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Bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 vertreten NHL-Spieler erstmals seit 2014 wieder ihre jeweiligen Nationen. NHL.com/de bietet den Fans täglich eine Zusammenfassung aller Eishockey-Spiele.

Hier sind die Ergebnisse vom 13. Februar:

Kanada – Schweiz 5:1

Zweites Spiel, zweiter Sieg. Kanada behält mit einem 5:1-Sieg gegen die Schweiz in der Gruppe A eine perfekte Bilanz, während die Eidgenossen nun bei einem Sieg und einer Niederlage stehen. Die Schweizer wurden vom Verletzungspech geplagt. Bis zum Ende der Partie fielen Andre Glauser, Denis Malgin und Kevin Fiala aus. Akira Schmid hielt im Tor 34 von 39 Schüssen, sein kanadischer Gegenüber Logan Thompson kam auf 24 Saves.

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Von der ersten Minute an bekamen die Fans in der Santagiulia Arena ein unterhaltsames Spiel zu sehen. Connor McDavid brachte Kanada in der sechsten Minute im Powerplay in Führung und war wenig später auch am 2:0 beteiligt. Der Superstar der Edmonton Oilers bediente in der elften Minute Thomas Harley mit einem Querpass und der Verteidiger bezwang Schmid mit einem Handgelenkschuss.

Doch die Schweiz war keinesfalls maßlos unterlegen. Die Eidgenossen hielten gut dagegen und kamen zu ihren Chancen. Eine davon nutzte Pius Suter, als er nach einem Schuss von Sven Andrighetto den Rebound verwertete (13.). Dadurch ging es mit einem 1:2 in die Pause.

Im zweiten Drittel gab es Chancen auf beiden Seiten mit guten Saves, vor allem von Schmid. Das einzige Tor des Drittels musste der Schlussmann der Vegas Golden Knights aber schlucken. Macklin Celebrini kam aus nächster Nähe zu einem unhaltbaren Direktschuss zum 3:1 (25.).

Im Schlussabschnitt machten die Eidgenossen gut Druck und drohten mehrmals mit dem Anschluss. Das Tor fiel dann aber auf der anderen Seite. Der kanadische Kapitän Sidney Crosby wurde im Slot von Mitch Marner bedient und lenkte den Puck direkt ins Tor (48.). In der 54. Minute legte Nathan MacKinnon noch das 5:1 nach, wobei McDavid mit einem Assist seinen dritten Punkt des Spiels und seinen sechsten Punkt des Turniers sammelte.

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Frankreich – Tschechien 3:6

Tschechien durfte in der Vorrundengruppe A seine ersten Tore und seinen ersten Sieg feiern. Nach einer 0:5-Niederlage gegen Kanada holten die Tschechen einen 6:3-Sieg gegen Frankreich. Im Tor stand bei den Favoriten aus Dan Vladar, der bei zwölf Torschüssen drei Treffer zuließ. Für Frankreich hielt Martin Neckar 19 Schüsse und wurde nach sechs Gegentoren von Julian Junca abgelöst, der alle 13 Schüsse auf seinen Kasten hielt.

Die Tschechen starteten erwartet dominant in die Partie. Als der Franzose Pierre Crinon in der sechsten Minute auf die Strafbank musste, dauerte es nur 29 Sekunden, ehe Martin Necas von den Colorado Avalanche das Powerplay auf Vorlage von David Pastrnak mit einem Direktschuss verwertete. In der 14. Minute legte Michal Kempny mit einem wuchtigen Schuss von der blauen Linie das 2:0 nach.

Im zweiten Drittel folgte aber der Zusammenbruch. Tomas Hertl musste wegen Kniechecks auf die Strafbank und das nutzte der Franzose Louis Boudon zum Anschlusstreffer in der 22. Minute aus. Nur 3:03 Minuten später brachte Boudon Frankreich erneut zum feiern und glich das Spiel aus. Weitere 110 Sekunden später konnten die Außenseiter ihren Augen kaum trauen, als Hugo Gallet das Spiel zum 3:2 drehte (26.).

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Tschechien fing sich aber in der zweiten Hälfte des Mittelabschnitts wieder. Pastrnak sammelte mit dem 3:3 seinen zweiten Punkt des Spiels. Der Starstürmer der Boston Bruins traf im Nachfassen am kurzen Pfosten (34.). In der letzten Minute des Drittels leistete Frankreich sich in Überzahl einen bitteren Wechselfehler. Drei Tschechen kamen ohne Gegner auf Torwart Neckar zu, Matej Stransky ließ ihm keine Chance und brachte die Favoriten wieder mit 4:3 in Führung.

