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Am Ende der regulären Saison 2020/21 kommt es zu einer ganzen Reihe von Duellen, die eine Generalprobe für die erste Runde der Stanley Cup Playoffs darstellen. Diese Partien sind für alle Beteiligten ein bedeutender Gradmesser für den Leistungsstand unmittelbar vor Beginn der Postseason.

In der Discover Central Division stehen sich in ihren beiden abschließenden Saisonspielen die Carolina Hurricanes und die Nashville Predators gegenüber, während es die Florida Panthers zweimal mit den Tampa Bay Lightning zu tun bekommen. In der Scotia North Division sind die Montreal Canadiens in den letzten vier Begegnungen jeweils zweimal gegen die Toronto Maple Leafs und die Edmonton Oilers gefordert. Und in der Honda West Division empfangen die Vegas Golden Knights die St. Louis Blues zu zwei Gastspielen.

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Besondere Brisanz steckt in den Begegnungen zwischen den Hurricanes und den Predators. Für beide Teams geht es um viel. Die Vertretung aus Raleigh hat im Kampf um die Presidents' Trophy für die punktbeste Mannschaft der regulären Saison nichts zu verschenken und der Konkurrent aus Nashville benötigt jeden Zähler, um als Tabellenvierter der Divison vor den Dallas Stars über die Ziellinie zu gehen. An ein mögliches Aufeinandertreffen zum Auftakt der Playoffs denkt in beiden Lagern im Moment jedoch keiner so richtig.
"Für uns sind diese Spiele sehr wichtig, weil wir die Chance auf den ersten Platz in der Liga haben. Darum kommt es für uns im Moment nicht so sehr darauf an, gegen wen wir in den Playoffs spielen müssen. Wir sind voll auf uns fokussiert und werden erst danach schauen, wer unser Gegner ist und uns entsprechend auf ihn vorbereiten", sagte Nino Niederreiter am Donnerstag im Anschluss an das Vormittagstraining zu NHL.com/de. Der Churer hat eine starke Saison hingelegt. In der teaminternen Torjägerliste steht er mit 20 Treffern an zweiter Stelle hinter Sebastian Aho, der 24-mal ins Schwarze traf.
Hurricanes-Trainer Rod Brind'Amour hat sich ebenfalls noch keine allzu großen Gedanken darüber gemacht, dass die Predators nicht nur in den letzten beiden Saisonspielen, sondern auch in der ersten Playoff-Runde der Kontrahent seiner Mannschaft sein könnten.

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"Ehrlich gesagt habe ich mich damit bisher nicht übermäßig beschäftigt. Man denkt meist nur an das, was unmittelbar vor einem liegt", ließ er gegenüber NHL.com/de verlauten. Dass es ausgerechnet in den finalen Spielen der regulären Saison zu einer Vorpremiere der Playoff-Serie gegen die Predators kommen könnte, ändert laut Brind'Amour wenig an der grundsätzlichen Herangehensweise. "Der Fokus liegt genauso darauf, die Spiele zu gewinnen. Sicher würde ich im Fall der Fälle darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, alle Karten auf den Tisch zu legen oder sich vielleicht in gewisser Weise bedeckt zu halten. Aber das wird man sehen", fügte der Coach hinzu.
Die Bilanz der Hurricanes gegen die Predators in der laufenden Spielzeit ist makellos. In sechs Spielen gab es sechs Siege. Das Torverhältnis beträgt 23:9 zugunsten von Carolina.
In Nashville ist man sich deshalb der Schwere der Aufgabe bewusst. "Das sind zwei gewaltige Herausforderungen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir sie bewältigen", meinte Angreifer Colton Sissons am Mittwoch nach dem Match bei den Columbus Blue Jackets.
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In einer komfortablen Ausgangslage befinden sich die Maple Leafs in der Scotia North. Sie sind als derzeitiger Spitzenreiter bereits sicher für die Endrunde qualifiziert und können die verbleibenden vier Auftritte ohne Druck angehen. In den kommenden zwei Spielen gibt mit den Canadiens ein potentieller Gegner in der ersten Runde der Playoffs seine Visitenkarte in Toronto ab.
Torontos Verteidiger Travis Dermott freut sich auf die zwei bevorstehenden Spiele mit den Canadiens. "Ich mag es, wenn man schon während der Saison gegen Mannschaften spielt, auf die man später in den Playoffs trifft. Dadurch bekommt man einen guten Vorgeschmack auf das, was einen erwartet", sagte er am Donnerstag auf Nachfrage von NHL.com/de.

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Sein Teamkollege Joe Thornton blickt den beiden Vergleichen mit den Canadiens gelassen entgegen. "Wir kennen das Team ziemlich gut, weil wir die letzten Monate oft gegeneinander gespielt haben. Ich denke daher nicht, dass es große Überraschungen geben wird. Dennoch erwarte ich interessante Spiele, weil wir beide in der Tabelle möglichst gut abschneiden wollen", erläuterte er.