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Bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 vertreten NHL-Spieler erstmals seit 2014 wieder ihre jeweiligen Nationen. NHL.com/de bietet den Fans täglich eine Zusammenfassung aller Eishockey-Spiele.

Hier sind die Ergebnisse vom 14. Februar:

USA – Dänemark 6:3

Für die USA gab es in Gruppe C am Samstag einen Favoritensieg. Leicht taten sich die Nordamerikaner beim 6:3 gegen Dänemark aber nicht, auch wenn das Torschussverhältnis von 47:21 das vermuten lässt. Im US-Tor stoppte Jeremy Swayman 18 Schüsse. Bei Dänemark wurde Mads Sogaard in der 52. Minute nach fünf Gegentoren bei 37 Schüssen verletzungsbedingt ausgewechselt. Frederik Dichow hielt in den restlichen knapp neun Minuten neun von zehn Schüssen.

Besonders beeindruckend war die erste Reihe der USA mit Center Jack Eichel und den Brüdern Matthew Tkachuk und Brady Tkachuk. Eichel kam auf ein Tor und einen Assist, Brady traf ein Mal und Matthew bereitete Eichels Tor vor. Durch den Sieg stehen die USA mit einer perfekten Ausbeute von sechs Punkten nach zwei Spielen an der Spitze der Gruppe. Dänemark steht vor dem letzten Spiel gegen Lettland (So. 19:10 Uhr) noch ohne Punkte auf dem letzten Platz. Deutschland hat genau wie Lettland drei Punkte und trifft am Sonntag (21:10 Uhr MEZ) auf die USA.

Die Dänen überrumpelten die Favoriten zu Beginn. In der zweiten Minute warf Oscar Fisker Molgaard den Puck Richtung Tor. Nick Olesen fälschte ab und verwertete nach Swaymans Parade den Nachschuss zum überraschenden 1:0 nach genau 100 Sekunden. Matt Boldy schlug in der vierten Minute mit einem Bauerntrick zu und glich aus. In der 12. Minute eroberte Dänemark die Führung durch ein kurioses Tor zurück. Nicholas B Jensen zog von der roten Linie einfach aufs Tor ab und der Schuss rutschte Swayman zum 2:1 für Dänemark durch.

Im zweiten Drittel hatten die USA erneut mehr Spielanteile, taten sich zunächst aber schwer. Dänemark verteidigte gut und hielt die Nordamerikaner außen. Dann wurde aber Jack Eichel zum echten Problem für die Dänen. Der Center der Vegas Golden Knights gewann ein Bully nach dem anderen vor dem dänischen Tor. In der 30. Minute nutzte Brady Tkachuk eine dieser Chancen mit einem Schuss ins kurze Kreuzeck. Schon in der nächsten Spielminute traf Eichel selbst direkt nachdem er ein weiteres Anspiel gewonnen hatte zur ersten Führung der USA.

Einige Minuten später sah Sogaard unglücklich aus, als Noah Hanifins Schuss ihm durchrutschte und auf 4:2 für die USA erhöhte (38.). Dänemark gab sich aber nicht geschlagen und schaffte noch vor der Pause den Anschluss. Ein Schuss von Phillip Bruggisser von der blauen Linie landete drei Sekunden vor der Drittelpause hinter Swayman zum 3:4 im Netz.

Im Schlussabschnitt gab es zunächst Chancen auf beiden Seiten, doch in der 48. Minute waren es die USA, die schließlich das nächste Tor schossen. Auston Matthews legte aus der Ecke auf Jake Guentzel an den Bullykreis ab. Der Torjäger der Tampa Bay Lightning baute die Führung mit einem Direktschuss auf 5:3 aus. Nach dem Torwartwechsel leisteten sich die Dänen einen bitteren Puckverlust in der neutralen Zone und Jack Hughes nutzte das aus, um Dichow mit dem 6:3 im Spiel willkommen zu heißen.

