Von der ersten Minute an bekamen die Fans in der Santagiulia Arena ein unterhaltsames Spiel zu sehen. Connor McDavid brachte Kanada in der sechsten Minute im Powerplay in Führung und war wenig später auch am 2:0 beteiligt. Der Superstar der Edmonton Oilers bediente in der elften Minute Thomas Harley mit einem Querpass und der Verteidiger bezwang Schmid mit einem Handgelenkschuss.
Doch die Schweiz war keinesfalls maßlos unterlegen. Die Eidgenossen hielten gut dagegen und kamen zu ihren Chancen. Eine davon nutzte Pius Suter, als er nach einem Schuss von Sven Andrighetto den Rebound verwertete (13.). Dadurch ging es mit einem 1:2 in die Pause.
Im zweiten Drittel gab es Chancen auf beiden Seiten mit guten Saves, vor allem von Schmid. Das einzige Tor des Drittels musste der Schlussmann der Vegas Golden Knights aber schlucken. Macklin Celebrini kam aus nächster Nähe zu einem unhaltbaren Direktschuss zum 3:1 (25.).
Im Schlussabschnitt machten die Eidgenossen gut Druck und drohten mehrmals mit dem Anschluss. Das Tor fiel dann aber auf der anderen Seite. Der kanadische Kapitän Sidney Crosby wurde im Slot von Mitch Marner bedient und lenkte den Puck direkt ins Tor (48.). In der 54. Minute legte Nathan MacKinnon noch das 5:1 nach, wobei McDavid mit einem Assist seinen dritten Punkt des Spiels und seinen sechsten Punkt des Turniers sammelte.
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Frankreich – Tschechien 3:6
Tschechien durfte in der Vorrundengruppe A seine ersten Tore und seinen ersten Sieg feiern. Nach einer 0:5-Niederlage gegen Kanada holten die Tschechen einen 6:3-Sieg gegen Frankreich. Im Tor stand bei den Favoriten aus Dan Vladar, der bei zwölf Torschüssen drei Treffer zuließ. Für Frankreich hielt Martin Neckar 19 Schüsse und wurde nach sechs Gegentoren von Julian Junca abgelöst, der alle 13 Schüsse auf seinen Kasten hielt.
Die Tschechen starteten erwartet dominant in die Partie. Als der Franzose Pierre Crinon in der sechsten Minute auf die Strafbank musste, dauerte es nur 29 Sekunden, ehe Martin Necas von den Colorado Avalanche das Powerplay auf Vorlage von David Pastrnak mit einem Direktschuss verwertete. In der 14. Minute legte Michal Kempny mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie das 2:0 nach.
Im zweiten Drittel folgte aber der Zusammenbruch. Tomas Hertl musste wegen Kniechecks auf die Strafbank und das nutzte der Franzose Louis Boudon zum Anschlusstreffer in der 22. Minute aus. Nur 3:03 Minuten später brachte Boudon Frankreich erneut zum feiern und glich das Spiel aus. Weitere 110 Sekunden später konnten die Außenseiter ihren Augen kaum trauen, als Hugo Gallet das Spiel zum 3:2 drehte (26.).