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Die deutsche Mannschaft der Männer hat ihr zweites Spiel bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 verloren. Am Samstag zog die DEB-Auswahl in der Gruppe C gegen Lettland mit 3:4 den Kürzeren. Ausschlaggebend für die Niederlage in der Rho Ice Hockey Arena waren vor allem Nachlässigkeiten in der Defensive und bei den Special Teams.

Bundestrainer Herold Kreis nahm im Vergleich zur Partie gegen Dänemark keine Veränderungen an der Aufstellung vor. Im Tor begann erneut Philipp Grubauer von den Seattle Kraken. Und wie im ersten Spiel kamen die Deutschen hellwach aus der Kabine und gingen früh in Führung. Dominik Kahun bediente mit einem Pass aus der eigenen Zone den an der gegnerischen blauen Linie lauernden Lukas Reichel. Der Angreifer der Vancouver Canucks nahm den Puck geschickt mit, lief alleine auf Torwart Arturs Silovs von den Pittsburgh Penguins zu und und vollendete aus kurzer Distanz zum 1:0 (3.).

Nach fünf Minuten befreiten sich die Letten aus der Umklammerung. Sie bearbeiteten die deutsche Mannschaft mit hartem Körpereinsatz. Das zeigte Wirkung. Deutschland verlor mehr und mehr die Struktur und damit die Kontrolle über das Spielgeschehen. Bei einem Angriff der Letten wusste sich Jonas Müller nicht anders zu helfen, als einen Stürmer des Gegners regelwidrig zu bremsen. Er bekam eine Zweiminutenstrafe wegen Stockschlags aufgebrummt. Es dauerte gerade einmal eine halbe Minute, bis die Letten im Powerplay zum Ausgleich kamen. Zemgus Girgensons von den Tampa Bay Lightning bediente Dans Locmelis, der unbedrängt zum 1:1 einschob (16.).

Doch die Deutschen waren keineswegs geschockt und gaben kurze Zeit später die Antwort. Frederik Tiffels chippte den Puck zu Lukas Kälble, der Silovs mit einem Schuss durch die Beine zum 2:1 überwand (17.). Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers hatte den Spielzug mit einem beherzten Körpereinsatz an der Bande möglich gemacht.

Im zweiten Durchgang wurde dem deutschen Team eine doppelte Unterzahl zum Verhängnis. Erst musste erneut Jonas Müller auf der Strafbank Platz nehmen. Diesmal wegen Haltens. 40 Sekunden später folgte ihm Tobias Rieder wegen Beinstellens. Anfangs stand das deutsche Trio im Penalty Killing sicher und ließ keinen Abschluss zu. Als sich Müller schon bereitmachte, um aufs Eis zurückzukehren, klingelte es dann doch noch bei 3 gegen 5. Der Torschütze zum 2:2 (29.) hieß wiederum Locmelis. Mit einem Handgelenkschuss aus dem rechten Bullykreis fand der Angreifer aus der Organisation der Boston Bruins die Lücke zwischen der Schulter von Grubauer und dem Torwinkel. Immerhin überstand Deutschland die verbleibende Minute von Rieders Strafe schadlos.

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Wie im ersten Abschnitt war Deutschland um eine schnelle Reaktion bemüht. Zunächst scheiterte Draisaitl scheiterte frei im Slot am glänzend disponierten Silovs. Anschließend hatte Tim Stützle großes Pech. Der Schuss des Stürmers der Ottawa Senators von der linken Seite knallte ans Lattenkreuz.

Im letzten Drittel wurde es turbulent. Die Letten zogen durch Treffer von Eduards Tralmaks (49.) aus der Organisation der Detroit Red Wings und Renars Krastenbergs (51.) auf 4:2 davon. In der Folge stemmten sich die Deutschen gegen die Niederlage. In der Schlussphase zeigten sie die Leidenschaft, die man vorher ein Stück weit vermisst hatte.

Drei Minuten vor Schluss ging Grubauer zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Aus dem Gewühl heraus verkürzte Stützle unter Mithilfe des lettischen Verteidigers Kristaps Roberts Zile auf 3:4 (58.). Es war sein drittes Tor im laufenden Turnier. Die Assists bekamen Draisaitl und JJ Peterka von den Utah Mammoth gutgeschrieben.

In den verbleibenden knapp zweieinhalb Minuten versuchte die DEB-Auswahl alles, um noch den Ausgleich zu erzielen. Aber der Puck wollte einfach nicht mehr über die Linie. Zwei Abschlüsse von Reichel landeten am linken Pfosten des lettischen Gehäuses. So stand am Ende nach dem zweiten Auftritt die erste Niederlage von Deutschland beim olympischen Eishockeyturnier zu Buche.

„Wir haben viele Chancen kreiert, müssen aber anerkennen, dass die Letten aufopferungsvoll und konsequent verteidigt haben und einen Tick effizienter waren als wir“, lautete das Fazit von Bundestrainer Kreis. „Auf der anderen Seite gibt es so Tage, an denen die Scheibe einfach nicht reingeht. Das ist sicherlich frustrierend, aber wir werden das schnell abhaken.“

Ganz ähnlich fiel die Analyse von Draisaitl aus. „Wir waren nicht konsequent genug in der neutralen Zone und haben unsere Spielzüge nicht sauber zu Ende gebracht. Dadurch haben wir es verpasst, die Scheibe konsequent hinter ihre Verteidiger zu bringen. Die Letten haben das gut gemacht, sehr kompakt verteidigt und uns wenig Raum gegeben. Chancen hatten wir trotzdem genug, um ein oder zwei Tore mehr zu machen“, sagte er.

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