War die Vertragslaufzeit oder das Gehalt das entscheidende Kriterium?
"Mir war das Geld nicht wichtig, sondern nur die Vertragslaufzeit. Ich werde jetzt auch 30, wenn du da einen Zwei- oder Dreijahresvertrag unterschreibst, dann ist immer das Risiko im letzten Vertragsjahr, dass du ein schlechtes Jahr hast und schon wieder um einen neuen Vertrag kämpfen musst oder am Ende vielleicht sogar aus der Liga rausfällst. Sechs Jahre mit diesen Statistiken, die ich in den letzten Jahren hatte, gab es entsprechende Vergleichswerte so wie bei Markström, Binnington und Fleury. Deswegen waren mir die sechs Jahre wichtiger als das Geld."
Inwiefern spielten nach den dreimaligen Scheitern in der zweiten Playoff-Runde und den Einbußen in der Tiefe vom Kader durch Spielerabgänge Zweifel bei dir mit, dass es bei den Avalanche mit dem Stanley Cup klappen wird?
"Die Entscheidung nach Seattle zu gehen, war nicht von den zu verzeichnenden Abgängen der Avalanche abhängig. In Colorado haben sie Probleme mit dem Salary Cap. Ein größerer Punkt wäre gewesen, wenn der Gabe irgendwo hingegangen wäre, weil dann der Kern der Mannschaft auseinandergefallen wäre. Sie werden in den kommenden Jahren weiterhin eine sehr gute Mannschaft stellen, weil alle noch jung sind. Auch wenn wir in den letzten drei Jahren in der zweiten Runde rausgeflogen sind, besteht weiterhin in Colorado die Möglichkeit zu gewinnen."
Was hat bei dir den Ausschlag gegeben, von einem Titelanwärter zu einem Neuling zu wechseln?
"Es ist eine neue Stadt, eine neue Mannschaft, die Fans sind dementsprechend heiß. Es ist eine supertolle moderne Arena, die erst im Oktober fertig werden wird. Ich sehe das genauso, wie das Vegas damals gemacht hat, mit viel Hysterie in die Liga reinzukommen und gleich bis ins Stanley Cup Finale durchzumarschieren. Klar, dass wir uns erst einmal einspielen und finden müssen. Natürlich werden da Fehler gemacht und wir müssen uns daraus zu einem Spitzenteam entwickeln. Dieser Prozess gehört einfach dazu. Ich finde es klasse bei dem Neuaufbau dabei zu sein. Ich habe jetzt sechs Jahre unterschrieben und freue mich, die Säule für Seattle sein zu dürfen."
Wieviel Verantwortung mehr siehst du in Seattle auf dich zukommen?
"Je mehr Spiele man unter dem Gürtel hat und je älter man wird, je mehr Erfahrung dahinterkommt, desto größer wird die Verantwortung, die man übernehmen muss. Ich sehe keinen größeren Druck darin, aber ich finde es schön zu sehen, dass sie mich unbedingt wollten. Dann bin ich umso mehr bereit für die Stadt, die Organisation und die Fans alles zu geben. Es wird spannend."