CAR@VGK, SCF, Sp6: Hurricanes gewinnen Stanley Cup mit dominantem Spiel 6

Sie hätten einen Sieg benötigt, um den Traum vom Stanley Cup aufrechtzuerhalten und ein Spiel 7 zu erzwingen. Doch die Vegas Golden Knights bekamen erstmals in den laufenden Playoffs kein Tor zustande, verloren Spiel 6 gegen die Carolina Hurricanes mit 0:3 und somit auch die Finalserie um den Stanley Cup. Und doch gingen die Golden Knights erhobenen Hauptes vom Eis.

„Darüber denke ich im Moment nicht nach“, sagte Kapitän Mark Stone, als er direkt nach dem Spiel gefragt wurde, wann die Serie zugunsten der Hurricanes gekippt ist. „Ich denke eher daran, wie stolz ich auf die Truppe bin. Alles, was wir dieses Jahr durchgemacht haben, um hierher zu kommen - es war eine enge Serie. Einmal sprang der Puck hierhin, einmal dorthin. Es hätte anders ausgehen können. Ich bin sehr, sehr stolz darauf, Teil dieser Organisation zu sein, sehr stolz darauf, dieses Team anzuführen, und sehr stolz darauf, mit jedem Einzelnen zu spielen, der unsere Kabine betritt.“

Chancen nicht genutzt - „Wir hätten besser spielen müssen“

Bei allem Stolz konnte der Flügelstürmer nicht wegdiskutieren, dass die vergebene Titelchance wehtut. „Dieses Gefühl ist beschissen“, gab er zu. „Ich möchte das nie wieder erleben, aber wenn ich auf alles zurückblicke, was im Laufe der Saison passiert ist - die Höhen und Tiefen -, dann ist es schon beeindruckend, dass wir uns die Chance erarbeitet haben, im Finale zu spielen. Aber das macht die Situation im Moment auch nicht besser.“

Im ersten Spielabschnitt hatten die Golden Knights mit 11:8 Torschüssen ein Chancenplus, scheiterten aber am Abschluss. „Wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt. Wir hatten viele gute Chancen, haben aber den Puck an die Latte gesetzt und ihn einfach nicht reingemacht“, bedauerte Stone. Erstmals in den laufenden Playoffs blieben die Golden Knights dadurch torlos. „Wir hätten besser spielen müssen. Wir hätten bereits im vorherigen Heimspiel besser sein müssen. Insgesamt hätten wir besser sein müssen“, sagte Verteidiger Shea Theodore.

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Theodore ist neben William Karlsson, Keegan Kolesar, Brayden McNabb und Jonas Rondbjerg einer von fünf Spielern, die bereits seit der ersten Saison 2017/18 dieser Franchise angehören. 2023 wurde der Stanley Cup gewonnen, 2018 und in diesem Jahr verlor man jeweils die Finalserie. In der Debüt-Saison unterlagen sie mit 1:4 den Washington Capitals, nun mit 2:4 den Hurricanes. „Es ist einfach bitter, so weit zu kommen und dann zu verlieren“, so Theodore. „Es war ein langes Jahr. Wir haben uns durch viele Schwierigkeiten gekämpft, durch viele Verletzungen. Ich bin einfach stolz auf alle, darauf, wie hart sie gearbeitet haben, um es bis hierher zu schaffen.“

Trainerwechsel kurz vor den Playoffs

Die Golden Knights blicken auf einen speziellen Saisonverlauf zurück. Kurz vor Beginn der Playoffs durchlebte die Mannschaft plötzlich eine Schwächephase. Ende März wurde Trainer Bruce Cassidy entlassen und durch John Tortorella ersetzt. Der neue Coach brachte das Team zurück auf die Erfolgsspur. „Er war unglaublich“, lobte Noah Hanifin direkt nach der Finalniederlage.

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„Dass er in dieser Situation kam, acht Spiele vor Schluss, war natürlich eine ziemlich außergewöhnliche Lage. Aber er hat bei unserer Mannschaft die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt, an uns geglaubt und großes Vertrauen in jeden Einzelnen hier gehabt. Er hat uns wirklich entscheidend vorangebracht und uns die Chance gegeben, zu diesem Zeitpunkt der Saison (in den Playoffs, Anm. d. Red.) noch mitzuspielen.“

Mit Blick auf die ganze Saison fügte er hinzu: „Ich glaube, zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr wussten wir als Gruppe nicht so recht, wo wir stehen. Es gab durchaus Schwierigkeiten, aber wir haben einen Weg gefunden, uns zusammenzuraufen und im richtigen Moment als Team zu funktionieren.“ Dies war nicht nur auf den Trainer zurückzuführen, sondern auch auf den guten Teamgeist: „Wir sind hier wie Brüder. Wir haben schon viel zusammen durchgemacht. Wir konzentrieren uns einfach darauf, füreinander zu spielen, jeder kämpft für den Nebenmann.“

Tortorella lobt und lässt Zukunft offen

Auch Tortorella hob nach der Niederlage zunächst das Positive hervor: „Ich mag diese Mannschaft. Das ist eine geile Truppe - zielstrebig und erfahren. Sie sind echte Profis. Das ist eine richtig gute Mannschaft.“ Warum es im Finale nicht für den Sieg gereicht hat? „Ich weiß es nicht, es gibt immer viele Faktoren“, antwortete er. „Ich fand ihren Torwart heute Abend wirklich stark. Seitdem er reingekommen ist, hat er sehr gut gespielt. Wir hatten heute Abend Gelegenheiten, um noch einmal heranzukommen. Alle Spiele waren eng. Man versucht, einen Weg zu finden. Das ist ihnen heute Abend gelungen.“

Der Trainer ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft weitere Gelegenheiten bekommen wird. „Ich weiß, wir haben diesmal den Kürzeren gezogen, aber ich habe das Gefühl, dass es eine starke Truppe ist. Ich bin gespannt, was nächstes Jahr passiert, denn sie bekommen eine weitere Chance. Das ist so eine starke Truppe, so ein starkes Team.“ Ob er in der kommenden Saison noch immer diese Mannschaft trainieren wird, ließ er allerdings offen: „Ich muss das erst einmal verarbeiten.“

Wer auch immer zukünftig der Coach sein wird: Dieser Mannschaft ist weiterhin vieles zuzutrauen.

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