Die Sorgenfalten beim Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer vor dem dritten und letzten Spiel seiner Mannschaft in Gruppe A am Sonntag gegen Tschechien (12:10 Uhr) in der Santagiulia Ice Hockey Arena in Mailand sind tief. Der Grund: Bei der Niederlage am Freitag gegen Kanada schieden mit Kevin Fiala, Denis Malgin und Andrea Glauser gleich drei Stützen des Teams verletzt aus. Für Fiala von den Los Angeles Kings sind die Olympischen Winterspiele vorbei. Er zog sich eine schwere Beinblessur zu. Ob Glauser (Verdacht auf Gehirnerschütterung) und Malgin (Schulterverletzung) gegen die Tschechen auflaufen können, ist äußerst fraglich.
Durch das Aus von Fiala ist Fischer gezwungen, die Linksaußen-Position in der ersten Sturmreihe neu zu besetzten. Mögliche Kandidaten dafür sind Nino Niederreiter von den Winnipeg Jets und Philipp Kurashev von den San Jose Sharks. Center Nico Hischier und Rechtsaußen Timo Meier, die beide in Diensten der New Jersey Devils stehen, gelten in der Top-Formation als gesetzt. Den Mittelstürmerposten von Malgin in der zweiten Reihe könnte Calvin Thürkauf einnehmen.
Das Fehlen von Glauser würde eine große Lücke in den Abwehrverbund der Nati reißen. Er bildete dort zusammen mit Roman Josi das erste Verteidigerpaar. Für den Part an der Seite des Kapitäns der Schweiz und der Nashville Predators ist auf jeden Fall ein defensiv orientierter Blueliner vonnöten. Die plausibelste Lösung wäre sicherlich Jonas Siegenthaler. Der Devils-Verteidiger erfüllt dieses Anforderungsprofil bestens. In den ersten zwei Spielen agierte er als Partner von Dean Kukan. Sollte Glauser wie erwartet nicht einsatzbereit sein, dürfte Tim Berni als siebter Defensivmann erstmals bei den Spielen in Mailand ins Schweizer Aufgebot rücken.
Beim Kontrahenten aus Tschechien ist die Stimmung gut. Im Anschluss an die deftige, aber durchaus eingepreiste 0:5-Niederlage gegen Kanada besiegten sie Frankreich mit 6:3. Allerdings ließ der Weltmeister von 2024 auch in diesem Spiel zwischendurch eklatante Abwehrschwächen erkennen. So gerieten die Tschechen nach einer 2:0-Führung während eines fünfminütigen Tiefschlafs mit 2:3 ins Hintertreffen. Doch am Ende rückte die Abteilung Attacke die Verhältnisse wieder zurecht.
„Wir wissen, dass wir uns solche Fehler nicht erlauben dürfen. Man muss einfaches Hockey spielen und die Pucks tief in die gegnerische Zone bringen“, sagte Verteidiger Michal Kempny, der 2018 mit den Washington Capitals den Stanley Cup gewann und jetzt seine Brötchen bei Brynäs IF in Schweden verdient, über die Aussetzer gegen Frankreich.
























