Roundup final

Bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 vertreten NHL-Spieler erstmals seit 2014 wieder ihre jeweiligen Nationen. NHL.com/de bietet den Fans täglich eine Zusammenfassung aller Eishockey-Spiele.

Hier sind die Ergebnisse vom 15. Februar:

USA – Deutschland 5:1

Die Überraschung im letzten Spiel der Vorrunde blieb in Gruppe C aus. Deutschland verlor gegen die USA mit 1:5. Damit sind die USA Gruppensieger und das zweitbeste Team der Vorrunde hinter Kanada. Deutschland landet auf Platz zwei der Gruppe und spielt in der Qualifikationsrunde gegen Frankreich um einen Platz im Viertelfinale. Der Sieger dieser Partie trifft dann auf die Slowakei.

Im deutschen Tor stand am Sonntag Maximilian Franzreb. Er hielt 32 von 37 Schüssen. Bei den USA hatte Connor Hellebuyck deutlich weniger zu tun. Der Torwart der Winnipeg Jets parierte 23 von 24 Schüssen.

Insgesamt präsentierte sich die deutsche Mannschaft im ersten Drittel äußerst respektabel. Früh im Spiel hatten die USA deutlich mehr vom Spiel, Franzreb bot aber einen äußerst soliden Rückhalt mit starken Paraden. Später im drittel wurde Deutschland immer stärker, setzte die USA in deren Drittel fest und kam zu guten Chancen. Allerdings klingelte es nur neun Sekunden vor der ersten Drittelpause auf der anderen Seite. Zach Werenski hatte am rechten Bullypunkt zu viel Platz und Zeit und jagte den Puck an Franzreb vorbei zum 1:0 in die Maschen.

Im zweiten Drittel wurden die US-Amerikaner wieder stärker und dominierten das Spielgeschehen über weite Strecken. Nach einem ineffektiven Powerplay Deutschlands kamen die US-Boys zu einer Überzahlgelegenheit. Nach einem Schuss von Matthew Tkachuk landete der Puck vor dem Tor auf dem Schläger von Auston Matthews, der im Nachfassen abstaubte (24.). Gegen Ende des Drittels gab es die nächste Enttäuschung für die deutsche Mannschaft. Bei einem Distanzschuss von Brock Faber griff Franzreb daneben und kassierte das 0:3 (38.).

Besser wurde es für Deutschland auch im dritten Drittel nicht mehr. In der 42. Minute jagte Tage Thompson einen Direktschuss von der blauen Linie zum 4:0 ins Tor. Fünf Minuten später fälschte Matthews einen Schuss von Jake Sanderson zum 5:0 ab. Der Ehrentreffer gelang am Ende Tim Stützle. Der Starstürmer der Ottawa Senators zog in der 52. Minute um einen Verteidiger herum und feuerte den Puck unter die Latte.

Ähnliches: Trotz großem Kampf: Deutschland verliert gegen USA

Dänemark – Lettland 4:2

Im vorletzten Spiel der Gruppe C holte Dänemark mit einem 4:2-Erfolg gegen Lettland seinen ersten Sieg des Turniers. Der Held des Spiels war Nick Olesen mit zwei Toren und einem Assist. Im dänischen Tor hatte Frederik Andersen mit 33 Saves einiges zu tun. Sein Gegenüber Arturs Silovs kam auf 17 Saves.

Die Dänen legten einen absoluten Blitzstart hin. Olesen sorgte nach nur 23 Sekunden für die Führung. Mikkel Aagaard baute die Führung aus, als er in der fünften Minute im Powerplay aus dem Slot zum Schuss kam. Auch nach dem zweiten Treffer kam Lettland nicht besser ins Spiel. NHL-Star Nikolaj Ehlers erhöhte für Dänemark in der 17. Minute sogar noch auf 3:0. Erst 16 Sekunden vor der ersten Drittelpause gaben die Letten ein Lebenszeichen von sich, als Kristaps Ziles Schuss von der blauen Linie hinter Andersen einschlug.

Im Mittelabschnitt fand Lettland dann besser zu seinem Spiel. Eduards Tralmaks wurde vor dem Tor mit einem schönen Querpass von Zile bedient und musste nur noch den Schläger zum 2:3 hinhalten (27.). Der Rest des Drittels war durch eine Reihe von Strafen geprägt, die den Spielfluss immer wieder ins Stocken brachten. Es gab Chancen auf beiden Seiten, aber Lettland hatte mehr vom Spiel und bemühte sich um den Ausgleich.

Im Schlussabschnitt machten die Letten früh gewaltig Druck und es wurde oft brenzlig vor dem dänischen Tor, der Ausgleich wollte aber nicht fallen. Fast das gesamte Drittel über rannte Lettland gegen die dänische Defensive an, scheiterte aber immer wieder. Mehr als zwei Minuten vor Ende der Partie nahm Lettland noch Silovs für den sechsten Feldspieler vom Eis und das nutzte Dänemark zum Endstand durch Olesen (58.).