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Finnland – Italien 11:0

Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe B feierte Finnland nochmal ein Torfeuerwerk. Die Finnen gingen als haushoher Favorit in die Begegnung mit Gastgeber Italien und holten einen 11:0-Sieg. Es war der höchste Sieg des Turniers. Damit belegt Finnland am Ende Platz zwei der Gruppe. Die Slowakei ist Gruppensieger, Schweden landet auf Platz drei und Italien ist das Schlusslicht.

Der finnische Torwart Juuse Saros erlebte einen recht ruhigen Abend. Der Schlussmann von den Nashville Predators musste für seinen Shutout nur 15 Schüsse halten. Der Italiener Damian Clara kassierte in den ersten zwei Dritteln bei 38 Schüssen sechs Tore. Für den Schlussabschnitt wurde der Prospect der Anaheim Ducks durch Davide Fadani ersetzt, der 19 von 24 Schüssen hielt.

Die Topscorer des Spiels waren mit je drei Punkten Mikko Rantanen (drei Assists), Artturi Lehkonen (ein Tor, zwei Assists) und Kaapo Kakko (zwei Tore, ein Assist). Mikael Granlund und Sebastian Aho erzielten je zwei Tore und Niko Mikkola und Eetu Luostarinen je zwei Assists. Finnland hat mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 16:5 beste Chancen darauf, als bester Gruppenzweiter direkt ins Viertelfinale einzuziehen.

Die Finnen dominierten die Partie von Beginn an durch starke Technik und schönes Kombinationsspiel. Aho sorgte in der siebten Minute für das 1:0. Drei Minuten später war Finnland im Powerplay, als ein Querpass von Kapitän Granlund von einem italienischen Verteidiger durch Claras Beine ins eigene Tor gelenkt wurde. Kakko legte kurz darauf das 3:0 nach (11.).

Im zweiten Drittel waren die Italiener ebenfalls chancenlos. Joel Kiviranta (25.), Kakko (28.) und Granlund (38.) erhöhten bis zur zweiten Pause auf 6:0. Im Schlussabschnitt dauerte es nur 61 Sekunden, bis Miro Heiskanen ein Powerplay verwertete. Lehkonen (42.), Aho (44.), Joel Armia (54.) und Joel Kiviranta (58.) sorgten für den Endstand.

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Deutschland – Lettland 3:4

Im zweiten Spiel der deutschen Mannschaft in der Gruppe C gab es eine 3:4-Niederlage gegen Lettland. Deutschland lag dabei zweimal mit 1:0 bzw. 2:1 in Führung, konnte aber seine weiteren Chancen gegen die kampfstarken Letten nicht nutzen. Dazu zeigte sich die Defensive zu löchrig, was die Letten spätestens im dritten Drittel ausnutzten, als sie in der 49. und 52. Minute aus dem 2:2-Unentschieden durch Treffer von Eduards Tralmaks und Renards Krastenbergs eine 4:2-Führung machten. Deutschland kam in der Schlussphase durch Tim Stützle 2:29 Minuten vor dem Ende mit gezogenem Philipp Grubauer zugunsten eines sechsten Feldspielers nur noch zum Anschlusstreffer.

Ähnliches: Deutschland kassiert Niederlage gegen Lettland

Das Spiel begann für Deutschland erneut verheißungsvoll. Es dauerte zwar etwas länger als gegen Dänemark, aber Lukas Reichel sorgte nach 2:06 Minuten für die Führung. Allerdings kamen die Letten in ihrem ersten Powerplay nach 15:46 Minuten durch Dans Locmelis zum Ausgleich. Etwas mehr als eine Minute später sorgte jedoch Lukas Kälble für die erneute Führung der Deutschen, die bis zur ersten Pause anhielt.

Erneut Locmelis war es, der bei doppelter Überzahl der Letten im zweiten Drittel nach 28:02 Minuten den erneuten Ausgleich herstellte. Grubauer wehrte insgesamt 18 von 22 Torschüssen ab.

