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Die Carolina Hurricanes zeigen sich zuversichtlich, dass es sich bei der Niederlage in Spiel 1 im Stanley Cup Finale gegen die Vegas Golden Knights um einen Betriebsunfall gehandelt hat, der rasch zu reparieren ist. Am Dienstag hatte die Mannschaft aus Raleigh trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung eine bittere 4:5-Heimpleite im Lenovo Center hinnehmen müssen. Doch nach Ansicht von Carolinas Belegschaft war weniger der stark auftrumpfende Kontrahent der Grund für den missglückten Auftakt, sondern in erster Linie die eigene Nachlässigkeit.

„Vieles von dem, was gestern nicht funktioniert hat, war selbstverschuldet“, zeigte sich Hurricanes-Stürmer Taylor Hall am Mittwoch auf einer Pressekonferenz selbstkritisch. Allerdings dürfe man nicht vergessen, dass es sich bei Vegas um einen extrem schweren Gegner handele. „Aber natürlich ist es unsere Aufgabe, eine Lösung zu finden, wie man ihn knacken kann. Wenn jeder von uns eine Schippe drauflegt, werden wir das bewerkstelligen und erfolgreich sein. Da bin ich recht zuversichtlich.“

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Der Optimismus von Hall dürfte sich aus einer Erfahrung speisen, die noch nicht lange zurückliegt. Im Eastern Conference Finale gegen die Montreal Canadiens zogen die Hurricanes in Spiel 1 nach zwei vorangegangenen Sweeps mit 2:6 deutlich den Kürzeren. Danach besannen sie sich wieder auf ihre Qualitäten. Mit vier aufeinanderfolgenden Siegen machten sie im Anschluss den Einzug ins Stanley Cup Finale perfekt.

Genau auf diese Resilienz und Lernfähigkeit der Hurricanes setzt Verteidiger Jalen Chatfield. „Wir haben das gesamte Jahr über gezeigt, dass wir in der Lage sind, Widerstände zu überwinden. Wir wissen, was es braucht, um Spiele auf diesem Level zu gewinnen. Und ich bin sicher, dass wir das in der nächsten Partie unter Beweis stellen werden“, hob er hervor. „Wir haben heute eine intensive Fehleranalyse betrieben und wissen, was wir besser machen müssen. Genau darum geht es zu diesem Zeitpunkt des Jahres. Man muss aus seinen Unzulänglichkeiten lernen und die notwendigen Anpassungen vornehmen.“

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Eine schnelle und passende Antwort auf die Niederlage vor eigenem Publikum zu geben, ist Carolina auf jeden Fall anzuraten. Das verdeutlicht ein Blick in die Statistik. Denn sollte Spiel 2 am Donnerstag (8 p.m. ET; Fr. 2 Uhr MESZ) vor eigenem Publikum erneut in die Hose gehen, dürfte es für die Hurricanes äußerst kompliziert werden, den zweiten Stanley Cup nach 2006 nach Raleigh zu holen. Carolina weist nämlich in der Franchise-Geschichte eine Bilanz von 2:10 und damit nur eine Erfolgsquote von 16,7 Prozent auf, wenn das Team in einer Serie mit 0:2 in Rückstand liegt.

Generell haben es Mannschaften in einem Stanley Cup Finale äußerst schwer, ein Comeback zu schaffen, wenn sie die ersten beiden Spiele in den Sand gesetzt haben. Ihre Matchbilanz beläuft sich auf 5:50, was einer Erfolgsquote von gerade einmal 9,1 Prozent entspricht.

Die Marschroute für die Hurricanes ist damit klar vorgegeben. Ein Sieg in Spiel 2 muss her, koste es, was es wolle.

Carolinas Verteidiger Sean Walker hat einen Bereich ausgemacht, in dem sich die Mannschaft in der ersten Partie gegen die Golden Knights extrem schwertat und der dingend einer Verbesserung bedarf. „Die meisten Tore haben sie aus dem Slot heraus erzielt. Deshalb müssen wir diese Zone kompakter verteidigen“, erklärte er und versprach insgesamt eine Steigerung. „Am Dienstagabend haben wir aus irgendeinem Grund nicht unsere beste Leistung abgerufen. Wenn wir jedoch an unsere Grenzen gehen, sind wir jederzeit in der Lage, einen Gegner und eine Serie zu dominieren. Ich bin sicher, dass wir einen Weg finden werden, um die Fehler abzustellen und zurückzukommen.“

Trainer Rod Brind’Amour versuchte ebenfalls, die Bedenken zu zerstreuen. „Wir wussten, dass es nicht einfach werden würde. Es ist uns leider in Spiel 1 nicht gelungen, unseren Matchplan umzusetzen und so aufzutreten, wie wir uns das vorgenommen hatten. Es hat nicht gereicht, um unseren Gegner in die Knie zu zwingen. Aber wir sind immer noch da und das ist zunächst einmal das Wichtigste“, ließ er wissen. Er sei überzeugt davon, dass sich seine Schützlinge in Spiel 2 von einer anderen Seite präsentierten.

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