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Bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 vertreten NHL-Spieler erstmals seit 2014 wieder ihre jeweiligen Nationen. NHL.com/de bietet den Fans täglich eine Zusammenfassung aller Eishockey-Spiele.

Hier sind die Ergebnisse vom 11. Februar:

Slowakei - Finnland 4:1

In der slowakischen Aufstellung fanden sich mit den Verteidigern Erik Cernak (Tampa Bay Lightning), Martin Fehervary (Washington Capitals) und Simon Nemec (New Jersey Devils) sowie den Stürmern Dalibor Dvorsky (St. Louis Blues), Martin Pospisil (Calgary Flames), Pavol Regenda (San Jose Sharks) und Juraj Slafkovsky (Montreal Canadiens) insgesamt sieben aktive NHL-Profis wieder. Im Tor erhielt Samuel Hlavaj (Minnesota Wild, aktuell: Iowa Wild, AHL) den Start.

Bei Finnland waren bis auf Abwehrmann Mikko Lehtonen (ZSC Lions, NL) alle anderen Spieler in der NHL aktiv. Darunter waren mit Olli Maatta (Utah Mammoth), Niko Mikkola, Anton Lundell, Eetu Luostarinen (alle Florida Panthers), Artturi Lehkonen (Colorado Avalanche), Mikko Rantanen (Dallas Stars) und Teuvo Teravainen (Chicago Blackhawks) auch sieben Stanley Cup Champions. Im Tor startete Juuse Saros (Nashville Predators).

Beide Nationen lieferten einen exzellenten Vorgeschmack auf das, was Hockey-Fans in den nächsten Tagen bei Olympia erwarten wird: Das Tempo war enorm hoch, zudem prasselnden krachende Checks auf die Spieler ein. Die Slowakei startete frech mit schnellen Vorstößen, Finnland brauchte ein paar Minuten, um sich einzutasten, fand dann über körperliche Härte ins Spiel, verbuchte selbst gute Torchancen und übernahm mehr und mehr die Kontrolle.

Genau in dieser Phase stellte die Slowakei ihrem dritten Torschuss auf 1:0: Slafkovsky gabelte einen Fehlpass der Finnen auf dem rechten Flügel in der Offensivzone ab, zog mit mehreren Stock-Bewegungen zum Tor, tanzte dabei Saros aus und schob ein (8.). Montreals Power Forward erzielte im achten Olympia-Spiel sein achtes Tor. Der First-Overall-Pick aus dem NHL Draft 2022 war auch im weiteren Verlauf mit einer Physis (1,91 Meter groß, 102 Kilogramm schwer) und Technik einer der auffälligsten Spieler.

Das spielstärkere Finnland antwortete mit wütenden Angriffen, fuhr gnadenlos jeden Check zu Ende, rieb den Gegner im Forechecking auf, scheiterte aber reihenweise am glänzend aufgelegten Hlavaj (16:5 Torschüsse im ersten Drittel).

Im zweiten Drittel knackte Suomi das slowakische Bollwerk am Ende eines Powerplays. Bei einer Passstafette legte der im Slot positionierte Joel Armia (Los Angeles Kings) mit der Rückhand zum rechts neben dem Tor lauernden Eeli Tolvanen (Seattle Kraken), der mit dem 23. Torschuss den hochverdienten Ausgleich besorgte (25.).

Daraufhin investierte die Slowakei wieder mehr in die Offensive, auch Finnland blieb auf dem Gaspedal stehen, sodass beide Mannschaften einige Torchancen austauschten, während die Intensität gleichbleibend hoch blieb.

Im dritten Drittel besorgte Dvorsky die nächste Führung für die Slowakei. Nach einem gewonnenen Offensiv-Faceoff und einem geblockten Distanzschuss reagierte Dvorsky am schnellsten und schoss die vor dem Tor freiliegende Scheibe zum 2:1 ins Tor (48.).

Doch damit nicht genug. Kurz darauf durften die Slowaken ihre Powerplay-Formation aufs Eis schicken. Slafkovsky kam aus der Distanz aus halblinker Position verdeckt zum Schuss. Der Puck zischte über den linken Innenpfosten zum 3:1 ins Kreuzeck (51.).

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In Folge dessen wirkte Finnland zunehmend frustrierter. Zwar rannten die Finnen an, perlten aber Angriffswelle um Angriffswelle an der engen slowakischen Box oder an Hlavaj ab.