Silovs LAT action vs GER

Schweden – Slowakei 5:3

Beeindruckende 51:32-Torschüsse zugunsten der Schweden standen am Ende auf der Anzeigetafel gegen die Slowakei. Die für beide Teams abschließende Partie der Gruppe B endete dementsprechend standesgemäß mit 5:3. Die Slowakei gewinnt die Gruppe punktgleich mit Schweden und Finnland. Finnland landet im direkten Vergleich der drei auf Patz zwei und Schweden nur auf Rang drei. Schweden muss auf jeden Fall in die Qualifikationsrunde am Dienstag, während die Finnen noch darauf hoffen können, als bester Gruppenzweiter direkt ins Viertelfinale zu kommen.

Lucas Raymond und Adrian Kempe erzielten jeweils ein Tor und eine Vorlage, Joel Eriksson Ek traf ebenfalls für Schweden. Erik Karlsson steuerte zwei Vorlagen bei.

Juraj Slafkovsky erzielte ein Tor und eine Vorlage, Martin Gernat traf ebenfalls für die Slowakei.

Der erfahrene schwedische Torhüter Jacob Markstrom verzeichnete bei seinem Olympia-Debüt 29 Paraden. Der slowakische Torhüter Samuel Hlavaj, der beim 4:1-Auftaktsieg gegen Finnland glänzte, zeigte sich bei seinem zweiten Olympia-Start mit 46 Paraden erneut stark.

Tre Kronor startete gut in die Partie, nachdem es am Vortag mit 1:3 gegen den Erzrivalen Finnland verloren hatte und erzielte nach 7:17 Minuten den Führungstreffer in Unterzahl. Eriksson Ek markierte ihn im Nachfassen bei einem schnellen Gegenzug. Kurz nach Ablauf der ersten schwedischen Strafe gelang Slafkovsky mit einem One-Timer vom rechten Anspielkreis aus der Ausgleich zum 1:1 (8:59).

Players of Team Sweden celebrate the team's 5-3 victory in during the Men's Preliminary Group B match between Sweden and Slovakia on day eight of the Milano Cortina 2026 Winter Olympic games at Milano Santagiulia Ice Hockey Arena on February 14, 2026 in Milan, Italy. (Photo by Bruce Bennett/Getty Images)

Im zweiten Drittel machte Schweden weiter Druck. Es dauerte nur fünf Sekunden, bis sie das Powerplay ausnutzten, als Pavol Regenda wegen eines Kniechecks vom Eis musste. Lucas Raymond gewann das Bully und schickte den Puck zu Rasmus Dahlin, der Kempe für einen One-Timer im Powerplay nach 27:06 Minuten bediente. Gernat versetzte die lautstarken slowakischen Fans erneut in Ekstase, als er nach einem guten Forecheck den Abpraller von Peter Ceresnak hoch über Markstrom hinweg zum 2:2-Ausgleich nach 29:48 Minute verwandelte. Bei 34:29 Minuten erzielte Elias Pettersson das 3:2 für Schweden.

Im dritten Drittel zeigte Raymond seine ganze Kunstfertigkeit. Zunächst fand der Star der Detroit Red Wings, der mit 60 Punkten in diesem Jahr die schwedischen NHL-Spieler anführt, Pettersson mit einem wunderschönen Pass quer vor dem Tor zum 4:2 nach 47:57 Minuten. Dann drehte Raymond Verteidiger Simon Nemec um und erzielte nach 51:58 Minuten das fünfte Tor für Schweden aus kurzer Distanz gegen Hlavaj.

In den letzten zehn Minuten kochten die Gemüter hoch und es kam zu zahlreichen Fouls, was zu einer überfüllten Strafbank führte. Dalibor Dvorsky sicherte der Slowakei mit seinem Powerplay-Tor zum 3:5 in letzter Minute einen wichtigen Treffer für die Platzierung. Die Schweden nahmen ihren Torwart in den letzten Spielminuten vom Eis, um ihre Chancen auf den Gruppensieg zu erhöhen, konnten aber keinen Treffer mehr erzielen.

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