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Nach zwei Spielen wird es im Western Conference Finale der Stanley Cup Playoffs 2026 ernst für die Colorado Avalanche. Die großen Cup-Favoriten und Presidents' Trophy Gewinner verloren auch Spiel 2 zu Hause in der Ball Arena mit 1:3 gegen die Vegas Golden Knights. Vegas entführt dank eines starken Comebacks im dritten Drittel also zwei Siege aus Denver und geht mit einer 2:0-Führung in der Serie in seine zwei Heimspiele.

„Man wird immer Herausforderungen begegnen und es ist klar, dass man in den Playoffs auch Spiele verlieren wird“, kommentierte Avalanche-Trainer Jared Bednar. „Das sind einfach Fakten... Man muss sich um die Aufgabe kümmern, die vor einem liegt. Wir werden im nächsten Spiel in Vegas nicht versuchen, vier Spiele auf einmal zu gewinnen. Wir werden versuchen dieses eine Spiel zu gewinnen. Das hört sich vielleicht nach einem Klischee an, aber so ist es, so gehen wir an die Sache heran. Wir konzentrieren uns auf unseren Prozess, darauf, was wir tun müssen.“

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Colorado Avalanche und den Vegas Golden Knights

Makar und Stone fehlen weiter

Die Avalanche mussten erneut auf ihren Starverteidiger Cale Makar verzichten, der weiterhin verletzt ausfällt. Bei den Golden Knights fehlten wieder Stürmer Mark Stone und Verteidiger Jeremy Lauzon.

Im Tor gab es keine Veränderungen gegenüber Spiel 1. Scott Wedgewood stand für Colorado zwischen den Pfosten, ihm gegenüber bezog Carter Hart seine Stellung.

1. Drittel: Colton sorgt für die Führung

Die ersten 20 Minuten wurden relativ offensiv geführt und beide Mannschaften kamen mit 12:11 Torschüssen zugunsten von Vegas zu ihren Chancen. Wedgewood und Hart fanden aber gut ins Spiel. In der 17. Minute klingelte es dann doch. Ein Schuss von Colorados Verteidiger Brent Burns blieb im Slot hängen, Stürmer Ross Colton reagierte am schnellsten und traf im Nachfassen zum 1:0.

„Die Zahlen sagen, dass wir genauso viele Chancen kreieren wie Vegas“, sagte Bednar. „Man sucht immer nach Möglichkeiten, um mehr Offensive zu kreieren, aber das werden sie auch machen. Im Moment sehe ich uns in der Offensive aber auf Augenhöhe... Heute hat die Chancenverwertung einen Unterschied gemacht. Wir hatten einige Gelegenheiten, auf 2:0 zu erhöhen.“

VGK@COL, WCF Sp 2: Colton nutzt einen geblockten Puck aus dem Slot

2. Drittel: Aufregung um Strafen, keine Tore

Das zweite Drittel begann mit einer guten Portion Aufregung. Nach nur 93 Sekunden schienen die Golden Knights eine erstklassige Chance auf einen starken Start ins Drittel zu haben. Colorados Martin Necas leistete sich innerhalb weniger Sekunden zwei Fouls und musste für vier Minuten auf die Strafbank. Nach weniger als einer Minute kostete Jack Eichel Vegas aber mit einer Strafe wegen Behinderung die Überzahl.

Für den Rest des zweiten Drittels hatte Colorado über weite Strecken die Oberhand, was auch am Schussverhältnis von 9:4 zu sehen war. Etwas Zählbares kam dabei aber nicht heraus, da Hart seine starke Form im Tor immer wieder unter Beweis stellte.

„Wir haben uns einfach gesagt: Dranbleiben“, beschrieb Vegas' Verteidiger Noah Hanifin die Stimmung in der zweiten Pause. „Wir wussten, dass sie im zweiten Drittel Druck gemacht haben, aber wir wussten auch, dass wir nur ein Tor hinten sind, nur einen Schuss vom Ausgleich entfernt. Diese Einstellung hat uns im Spiel gehalten. Jack hat dann eine super Aktion gebracht und dann sind wir in Fahrt gekommen.”

3. Drittel: Vegas schlägt zurück

Im Schlussabschnitt kam der Wendepunkt des Spiels. Vegas machte wieder mehr Druck, scheiterte zunächst aber am gut aufgelegten Wedgewood. In der 50. Minute schlug jedoch einer der Superstars zu. In der neutralen Zone leitete Pavel Dorofeyev einen Pass von Ivan Barbashev an die blaue Linie zu Jack Eichel weiter. Die Avalanche ließen dem Center zu viel Platz und er konnte bis an den rechten Bullypunkt durchmarschieren. Dort setzte er einen perfekten Schuss an den langen Innenpfosten und glich zum 1:1 aus.

„Wenn man das erste Tor hat, will man unbedingt das nächste haben“, erklärte Verteidiger Rasmus Andersson. „Jetzt sind wir in einer wirklich guten Position. Von Colorado muss man immer das Beste erwarten. Im zweiten Drittel hatten sie uns echt im Griff. So gut können sie spielen. Jack hat dann das Ruder übernommen und ein paar Wechsel später treffen wir nochmal. So schnell kann es in den Playoffs gehen. Wir spielen gegen einen harten Gegner, dafür müssen wir auch in den Heimspielen bereit sein.“

VGK@COL, WCF, Sp2: Eichel trifft am Inenpfosten zum Ausgleich

Für die Gastgeber sollte es schnell noch schlimmer kommen, denn nur zwei Minuten später drehten die Golden Knights das Spiel. Es war wieder die erste Reihe um Eichel, die Colorado zum Verhängnis wurde. Die Avalanche blieben beim Versuch zu klären an Dorofeyev hängen. Der Puck landete bei Eichel, der in den Slot zu Barbashev weiterleitete. Der 30-jährige Außenstürmer jagte einen erstklassigen Schuss unter die Latte.

„Wir haben das Comeback geschafft“, freute sich Eichel. „Wir haben das Spiel gedreht. Wir haben geduldig gespielt. Wir hatten unsere Chancen, auch früh im Spiel. Respekt vor ihrem Torwart, er hat starke Saves geliefert. Wir wollen nur gut verteidigen und unsere Chancen nutzen. Das haben wir gut gemacht.“

Ähnliches: Eichel führt Vegas zum zweiten Sieg über Colorado

Für den Rest des Spiels bemühte Colorado sich um den Ausgleich, allerdings vergeblich. Am Ende nahmen die Avalanche Wedgewood für den sechsten Skater vom Eis, was Barbashev mit dem Empty-Netter zum Endstand bestrafte (59.).

„Wir drei sind stolz darauf, ein komplettes Spiel zu liefern und in der Defensive richtig zu spielen, wenn wir den Puck nicht haben“, sagte Eichel über seine Reihe mit Barbashev und Dorofeyev. „Es war schön, heute in der Offensive unseren Beitrag zu leisten. Wir hatten im ersten Spiel ein paar Chancen, die wir nicht nutzen konnten.“

Spiel 3 der Serie findet am Sonntag in Vegas statt (8 p.m. ET; Mo. 2 Uhr MESZ).

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