Die NHL-Saison 2025/26 bot viele bunte Geschichten und spannende Handlungsstränge. NHL.com/de hat die zehn besten Storylines in einem Feature zusammengefasst.
Eine Liga ohne Sicherheiten
Die NHL-Saison 2025/26 hatte viele Tore, viele Wendungen und viele große Namen. Vor allem aber hatte sie eine bemerkenswerte Eigenschaft: Sie zerlegte alte Gewissheiten. Starpower reichte nicht. Hauptrundendominanz garantierte nichts. Geduld konnte zum Stanley Cup führen, Radikalität aber ebenfalls fast bis ans Ziel. Junge Teams übersprangen Entwicklungsstufen, während etablierte Favoriten plötzlich an den eigenen Ansprüchen scheiterten.
Genau deshalb wirkte diese Spielzeit größer als eine reine Abfolge von Tabellenständen, Serien und Auszeichnungen. Sie erzählte von Modellen, Gegenmodellen und Sollbruchstellen. Von Carolina bis Edmonton, von Buffalo bis Montreal, von Macklin Celebrini bis Olympia entstand das Bild einer Liga, in der kaum etwas stehen blieb.
Carolina vollendet den Plan
Die Carolina Hurricanes lieferten die sportliche Auflösung dieser Saison. Ihr Stanley Cup-Triumph war kein plötzlicher Ausbruch, sondern der letzte Stein in einem Bauwerk, an dem die Franchise seit Jahren gearbeitet hatte. Unter Trainer Rod Brind’Amour standen die Hurricanes längst für Struktur, Tempo, Druck auf den Puck und eine Identität, die in der Regular Season zuverlässig war. In den Playoffs fehlte lange nur der letzte Beweis.
2025/26 gelang er. Carolina gewann nicht, weil es sich neu erfand, sondern weil es dem eigenen Weg treu blieb. Genau darin lag die Wucht dieser Meisterschaft. Die Hurricanes wirkten nicht wie ein Team, das zufällig heiß lief, sondern wie eine Mannschaft, die ihren Stil unter maximalem Druck endlich über vier Runden stabil hielt. Jordan Staal als Gewinner der Conn Smythe Trophy passte perfekt in diese Erzählung. Nicht der lauteste Star prägte das Bild, sondern ein Kapitän, der Carolinas Reife, Härte und Beständigkeit verkörperte.

























