timo meier olympics 021226

Die Schweiz ist mit einem klaren Sieg gegen Frankreich ins Eishockeyturnier der Männer bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 gestartet. Am Donnerstag behielten die Eidgenossen in ihrem Auftaktmatch in der Gruppe A in der Santagiulia Ice Hockey Arena von Mailand mit 4:0 die Oberhand. Die Grundlage für den Erfolg schuf die „Nati“ mit einem Blitzstart und zwei Toren in den ersten fünf Minuten. Timo Meier von den New Jersey Devils schnürte im weiteren Verlauf einen Doppelpack.

„Es macht natürlich Spaß, gleich im ersten Spiel bei Olympia zu scoren und zu gewinnen. Wir haben über weite Strecken eine gute Leistung geboten, auch wenn wir im zweiten Drittel durch zahlreiche Strafzeiten ein wenig aus dem Tritt gekommen sind. In der dritten Periode haben wir uns wieder gefangen und den Sieg unter Dach und Fach gebracht“, lautete das Fazit von Meier nach der gelungenen Premiere in Mailand.

Das Tor der Schweiz hütete Leonardo Genoni. Der 39 Jahre alte Routinier hatte der Vorzug vor Akira Schmid von den Vegas Golden Knights erhalten, der auf der Bank saß. Für Reto Berra blieb dagegen nur ein Platz auf der Tribüne. In der Topreihe gab es eine kleine Überraschung. Calvin Thürkauf bildete anfangs zusammen mit Nico Hischier von den New Jersey Devils und Kevin Fiala von den Los Angeles Kings die erste Angriffsformation. Der dort eigentlich erwartete Meier besetzte stattdessen zunächst den rechten Flügel in der dritten Reihe. Eine deutlich offensivere Rolle als in der NHL bei den Winnipeg Jets spielte Nino Niederreiter. Er agierte als Linksaußen der zweiten Reihe mit Center Denis Malgin und Rechtsaußen Sven Andrighetto.

Die Schweiz kam hellwach aus der Kabine und legte ein enormes Tempo vor.

Meier SUI game recap vs FRA 21226

Bereits nach 55 Sekunden zappelte der Puck das erste Mal im Netz der Franzosen. Der frühere NHL-Profi Pierre-Edouard Bellemare hatte sich bei einem Zweikampf gegen Hischier eine Strafzeit wegen Beinstellens eingehandelt. Die Schweizer nutzten das folgende Powerplay umgehend zur 1:0-Führung. Sven Andrighetto chippte die Scheibe von rechts an die Bande hinter dem Tor, Philipp Kurashev von den San Jose Sharks nahm sie auf der linken Seite auf und passte in die Mitte zu Damien Riat, der lässig per Tip-in vollendete.

Als sich Frankreich nach dem frühen Rückstand langsam zu sortieren begann, klingelte es ein weiteres Mal im Kasten von Antoine Keller. J.J. Moser spazierte ungehindert durch die gegnerische Abwehr und erhöhte mit einem Handgelenkschuss aus dem linken Bullykreis auf 2:0 (4.). Den Assist beim Treffer des Blueliners der Tampa Bay Lightning bekam sein Defensivpartner Michael Fora gutgeschrieben.

In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nachdem Jordann Perret für die Franzosen frei im Slot stehend den Anschlusstreffer liegengelassen hatte, scheiterte auch Fiala auf der Gegenseite in aussichtsreicher Position. Der Kings-Angreifer schlenzte den Puck aus kurzer Distanz über den Kasten. So blieb es nach 20 Minuten beim Zwischenstand von 2:0 für die Schweiz.

In der Anfangsphase des mittleren Abschnitts hatte Andrighetto den dritten Treffer der Schweiz auf dem Schläger. Sein Schuss klatsche jedoch an den Pfosten. Im weiteren Verlauf erspielten sich beide Teams die eine oder andere Möglichkeit. Ein Tor gelang beiden Mannschaften allerdings nicht. Frankreich agierte im zweiten Durchgang deutlich aggressiver mit und ohne Puck als in den ersten 20 Minuten.

Eine Koproduktion von Roman Josi und Meier brachte im letzten Drittel die endgültige Entscheidung. Der Kapitän des Schweizer Teams und der Nashville Predators zog auf der linken Seite bis hinter das Gehäuse der Franzosen und bediente von dort Meier im Slot, der ohne Mühe zum 3:0 einschob (51.). Damit war der Widerstand der Franzosen gebrochen. Mit einem sehenswerten Abschluss aus der Drehung zum 4:0 (57.) machte Meier seinen Zweierpack perfekt.

Josi zollte dem Doppeltorschützen ein großes Lob. „Er war überall auf dem Eis zu finden und hat einmal mehr gezeigt, was für ein herausragender Power Forward er ist. Von Anfang an hat er sich mächtig ins Zeug gelegt und die gegnerischen Spieler mit intensivem Forechecking bearbeitet“, sagte der Mannschaftsführer über Meier.

Schlussmann Genoni rechtefertigte das Vertrauen von Nationaltrainer Patrick Fischer. Der Goalie stoppte 27 Schüsse bei seinem Shutout.

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