Aufbruchsstimmung in Utah
Peterka beschreibt die besondere Atmosphäre rund um das Team eindrucksvoll. „Die Fans sind super aufgeregt. Sie haben uns in den Heimspielen die ganze Saison über unglaublich unterstützt. Wenn man mit einigen von ihnen spricht, merkt man sofort, dass sie genau so aufgeregt darüber sind, dass wir die Playoffs erreicht haben, wie wir Spieler es sind. Wir werden zusammen eine tolle Zeit haben.“
Diese Begeisterung speist sich nicht nur aus dem sportlichen Erfolg, sondern auch aus der Perspektive der Organisation. Die Mammoth haben sich in kürzester Zeit als konkurrenzfähiges Team etabliert. Mit gleich sechs 20-Tore-Schützen stellten sie in der Saison 2025/26 eine der ausgeglichensten Offensiven der Liga. Zudem gehört Utah zu einem exklusiven Kreis von NHL-Teams, die in ihren ersten beiden Jahren mehrere Spieler mit jeweils über 100 Scorerpunkten in den Reihen hatten.
Auch die Mischung im Kader stimmt: Neben jungen Leistungsträgern stehen erfahrene Kräfte wie Stanley-Cup-Sieger Ian Cole, Mikhail Sergachev oder Nate Schmidt. Kapitän Clayton Keller führte die Mannschaft als einer der wenigen US-Amerikaner der Neuzeit erstmals in die Playoffs.
„Wir wollen hier etwas aufbauen. Der Kader ist langfristig geplant. Viele junge Spieler stehen noch eine Weile unter Vertrag. Es ist toll, dass wir schon im zweiten Jahr an diesem Standort den Sprung in die Playoffs geschafft haben“, erklärt Peterka.
Peterkas Entwicklung als Schlüssel
Für den 24-jährigen Stürmer selbst ist die aktuelle Situation auch das Resultat einer persönlichen Entwicklung. Erst vor dieser Saison war er von den Buffalo Sabres nach Utah gewechselt – ein Schritt, der zunächst Anpassung erforderte.
„Nach meinem Trade von den Buffalo Sabres habe ich eine Weile gebraucht, mich einzugewöhnen. Das Spielsystem hier war ein anderes. Doch ich habe mich in der Organisation und in der Stadt auf Anhieb sehr wohl gefühlt. Das hat mir die Umstellung am Ende dann doch sehr einfach gemacht.“
Diese Eingewöhnungsphase wich schnell einer konstanten Leistungssteigerung. Am Ende der regulären Saison stand Peterka erneut bei über 20 Treffern (25 Tore und 22 Assists zu 47 Punkten in 82 Hauptrundenspielen) – zum dritten Mal in seiner NHL-Karriere.
„Dass ich am Ende meine dritte Saison mit 20 Toren geschafft habe, zeigt ja, wie wohl ich mich auch hier fühle. Nun endlich auch mal Playoff-Eishockey in der NHL erleben zu dürfen, ist eine tolle Belohnung für mich. Das kannte ich bisher ja nur aus dem Fernsehen.“
Dass Utah als Team so schnell zusammengefunden hat, sieht Peterka als entscheidenden Faktor für den Erfolg: „Wir sind im Laufe der Saison als Team immer besser zusammengewachsen. Das hat uns sehr geholfen.“
Dabei war der Playoff-Einzug keineswegs selbstverständlich. „Ich denke nicht, dass zu Saisonbeginn sehr viele Leute damit gerechnet haben, dass wir es in die Playoffs schaffen können. Ich habe jedoch schon in den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten mit den Jungs gespürt, dass das hier sehr gut passen könnte.“