Stanley Cup Final: Vegas Golden Knights v Carolina Hurricanes - Game One

Die Rollen vor Spiel 2 im Stanley Cup Finale 2026 zwischen den Carolina Hurricanes und den Vegas Golden Knights am heutigen Donnerstag (8 p.m. ET; Fr. 2 Uhr MESZ) im Lenovo Center von Raleigh sind klar verteilt. Die Hausherren haben nach dem verlorenen Heimspiel zu Beginn der Serie großen Druck. Die Gäste dagegen können unbeschwert auflaufen. Doch das sind nicht die einzigen interessanten Begebenheiten rund um dieses Duell.

Ein Anruf bringt die Wende

Ein Telefonanruf von einem guten Freund bewirkt manchmal Wunder. Das zeigt das Beispiel von Tomas Hertl, dem Angreifer der Vegas Golden Knights. Während Spiel 3 der Zweiten Runde in der Western Conference zwischen der Vertretung aus Nevada und den Anaheim Ducks berichtete der Reporter im Fernsehen, dass der Tscheche seit 29 Spielen nicht mehr getroffen hatte. Als Joe Pavelski, sein ehemaliger Teamkollege bei den San Jose Sharks, davon hörte, war er regelrecht geschockt. „Ich habe ihn am nächsten Tag angerufen, um mich zu erkundigen, wie es ihm geht. Ich habe ihm gesagt, dass er ein ausgezeichneter Spieler ist und ihn an ein paar kleine Dinge erinnert, die er tun könnte, um seine Torflaute zu beenden“, fasste Pavelski den wesentlichen Inhalt des Gesprächs zusammen.

Hertl nahm sich die Worte zu Herzen. Er traf in Spiel 4 und Spiel 5 gegen Anaheim und ließ im Conference Finale den Game Winner in Spiel 3 gegen die Colorado Avalanche folgen. Beim Auftaktmatch im Stanley Cup Finale gegen die Hurricanes war er erneut zur Stelle. Dreieinhalb Minuten vor Schluss markierte der Center den 5:4-Endstand für die Golden Knights.

Carolina und Vegas stehen am 4. Juni in Spiel 2 auf dem Eis

Vegas hat einen veritablen Lauf

Die Golden Knights haben derzeit einen eindrucksvollen Lauf. Sie erreichten das Stanley Cup Finale mit einer Siegesserie von sechs Partien. Dieses Kunststück hatten vor ihnen in der NHL-Geschichte lediglich sieben andere Teams vollbracht. Vier von ihnen ist es gelungen, danach auch die ersten beiden Spiele der Finalserie für sich entscheiden. Es handelte sich um die Pittsburgh Penguins (1992), die Montreal Canadiens (1978) und zweimal die Boston Bruins (1972 und 1970). Vegas schickt sich an, der fünfte Klub zu werden, dem dies gelingt. Voraussetzung dafür ist ein weiterer Triumph in Spiel 2 in Raleigh.

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Statistik spricht eindeutige Sprache

Die Statistik macht deutlich, wie wichtig ein Erfolg für die Hurricanes in Spiel 2 wäre, um in der Endspielserie nicht frühzeitig aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten. Teams, die in einem im Modus Best-of-7 ausgespielten Finale mit 0:2 zurücklagen, holten in nur 9 Prozent aller Fälle (Matchbilanz 5:50) noch den Stanley Cup. Zuletzt ist es elf von 23 Heimteams gelungen, nach einem verlorenen Spiel 1 die zweite Finalpartie zu gewinnen und den Serienausgleich herzustellen. Acht dieser elf Mannschaften sicherten sich schließlich den Pokal.

Stürmertrio weckt Comeback-Hoffnungen

Was das Comeback in Spiel 2 betrifft, ruhen die Hoffnungen im Lager der Hurricanes speziell auf einem Stürmertrio. Jeder dieser drei Akteure hat es in der laufenden Saison und den Playoffs im Schnitt auf mindestens einen Punkt im Spiel nach einer Niederlage gebracht. Es handelt sich um Nikolaj Ehlers (1,18), Andrei Svechnikov (1,16) und Sebastian Aho (1,09). Ehlers sammelte insgesamt 39 Punkte (17 Tore, 22 Assists) in dieser Konstellation, Svechnikov kam auf 37 Zähler (18 Tore, 19 Assists) und Aho auf 35 (10 Tore, 25 Assists). Der Finne Aho war der bislang letzte Akteur von Carolina mit mindestens 40 Punkten in Auftritten nach einer Niederlage. Die gelang ihm in der Saison 2018/19.

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Andersen feiert Playoff-Jubiläum

Für Frederik Andersen, dem Schlussmann der Hurricanes, wird Spiel 2 zu einem denkwürdigen Erlebnis. Er hütet zum 100. Mal in seiner NHL-Laufbahn das Tor in einer Playoff-Begegnung. Damit avanciert er zum sechsten außerhalb von Nordamerika geborenen Goalie, dem dieses Jubiläum vergönnt ist. Vor Andersen hatten sich Henrik Lundqvist, Andrei Vasilevskiy, Dominik Hasek, Sergei Bobrovsky und Tuukka Rask die Ausrüstung für das 100. Postseason-Spiel in der NHL angelegt. In der aktuellen K.o.-Phase stand Andersen bei Carolina in allen 13 Partien zwischen den Pfosten. Dabei hatte er einen Gegentorschnitt von 1,65 und eine Fangquote von 92,0 Prozent vorzuweisen. Dreimal verbuchte er einen Shutout.

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