Schweiz – Tschechien 4:3 n.V.

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Herren hat sich bei den Winterspielen in Italien in ihrem dritten und finalen Vorrundenspiel am Sonntagmittag mit einem dramatischen Erfolg Rang zwei in Gruppe A gesichert. Verteidiger Dean Kukan erzielte beim 4:3 nach Verlängerung gegen Tschechien nach 1:49 Minuten der fälligen Extraschicht den umjubelten Siegtreffer.

Es war der erste Auftritt der Eidgenossen ohne Kevin Fiala. Der Stürmer der Los Angeles Kings musste nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Kanada operiert werden und fällt für den Rest des Turniers aus. Entsprechend emotional ging das Team in die Partie, wie Verteidiger Jonas Siegenthaler betonte: Man spiele füreinander, als Familie.

Diese Haltung war auf dem Eis spürbar. Zwar gerieten die Schweizer im Startdrittel durch Filip Chlapik (16.) nach Vorarbeit von Martin Necas in Rückstand, doch sie antworteten mit Geduld und wachsender Entschlossenheit.

Im zweiten Abschnitt war es Kapitän Roman Josi, der den Bann brach. Sein Vorstoß endete mit einem Abschluss, der noch unglücklich abgefälscht wurde und zum 1:1 (37.) über die Linie trudelte. Kurz vor der Pause legte Timo Meier im Powerplay nach, verwertete einen Abpraller und brachte die Schweiz erstmals in Führung (39., pp). Hinten gab Leonardo Genoni mit starken Paraden die nötige Sicherheit, auch wenn die Tschechen immer wieder gefährlich konterten.

Das Schlussdrittel wurde zum Nerventest. Radim Simek glich aus(47.), ehe Pius Suter fast postwendend das 3:2 (49.) erzielte. Als alles nach einem knappen Sieg in der regulären Spielzeit aussah, traf Necas mit Extra-Angreifer auf dem Eis doch noch zum 3:3 (58.).

In der Overtime aber behielten die Schweizer die Ruhe. Kukan zog auf einem Zwei-gegen-Eins selbst ab und setzte den Puck perfekt ins Eck. Ein Statement-Sieg – und ein wichtiges Zeichen, dass die Schweiz auch ohne Fiala bereit ist für die K.-o.-Runde.

Dean Kukan #14 of Team Switzerland celebrates with teammate Jonas Siegenthaler #71 after scoring a goal to win the game while Lukas Dostal #1 of Team Czechia shows dejection in the overtime during the Men's Preliminary Group A match between Switzerland and Czechia on day nine of the Milano Cortina 2026 Winter Olympic games at Milano Santagiulia Ice Hockey Arena on February 15, 2026 in Milan, Italy. (Photo by Bruce Bennett/Getty Images)

Kanada – Frankreich 10:2

Kanada hat die Vorrunde mit einem echten Ausrufezeichen beendet. Gegen Frankreich setzte sich der Favorit klar mit 10:2 durch. Tabellenmäßig war die Lage zwar schon vorab geklärt – Kanada stand als Sieger der Gruppe A bereits fest, Frankreich als Schlusslicht –, doch es ging um ein wichtiges Detail: die beste Tordifferenz im Vergleich mit den Vereinigte Staaten, um sich für das Viertelfinale die bestmögliche Ausgangsposition zu sichern.

Entsprechend zielstrebig begann der Titelanwärter. Nach 8:41 Minuten arbeitete Tom Wilson die Scheibe hinter dem Tor frei, Drew Doughty zog von der Blauen ab, und Wilson staubte den Rebound ab. Die Antwort folgte jedoch postwendend: Nur 13 Sekunden später glich Floran Douay nach Vorarbeit von Justin Addamo zum 1:1 (9.) aus.

Lange hielt die Freude der Franzosen nicht. 39 Sekunden danach schloss Devon Toews einen Drei-auf-eins-Konter ab, eingeleitet von Sidney Crosby. Kurz vor der ersten Pause sorgte Mark Stone in Unterzahl mit einem starken Solo sogar für das 3:1 (20.).

Im zweiten Abschnitt erhöhte Cale Makar auf Zuspiel von Connor McDavid im Powerplay (33., pp). Richtig deutlich wurde es in der Schlussphase des Drittels: Macklin Celebrini verwandelte einen Penalty eiskalt (38., ps), wenig später profitierte Crosby beim 6:1 von einem abgefälschten Pass.

Auch im dritten Drittel ließ Kanada nicht nach. McDavid traf nach feinem Zuspiel von Celebrini (41.), ehe Sacha Treille verkürzte (42.). Bo Horvat (46.) stellte den alten Abstand rasch wieder her – und Kanada marschierte am Ende durch Brandon Hagel (51.) und abermals Celebrini (52.,pp) zu einem zweistelligen Kantersieg, der auch im Fernduell mit den noch später am Abend spielenden USA ein deutliches Signal sendete.

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