oly roundup 2 15 26 can sui

Bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 vertreten NHL-Spieler erstmals seit 2014 wieder ihre jeweiligen Nationen. NHL.com/de bietet den Fans täglich eine Zusammenfassung aller Eishockey-Spiele.

Hier sind die Ergebnisse vom 15. Februar:

Schweiz – Tschechien 4:3 n.V.

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Herren hat sich bei den Winterspielen in Italien in ihrem dritten und finalen Vorrundenspiel am Sonntagmittag mit einem dramatischen Erfolg Rang zwei in Gruppe A gesichert. Verteidiger Dean Kukan erzielte beim 4:3 nach Verlängerung gegen Tschechien nach 1:49 Minuten der fälligen Extraschicht den umjubelten Siegtreffer.

Es war der erste Auftritt der Eidgenossen ohne Kevin Fiala. Der Stürmer der Los Angeles Kings musste nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Kanada operiert werden und fällt für den Rest des Turniers aus. Entsprechend emotional ging das Team in die Partie, wie Verteidiger Jonas Siegenthaler betonte: Man spiele füreinander, als Familie.

Diese Haltung war auf dem Eis spürbar. Zwar gerieten die Schweizer im Startdrittel durch Filip Chlapik (16.) nach Vorarbeit von Martin Necas in Rückstand, doch sie antworteten mit Geduld und wachsender Entschlossenheit.

Im zweiten Abschnitt war es Kapitän Roman Josi, der den Bann brach. Sein Vorstoß endete mit einem Abschluss, der noch unglücklich abgefälscht wurde und zum 1:1 (37.) über die Linie trudelte. Kurz vor der Pause legte Timo Meier im Powerplay nach, verwertete einen Abpraller und brachte die Schweiz erstmals in Führung (39., pp). Hinten gab Leonardo Genoni mit starken Paraden die nötige Sicherheit, auch wenn die Tschechen immer wieder gefährlich konterten.

Das Schlussdrittel wurde zum Nerventest. Radim Simek glich aus(47.), ehe Pius Suter fast postwendend das 3:2 (49.) erzielte. Als alles nach einem knappen Sieg in der regulären Spielzeit aussah, traf Necas mit Extra-Angreifer auf dem Eis doch noch zum 3:3 (58.).

In der Overtime aber behielten die Schweizer die Ruhe. Kukan zog auf einem Zwei-gegen-Eins selbst ab und setzte den Puck perfekt ins Eck. Ein Statement-Sieg – und ein wichtiges Zeichen, dass die Schweiz auch ohne Fiala bereit ist für die K.-o.-Runde.

Ähnliches: Schweiz ringt Tschechien nach hartem Kampf nieder

Kanada – Frankreich 10:2

Kanada hat die Vorrunde mit einem echten Ausrufezeichen beendet. Gegen Frankreich setzte sich der Favorit klar mit 10:2 durch. Tabellenmäßig war die Lage zwar schon vorab geklärt – Kanada stand als Sieger der Gruppe A bereits fest, Frankreich als Schlusslicht –, doch es ging um ein wichtiges Detail: die beste Tordifferenz im Vergleich mit den Vereinigte Staaten, um sich für das Viertelfinale die bestmögliche Ausgangsposition zu sichern.

Entsprechend zielstrebig begann der Titelanwärter. Nach 8:41 Minuten arbeitete Tom Wilson die Scheibe hinter dem Tor frei, Drew Doughty zog von der Blauen ab, und Wilson staubte den Rebound ab. Die Antwort folgte jedoch postwendend: Nur 13 Sekunden später glich Floran Douay nach Vorarbeit von Justin Addamo zum 1:1 (9.) aus.

Lange hielt die Freude der Franzosen nicht. 39 Sekunden danach schloss Devon Toews einen Drei-auf-eins-Konter ab, eingeleitet von Sidney Crosby. Kurz vor der ersten Pause sorgte Mark Stone in Unterzahl mit einem starken Solo sogar für das 3:1 (20.).

Im zweiten Abschnitt erhöhte Cale Makar auf Zuspiel von Connor McDavid im Powerplay (33., pp). Richtig deutlich wurde es in der Schlussphase des Drittels: Macklin Celebrini verwandelte einen Penalty eiskalt (38., ps), wenig später profitierte Crosby beim 6:1 von einem abgefälschten Pass.

Auch im dritten Drittel ließ Kanada nicht nach. McDavid traf nach feinem Zuspiel von Celebrini (41.), ehe Sacha Treille verkürzte (42.). Bo Horvat (46.) stellte den alten Abstand rasch wieder her – und Kanada marschierte am Ende durch Brandon Hagel (51.) und abermals Celebrini (52.,pp) zu einem zweistelligen Kantersieg, der auch im Fernduell mit den noch später am Abend spielenden USA ein deutliches Signal sendete.

Die weiteren Spiele des Tages:

Gruppe C:Dänemark - Lettland, 19:10 Uhr

Gruppe C: USA - Deutschland, 21.10 Uhr

Verwandte Inhalte