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Buffalo vor Global Series im Formtief

Nach einem tollen Oktober wartet das Team von Trainer Ralph Krueger seit drei Spielen auf einen Sieg

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Das hatten sich die Buffalo Sabres anders vorgestellt. Neun Siege gab es für das Team von Coach Ralph Krueger im Oktober. Unterm Strich ein sehr guter Monat für die Mannschaft aus dem Staat New York. Doch ausgerechnet vor einem frühen Höhepunkt der Saison, den beiden Partien gegen die Tampa Bay Lightning im Rahmen der NHL Global Series in Stockholm (Schweden) am Freitag und Samstag, scheint das Team etwas aus dem Tritt gekommen zu sein. Drei Niederlagen in Folge (0-2-1) gab es vor dem Abflug nach Europa. 
 

Nahmen sie beim 2:3 nach Penaltyschießen im heimischen KeyBank Center gegen die Arizona Coyotes am vergangenen Montag wenigstens noch einen Zähler mit, gingen sie beim 1:6 bei den Washington Capitals am Freitag und beim 0:1 zu Hause gegen die New York Islanders am Samstag leer aus. Vor allem die Heimpleite gegen die Islanders schmerzte. Und das doppelt. 

 

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Zum einen zeigten sich die Sabres in dieser Saison bislang vor allem dann hochkonzentriert und fokussiert, wenn sie die Partie am Tag direkt zuvor verloren hatten. Dann gingen sie im gleich darauffolgenden Spiel bis dahin immer als Sieger vom Eis. Dem 2:5 bei den Anaheim Ducks folgte ein 3:0-Sieg bei den Los Angeles Kings, dem 2:6 bei den New York Rangers folgte ein 2:0 bei den Detroit Red Wings. Doch jetzt gab's nach dem 1:6 bei den Capitals das 0:1 gegen die Islanders. Zum anderen war die Heimpleite enttäuschend, weil die Sabres zum ersten Mal in dieser Spielzeit ohne eigenen Treffer geblieben sind. 

"Wenn man einen schlechten Abend erwischt, ist das eine große Hilfe, eine Identität zu entwickeln", meinte Krueger vor dem Spiel gegen die Islanders. Entsprechend erwartete er eine Reaktion seiner Truppe. Die bemühte sich auch, hatte mit 27 Schüssen sechs mehr als der Gegner, hatte auch mehr Torchancen. Doch an diesem Abend war an Semyon Varlamov im Islanders-Kasten kein Vorbeikommen. "Wir haben hart gearbeitet und alles versucht, aber so läuft es eben manchmal", sagte Sabres-Stürmer Marcus Johansson. 

"Ich denke, wir hatten viele Möglichkeiten", sagte auch Sabres-Kapitän Jack Eichel. "Wir haben als Team gut gespielt. Wir hatten unsere Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Das ist die Geschichte des Spiels. Ich meine, wir haben 0:1 verloren. Es war nicht so, dass wir als Mannschaft schlecht gewesen wären und die Islanders uns an die Wand gespielt hätten." Nach der vielleicht schlechtesten Leistung in dieser Saison bislang beim 1:6 in Washington sei man gut zurückgekommen. Gegen die gute Defensive der Islanders sei es allerdings nicht einfach.

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Vielleicht kommt die Reise nach Schweden ganz recht für die Sabres. Sie haben jetzt erst mal ein paar Tage Pause. Die Spiele gegen die Lightning sind erst am 8. und 9. November. Zeit genug für die Sabres, sich auf die offensiven Stärken zu besinnen, die ihnen im Oktober so viele Punkte gebracht haben. Und dann darf man nicht übersehen, dass es im Moment noch Jammern auf hohem Niveau ist. Denn die Sabres sind mit 20 Zählern auf Platz zwei der Atlantic Division. Lediglich die Boston Bruins sind besser. Vor der Saison wesentlich höher gehandelte Mannschaften in der Division wie die Toronto Maple Leafs und auch die Lightning stehen in der Divisionstabelle hinter den Sabres.

Den Abstand zu Tampa, der sechs Punkte beträgt, können die Sabres in Stockholm weiter ausbauen. Besonders die Schweden im Team wie Torwart Linus Ullmark, Verteidiger Rasmus Dahlin sowie die Stürmer Johan Larsson, Victor Olofsson und Johansson sollten in ihrer Heimat motiviert sein. Einen zusätzlichen Energieschub wird Olofsson bekommen. Denn er wurde von der NHL zum Rookie des Monats Oktober gekürt. In 13 Spielen schoss er sechs Tore und bereitete vier weitere vor. 

Das Besondere: Alle Treffer schoss er im Powerplay und hatte damit wesentlichen Anteil an der sehr guten Erfolgsquote der Sabres in Überzahl. Diese liegt bei 26,9 Prozent und ist die drittbeste in der Liga hinter den Bruins und den Edmonton Oilers. Da kommt es den Sabres doch gerade recht, dass die Lightning in Unterzahl noch einige Defizite aufweisen. Eine Quote von 72,9 Prozent weisen die Lightning im Penaltykilling auf und sind damit in den hinteren Bereichen in der Liga angesiedelt. 

Helfen können den Sabres auch wieder zwei Rückkehrer. Verteidiger Brandon Montour gab gegen die Islanders sein Saisondebüt. Er hatte die vorherigen Spiele mit einer Handverletzung verpasst, die er sich in der Vorbereitung zugezogen hatte. Und nach drei Spielen Pause wegen einer Unterkörperverletzung war auch Angreifer Jimmy Vesey wieder mit von der Partie. 

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Die Sabres haben in den kommenden Tagen die Möglichkeit, sich zu sammeln, die Niederlagen aufzuarbeiten und wieder zurück in die Spur zu finden. "Das ist großartig für uns, zusammen unterwegs zu sein. Es wird uns helfen, abseits des Eises als Gruppe weiter zusammenzuwachsen", sagte Eichel. "Das ist eine einmalige Erfahrung, die nicht viele Teams machen. Echt cool. Wir haben viele Jungs aus Schweden im Team und auch ein paar Finnen, zudem noch einen Coach mit europäischem Hintergrund", meinte Eichel zu den bevorstehenden Spielen der Global Series. Man bekomme die Möglichkeit, viel Zeit miteinander zu verbringen und Spiele in einer Atmosphäre zu absolvieren, an die wir nicht gewöhnt sind. "Das ist etwas, an das wir uns für den Rest des Lebens erinnern werden. Aber natürlich wollen wir auch die vier Punkte", betonte der Sabres-Kapitän. 

Auf diese sind allerdings auch die Lightning scharf. Denn beim Team aus Florida läuft es ebenfalls noch nicht rund. Aus den vergangenen vier Spielen gab es lediglich einen Sieg für die Mannschaft um Steven Stamkos und Nikita Kucherov. Demnach werden sie ebenfalls die Chance ergreifen wollen, fernab der Heimat wieder in die Spur zu finden und mit neuem Selbstvertrauen die Heimreise anzutreten.

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