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Das Stanley Cup Finale 2026 ist entschieden. Am Sonntag sicherten sich die Carolina Hurricanes mit einem 3:0-Sieg gegen die Vegas Golden Knights in Spiel 6 der Serie in der T-Mobile Arena in Vegas die Meisterschaft. Eine starke Abwehr, Torwart Brandon Bussi und die zweite Reihe der Hurricanes waren die Schlüssel zum Erfolg.

“Ich bin so glücklich für alle, dafür haben wir gearbeitet”, freute sich Rod Brind'Amour, der seit acht Jahren Carolinas Trainer ist. “Darum geht es im Eishockey. Diese Jungs haben acht Jahre lang dafür gearbeitet.”

Blitzstart sorgt für frühe Führung

Carolina erwischte einen hervorragenden Start in die Partie und nutzte die Überlegenheit schnell aus. In der vierten Minute schlich sich Taylor Hall hinter die Abwehr der Golden Knights. Jaccob Slavin bediente ihn mit einem Steilpass und Hall zog vom linken Bullypunkt zum 1:0 ab.

„Das ist eine super Geschichte“, sagte Brind'Amour über Hall. „Wir haben einige Spieler, die hart gearbeitet haben. Er ist mit einem Ruf hierher gekommen und hätte sich darauf ausruhen können. Er hat aber das Gegenteil getan und sich gefragt, was er tun kann, um es zu schaffen... Er ist ein besonderer Spieler, ein wichtiger Zugang und ein großer Teil von dem, was wir erreicht haben.“

Vegas kam daraufhin besser in die Partie und beendete das erste Drittel mit einer Führung von 11:8 Torschüssen, konnte Bussi aber nicht überwinden. Auch zwei Powerplays auf beiden Seiten blieben ungenutzt.

Hurricanes drehen den Spieß um

In den ersten vier Spielen der Serie war Vegas im zweiten Drittel die absolut dominante Mannschaft, doch die Hurricanes ließen den Gegner am Sonntag schon in der zweiten Partie in Folge nicht zum Zug kommen. Stattdessen kontrollierten die Gäste das Spielgeschehen im zweiten Abschnitt mit 8:3 Torschüssen.

„Es ist schwer zu sagen, was den Unterschied gemacht hat“, erklärte Brind'Amour. „Es gibt nicht einen Punkt, es war einfach an der Zeit für uns. Das hat man die ganzen Playoffs gesehen. Es hat sich nicht so unterschiedlich zu den vergangenen Jahren angeführt, aber etwas war doch anders... Es war nicht eine Sache, da kam viel zusammen.“

In der 34. Minute war es erneut die zweite Reihe um Hall, die für Carolina zuschlug. Logan Stankoven bediente im Slot Jackson Blake, der gegen Torhüter Carter Hart direkt zum 2:0 abzog. Für Blake war es, genau wie zuvor für Hall, der siebte Treffer der Playoffs. Außerdem war er mit 20 Punkten der Topscorer und mit 13 Assists der beste Vorbereiter der Mannschaft. Hart kam am Ende auf 19 Saves.

„Jeder hat seinen Teil geleistet, wir haben uns in den Playoffs auf so viele verschiedene Spieler verlassen“, lobte Stürmer Seth Jarvis. „Das spricht für die Tiefe der Mannschaft. Ich könnte nicht stolzer auf dieses Team sein.“

CAR@VGK, SCF, Sp6: Hurricanes gewinnen Stanley Cup mit dominantem Spiel 6

Mauern im Schlussabschnitt

Im dritten Drittel machten die Golden Knights reichlich Druck, bissen sich aber an Bussi und Carolinas Abwehr die Zähne aus. Immer wieder war ein Hurricanes-Schläger im Passweg, oder ein Spieler in der Schussbahn. Wenn der Schuss doch durchkam, war Bussi zur Stelle und die Verteidiger räumten die Rebounds zuverlässig ab.

„Es ist unglaublich“, sagte Kapitän Jordan Staal. „Was für ein Kampf, was für ein Gefühl. So viele Spieler haben gekämpft, um den Puck aus unserem Tor zu halten. Ich bin so stolz auf die Jungs.“

Die Golden Knights nahmen 3:06 Minuten vor der Schlusssirene noch Hart für den sechsten Skater vom Eis, fanden aber kein Mittel gegen Bussi. Der Torhüter, der Frederik Andersen erst in Spiel 3 des Finales im Tor abgelöst hatte, fuhr mit 22 Saves seinen ersten Playoff-Shutout ein. 68 Sekunden vor Ende der Partie sicherte Nikolaj Ehlers den Sieg mit einem Empty-Netter endgültig ab.

„Es war verrückt“, gab Ehlers zu. „3:0 mit 1:25 Minute zu spielen. Ich bin durch die Rundung gefahren und habe total gefeiert. Dann habe ich nach oben geschaut und meine Eltern, meine Schwester, meinen Bruder und meinen Neffen gesehen. Da bin ich stehen geblieben. Dieser Moment war Wahnsinn. Das werde ich nie vergessen.“

Für die Hurricanes ist es der zweite Stanley Cup der Franchise-Geschichte. Trainer Rod Brind'Amour war der Kapitän der Mannschaft, als sie die Meisterschaft 2006 gewann. Staal gewann die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs. Er wurde mit 37 Jahren der älteste Gewinner der Trophäe, nachdem er in den Playoffs zwölf Punkte (acht Tore, vier Assists) in 19 Spielen erzielt hatte, davon sechs Tore im Finale.

CAR@VGK: Hurricanes gehen in Spiel 6 früh in Führung

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