Ein Fehlstart ins Schlussdrittel brach Frankreich dann das Genick. In der 42. Minute trudelte ein Schuss von Necas über Neckar und Filip Chlapik staubte hinter dem Torhüter ab. Nur 48 Sekunden später kam der tschechische Kapitän Roman Cervenka alleine auf Neckar zu und jagte einen unglaublichen Rückhandschuss zum Endstand unter die Latte.

Finnland – Schweden 4:1

Vor stimmungsvoller Kulisse in Mailand hat Finnland im olympischen Prestigeduell mit Schweden am Freitagmittag ein wichtiges Erfolgserlebnis gefeiert. Suomi setzte sich nach der erlittenen Auftaktniederlage gegen den Erzrivalen mit 4:1 durch, sprang früh davon und ließ den skandinavischen Nachbarn anschließend kaum mehr herankommen. Beide Teams stehen damit nach zwei Begegnungen im Turnier bei einer Bilanz von 1-1 und drei Punkten in Gruppe B.

Dabei erwischte Schweden eigentlich den besseren Start. Doch das erste Tor fiel für Finnland. Nach 7:44 Minuten arbeitete sich Kaapo Kakko zum Tor, wurde jedoch gestoppt. Der Puck landete hinten bei Nikolas Matinpalo, der in den Bullykreis zog und Filip Gustavsson mit einem präzisen Schuss über die Schulter überraschte.

Schweden hatte zwar mehr Scheibenbesitz, doch zwingende Abschlüsse blieben Mangelware – auch, weil Juuse Saros im finnischen Tor sicher stand. Als die Tre Kronor zwei Überzahlgelegenheiten liegen ließen, schlug Finnland erneut zu. Eetu Luostarinen brachte die Scheibe vors Tor, Gustavsson konnte sie nicht festhalten, und Anton Lundell stocherte sie zum 2:0 über die Linie (16.).

Früh im zweiten Drittel meldeten sich die Schweden zurück. In Überzahl servierte William Nylander von der Bande, Rasmus Dahlin jagte den One-Timer unter die Latte – nur noch 1:2. Doch der Anschluss hielt nicht lange. Erik Haula behauptete die Scheibe tief in der Ecke gegen gleich drei Gegenspieler und bugsierte sie vors Tor, wo Joel Armia blitzschnell reagierte und den alten Abstand wiederherstellte (33.).

Nickligkeiten nach der Sirene sorgten für zusätzliche Strafzeiten, aber im Schlussabschnitt fehlte Schweden die Durchschlagskraft. Finnland verteidigte diszipliniert und setzte kurz vor Schluss durch Mikko Rantanen von den Dallas Stars noch einen Treffer ins leere Netz zum Endstand.

Italien – Slowakei 2:3

Gastgeber Italien verlangte der Slowakei alles ab, doch am Ende setzte sich der Favorit mit 3:2 durch und feierte im zweiten Spiel in Gruppe B den zweiten Sieg. Die Entscheidung fiel erst spät, nachdem die Azzurri mit viel Mut noch einmal alles nach vorne geworfen hatten.

Die Zuschauer in der ausverkauften Arena in Mailand sie sahen zunächst ein intensives, aber torloses erstes Drittel. Vor allem die nominell erste Reihe um Kapitän Tomas Tatar, Juraj Slafkovsky und Simon Nemec wirbelte die italienische Defensive durcheinander. Doch Torhüter Davide Fadani hielt stark, während auf der Gegenseite Stanislav Skorvanek unter anderem einen Alleingang von Mikael Frycklund erfolgreich entschärfte.

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Kurz nach Wiederbeginn ging die Slowakei schließlich in Führung. Slafkovsky spielte tief zu Libor Hudacek, dessen Passversuch abgefälscht wurde und den Weg ins Tor fand – 1:0 (24.). Die Slowaken blieben am Drücker und legten nach. Maros Sukel staubte einen Abpraller zum 2:0 ab (34.).

Italien aber zeigte Moral. Ein Schuss von Phil Pietroniro krachte an die Latte, Matt Bradley reagierte am schnellsten und verkürzte noch vor der Pause.

Im Schlussabschnitt drängten die Gastgeber, doch mitten in eine gute Phase hinein traf die Slowakei. Ersatzkeeper Damian Clara wehrte mehrfach stark ab, ehe Adam Ruzicka einen freien Puck zum wichtigen 3:1 verwertete (52.). Italien zog den Torhüter früh und kam in der Folgezeit durch Dustin Gazley (57.) noch einmal heran. Mehr ließ die slowakische Defensive jedoch nicht zu – die weiße Weste im Turnier bleibt für die Slowaken damit auch nach ihrem zweiten Auftritt bestehen.

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