Torwartwechsel zur Pause
Nach dem Horror-Start (9:15 Schüsse im ersten Drittel) reagierte Montreals Trainer Dominique Ducharme und tauschte zur Drittelpause den Keeper: Für Starter Primeau, der vier Gegentore bei 15 Schüssen kassierte (73,3 Prozent Fangquote), kam Backup Jake Allen.
"Ich habe mich in der Kabine schnell unter vier Augen mit ihm unterhalten", sagte Allen. "Für ihn war es ein Schlagloch auf seinem Weg. Ich kann nur sagen, was für ein toller Torwart und was für ein guter Bursche er ist. Eines Tages, wenn es gilt, das Erbe von Carey Price anzutreten, wird die Stunde von Cayden schlagen. In dieser Liga muss man auch verlieren lernen, insbesondere als Goalie. Ich bin mir sicher, dass er sich das zu Herzen nehmen wird, das machen alle jungen Torhüter. Aber er wird weitermachen und bereit sein, denn wir werden ihn brauchen."
Auch Chiarot nahm den 21-jährigen Schlussmann in Schutz: "Es war nicht Primeaus Schuld, sondern unsere. Wir waren vor ihm zu schwach und keinerlei Hilfe. Mit einem jungen Torwart zwischen den Pfosten müssen wir von der ersten Minute an da sein und ihn seinen Rhythmus finden lassen."
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Caufield und Lehkonen bringen Canadiens auf die Anzeigetafel
In der Folge konnte Montreal mit Allen zwischen den Pfosten (19 Saves, 95 Prozent Fangquote) der Offensivwucht der Maple Leafs zwar ein wenig mehr entgegensetzen, blieb aber selbst über weite Strecken zu ungefährlich (5:10 Schüsse im zweiten, 7:10 Schüsse im dritten Drittel). Immerhin: Cole Caufield, Erstrunden-Pick beim NHL Draft 2019 (15. Stelle), erzielte nach feinem Querpass von Corey Perry das 1:4 (34.).
Kurz nach Beginn des Schlussdrittels reagierte Artturi Lehkonen am schnellsten auf einen Abpraller und verkürzte auf 2:4 (44.). Eine Aufholjagd blieb allerdings aus. Auch weil NHL-Top-Torjäger Auston Matthews seinen 40. Saisontreffer markierte und damit gleichzeitig den 5:2-Endstand herstellte (56.).