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RALEIGH, N.C. – Es gab keinen bestimmten Moment, in dem die Carolina Hurricanes erkannten, dass dies ihr Jahr sein würde – keinen Augenblick, in dem ihnen klar wurde, dass genau diese Mannschaftsformation den endgültigen Durchbruch schaffen würde.

Schließlich hatten sie in zwei der vorangegangenen drei Spielzeiten – und insgesamt dreimal seit der Saison 2018/19 – das Finale der Eastern Conference erreicht. Das Stanley-Cup-Finale blieb ihnen jedoch verwehrt.
Aber dem aktuellen Team ist der Durchmarsch gelungen. Die Hurricanes fegten in der ersten Runde die Ottawa Senators und in der zweiten die Philadelphia Flyers jeweils in vier Spielen vom Eis. Anschließend besiegten sie im Eastern Conference Finale die Montreal Canadiens in fünf Spielen und sicherten sich damit ihre erste Finalteilnahme seit ihrem Titelgewinn im Jahr 2006.

Carolina besiegt Montreal in fünf Spielen und gewinnt die Eastern Conference

„In den letzten acht Jahren hat sich das alles immer weiter aufgebaut“, sagte Verteidiger Jaccob Slavin. „Wir waren schon oft nahe dran und haben an der Tür geklopft. Ich glaube, jetzt haben wir endlich das richtige Personal, die nötige Entschlossenheit und die volle Überzeugung im Team. Denn an unserer Spielweise hat sich in den vergangenen acht Jahren eigentlich nichts Wesentliches geändert. Es war stets dieselbe Hingabe – ergänzt um jene entscheidenden Puzzleteile, die uns nun noch ein Stück besser machen.“

In den diesjährigen Playoffs sehe man etwas, das den Hurricanes in den Jahren zuvor wahrscheinlich gefehlt habe: die absolute Konstanz in allen Bereichen des Spiels – vom Torhüterspiel über die Special Teams bis hin zum Spiel 5-gegen-5. „Diese Beständigkeit zeichnet uns in diesem Jahr aus, und das ist meiner Meinung nach wohl der größte Unterschied“, betonte Slavin.
Dank dieser Konstanz treffen die Hurricanes im Finale auf die Vegas Golden Knights. Spiel 1 findet am Dienstag im Lenovo Center von Raleigh statt (8 p.m. ET; Mi. 2 Uhr MESZ).

CAR@MTL, ECF, GM4: Staal tippt Millers Rückhand-Pass zum 2:0 ins Tor

„Erfolg ist das richtige Wort – es ist sogar ein großartiger Erfolg“, sagte Hurricanes-Kapitän Jordan Staal über das Erreichen dieses Meilensteins. „Doch es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir haben den Moment einen Abend lang genossen – vielleicht auch noch während eines freien Tages –, aber heute Morgen sind wir mit dem klaren Bewusstsein aufgewacht, was uns noch bevorsteht. Und die Herausforderung, die nun vor uns liegt, ist aufregend. Wir freuen uns darauf.“

Die Hurricanes bewältigen all das, was mit dem Einzug ins Finale einhergeht – den Hype, die Anfragen nach Eintrittskarten, das Interesse von Familie und Freunden –, während sie sich gleichzeitig mental und physisch auf die bisher härteste Prüfung vorbereiten. Denn sie benötigen noch vier weitere Siege, um sich den ultimativen Preis zu sichern.

Doch vor allem richtet Carolina den Blick bereits auf Vegas, auf das direkte Duell und darauf, was nötig ist, um ein Team zu bezwingen, das im Verlauf der Playoffs scheinbar immer stärker wird. Die Golden Knights haben zuletzt sechs Spiele in Folge gewonnen und im Finale der Western Conference die Colorado Avalanche – den Gewinner der Presidents’ Trophy – glatt in vier Spielen besiegt.

„Sie stehen nicht ohne Grund dort, wo sie stehen. Man weiß also, dass es ein harter Kampf, eine echte Zermürbungsserie werden wird“, sagte Slavin. „Wenn man ihnen zusieht, erkennt man, dass sie Eishockey genau so spielen, wie es sein sollte: Sie halten ihre Positionen über dem Puck, sie bringen die Scheibe tief ins gegnerische Drittel und üben ein aggressives Forechecking aus.“

Nach Einschätzung von Slavin gibt es Ähnlichkeiten im Spiel beider Mannschaften. „Es wird also darauf ankommen, wer seine Spielweise besser umsetzen kann und wer länger die nötige Intensität aufrechterhält“, erklärte er. „Es wird eine fantastische Serie werden. Eishockey, das Spaß macht – und wir sind glücklich, dabei sein zu dürfen.“

MTL@CAR, ECF, Sp. 5: Gostisbehere versenkt One-Timer in Überzahl

Die Hurricanes freuen sich darauf, am Montag wieder aufs Eis zurückzukehren – für ein letztes Training vor Beginn der Serie –, um zu ihrem gewohnten Spiel zurückzufinden und jenen Stil zu pflegen, der unter Trainer Rod Brind’Amour seit acht Saison das Markenzeichen des Teams bildet. Es ist genau diese Kultur und Spielweise, die sie Saison für Saison konstant in die Riege der Titelanwärter katapultiert hat.

„Das Thema, das wir intern in der Kabine immer wieder besprochen haben, ist die Konstanz – sie ist ein fester Bestandteil unserer Teamkultur. Und genau darauf wollten wir uns weiterhin mit aller Macht konzentrieren. Der entscheidende Unterschied in diesem Jahr liegt wohl schlichtweg in der konsequenteren Umsetzung dieser Vorgabe“, erläuterte Slavin. „Wir glauben an uns selbst. Deshalb gehen wir Abend für Abend aufs Eis und versuchen, Beständigkeit zu zeigen – genau das verschafft uns die Chance auf den Sieg.“

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