4:25 Minuten vor Schluss zog der finnische Nationaltrainer Antti Pennanen erstmals Saros für einen zusätzlichen Angreifer und ging damit maximal ins Risiko. Suomi drückte, doch das slowakische Bollwerk hielt stand. Stattdessen besorgte auf der anderen Seite Adam Ruzicka in einer kuriosen Szene den 4:1-Endstand mit einem Empty-Net-Treffer (58.). Der Auftakt ins Olympische Turnier bot also direkt eine faustdicke Überraschung.

Schweden - Italien 5:2

Im späten Spiel trafen mit Schweden und Gastgeber Italien die anderen beiden Teams auf Gruppe B aufeinander.

In der Aufstellung der Tre Kronor fanden sich ausschließlich NHL-Profis wieder. Darunter insgesamt vier Stanley Cup Champions mit den Verteidigern Oliver Ekman-Larsson (Toronto Maple Leafs), Gustav Forsling (Florida Panthers) und Victor Hedman (Tampa Bay Lightning) sowie Stürmer Gabriel Landeskog (Colorado Avalanche). Im Tor stand Filip Gustavsson (Minnesota Wild).

Die Azzurri haben keinen einzigen NHLer im Kader. Starter Damian Clara wurde von den Anaheim Ducks gedraftet (2. Runde, 60. Stelle), spielt aber bei Brynäs IF in der schwedischen SHL.

Schweden übernahm sofort die Kontrolle, Italien überstand die erste Drangphase dank Clara und initiierte dann selbst erste unbekümmerte Angriffe. Nach einem kapitalen Blackout von Gustavsson ging der krachende Außenseiter tatsächlich in Führung: Einen Befreiungsschlag der Italiener ließ der Torwart nach vorne abklatschen, verlor beim Versuch, nachzugehen, auch noch seinen Schläger, sodass Luca Frigo unerwartet zum 1:0 einschob (5.).

Die Skandinavier schalteten einen Gang höher, nahmen Clara unter Dauerfeuer und kamen im Powerplay zum Ausgleich. Ein Zuspiel von Mika Zibanejad (New York Rangers) fasste Landeskog aus rechter Position ab und traf mit einem halbhohen Direktschuss ins linke Eck zum 1:1 (10.).

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Übermächtige Schweden erzwangen mit 27:3 (!) Torschüssen im ersten Drittel das weit überfällige 2:1 kurz vor der Pause: Auf einen Schuss von Jesper Bratt (New Jersey Devils) staubte Forsling erfolgreich ab (18.).

Das einseitige Chancenverhältnis schien ein wenig einlullend auf die blau-goldene Defensive zu wirken, denn mit nur einem Konter glich Italien erneut aus: Dustin Gazley fuhr hinter das Tor und spielte den sträflich freigelassenen Matt Bradley frei, der zum 2:2 einschoss (21.).

Während Schweden viel Zeit in der Offensivzone verbrachte, kamen die Azzurri nur punktuell nach vorne. Allerdings stemmten sich Italien mit großem Kampfgeist und enormen Laufeinsatz lange erfolgreich gegen die übermächtige Eishockey-Nation. Der 41. Torschuss der Schweden aber passte: William Nylander (Toronto Maple Leafs) drückte den Puck in einer undurchsichtigen Szene vor dem Tor mit der Rückhand zum 3:2 über die Linie (37.).

Bei 6:08 im dritten Drittel musste der bis dato überragende Clara nach dem 49. parierten Schuss auf sein Tor verletzt vom Eis (47.). Für ihn kam Backup Davide Fadani in die Partie - ein echtes Heimspiel für den in Mailand geborenen Torhüter, der für den EHC Kloten in der Schweizer NL fängt.

Fadani wurde direkt mehrfach geprüft, seine Vorderleute probierten derweil mit Nadelstichen den knappen Rückstand zu egalisieren. Kurz vor dem Ende führten die Tre Kronor die Entscheidung herbei: Ein Handgelenksschuss von Zibanejad bohrte sich durch den Verkehr vor dem Tor und schlug dank der Sichtbehinderung des vor dem Tor postierten Elias Pettersson zum 4:2 im Ziel ein (56.).

Bei 3:09 zog Italien den Torwart für einen Extra-Angreifer. Mit Torschuss Nummer 60 traf Victor Hedman (Tampa Bay Lightning) nach Faceoff-Gewinn von der eigenen Grundlinie ins leere Tor zum 5:2-Endstand (58.).

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