Serie tatsächlich, die Hurricanes erstmals in diesen Playoffs in Rückstand zu bringen. Trotzdem setzte es vier Niederlagen in vier Partien und Carolina fuhr den zweiten Sweep ein. Aufgrund des Tempos, dass die Hurricanes vorlegten, mussten sie nach der zweiten Runde elf Tage warten, bis die anderen Mannschaften ihre Serien ausgetragen hatten, ein Rekord.
Nach dieser langen Pause ging es im Eastern Conference Finale gegen die Montreal Canadiens und im ersten Spiel konnte man tatsächlich erstmals an den Hurricanes zweifeln. Sie unterlagen den Canadiens mit 2:6. Es wurde aber schnell klar, dass das wohl nur der Rost aus der langen Pause war, den das Team abschütteln musste. Die nächsten beiden Spiele gewann Carolina wieder mit einer dominanten Spielweise und einem klaren Übergewicht an Torschüssen und Chancen in der Verlängerung. In Spiel 4 fuhr Torwart Frederik Andersen, der in jedem Playoff-Spiel zwischen den Pfosten stand und überragend spielte, seinen dritten Shutout der Playoffs ein. Am Freitag sorgte Brind'Amours Mannschaft mit einem 6:1 für klare Verhältnisse und löste das Ticket fürs Finale.