2. Drittel: Aufregung um Strafen, keine Tore
Das zweite Drittel begann mit einer guten Portion Aufregung. Nach nur 93 Sekunden schienen die Golden Knights eine erstklassige Chance auf einen starken Start ins Drittel zu haben. Colorados Martin Necas leistete sich innerhalb weniger Sekunden zwei Fouls und musste für vier Minuten auf die Strafbank. Nach weniger als einer Minute kostete Jack Eichel Vegas aber mit einer Strafe wegen Behinderung die Überzahl.
Für den Rest des zweiten Drittels hatte Colorado über weite Strecken die Oberhand, was auch am Schussverhältnis von 9:4 zu sehen war. Etwas Zählbares kam dabei aber nicht heraus, da Hart seine starke Form im Tor immer wieder unter Beweis stellte.
„Wir haben uns einfach gesagt: Dranbleiben“, beschrieb Vegas' Verteidiger Noah Hanifin die Stimmung in der zweiten Pause. „Wir wussten, dass sie im zweiten Drittel Druck gemacht haben, aber wir wussten auch, dass wir nur ein Tor hinten sind, nur einen Schuss vom Ausgleich entfernt. Diese Einstellung hat uns im Spiel gehalten. Jack hat dann eine super Aktion gebracht und dann sind wir in Fahrt gekommen.”
3. Drittel: Vegas schlägt zurück
Im Schlussabschnitt kam der Wendepunkt des Spiels. Vegas machte wieder mehr Druck, scheiterte zunächst aber am gut aufgelegten Wedgewood. In der 50. Minute schlug jedoch einer der Superstars zu. In der neutralen Zone leitete Pavel Dorofeyev einen Pass von Ivan Barbashev an die blaue Linie zu Jack Eichel weiter. Die Avalanche ließen dem Center zu viel Platz und er konnte bis an den rechten Bullypunkt durchmarschieren. Dort setzte er einen perfekten Schuss an den langen Innenpfosten und glich zum 1:1 aus.
„Wenn man das erste Tor hat, will man unbedingt das nächste haben“, erklärte Verteidiger Rasmus Andersson. „Jetzt sind wir in einer wirklich guten Position. Von Colorado muss man immer das Beste erwarten. Im zweiten Drittel hatten sie uns echt im Griff. So gut können sie spielen. Jack hat dann das Ruder übernommen und ein paar Wechsel später treffen wir nochmal. So schnell kann es in den Playoffs gehen. Wir spielen gegen einen harten Gegner, dafür müssen wir auch in den Heimspielen bereit sein.“