Für die Boston Bruins ist es zu schön, um wahr zu sein: Nach nur einem Jahr Abstinenz und trotz eines geplanten Neuaufbaus unter einem neuen Trainer haben sich die Bruins mit einer 100-Punkte-Saison für die Stanley Cup Playoffs 2026 qualifiziert. Dort trifft Boston in der Ersten Runde auf die Buffalo Sabres. Spiel 1 ist am Sonntag um 7:30 p.m. ET (Montag, 1:30 Uhr MESZ). In einer Medienrunde, in der auch NHL.com/de mehrere Fragen einbrachte, sprach der deutsche Headcoach Marco Sturm über seine überraschende, erste Saison, die Rolle von Landsmann und Stürmer Lukas Reichel sowie die Vorfreude und Chancen in den anstehenden Playoffs.
Sturm: „Ich wusste, was Organisation und Fans erwarten“
Nicht einmal Boston selbst hatte sich vor der Saison 2025/26 als Playoff-Team eingeschätzt. Das änderte sich jedoch schnell, denn mit einer 100-Punkte-Saison (45-27-10) gelang die Rückkehr in die Postseason sogar relativ souverän als Vierter in der starken Atlantic Division.
„Ich bin natürlich enorm stolz und glücklich, dass es so gut gelaufen ist“, sagt Sturm. „Die Hoffnung war natürlich, um die Playoffs mitspielen zu können. Dass es mit 100 Punkten klappen würde, hätte ich selbst auch nicht geglaubt. Das freut mich riesig! Nicht nur, weil es mein erstes Jahr als Cheftrainer ist, sondern auch für die Jungs, die die ganze Saison hart gearbeitet haben. Letztendlich haben wir die Playoffs auch zu Recht erreicht.“
Sturm schaffte es in kurzer Zeit ein neues System zu etablieren und die alten Tugenden in Boston, wie defensiv-orientiertes und hartes Hockey, neu zu erfinden.
„Das Entscheidende war, dass ich schonmal hier gespielt habe“, erklärt Sturm. „Das hat geholfen. Ich wusste, was die Organisation und die Fans erwarten. Das wollte ich nochmal klarstellen. Es begann mit meiner ersten Rede und dem ersten Meeting, die sehr direkt und klar waren. Mit (Charlie) McAvoy und Pasta (David Pastrnak) sind noch Spieler da, die das in den letzten Jahren miterlebt haben. Sie haben dazu geholfen. Auch Neuverpflichtungen wie (Tanner) Jeannot haben uns zäher gemacht. Es hat ein, zwei Monate gedauert, aber man hat gemerkt, dass die Jungs sehen, dass es funktioniert. Auch ich habe nicht lockergelassen, denn ich wusste aus meiner Erfahrung als Spieler, dass man Geduld haben muss. Das hat sich ausgezahlt.“























