"Die Möglichkeit zu dieser Position hat sich ganz zufällig ergeben", erzählt Sturm. "Wenn es nicht in Ontario gewesen wäre, dann hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht, weil ich mich in L.A. so wohlfühle. Aber es ist alles im selben Haus. Wir spielen nur ein einem anderen Stadion, das ist der Unterschied. Wir spielen das gleiche System, das gleiche Eishockey, von daher, wird sich für mich nicht viel ändern, aber trotzdem bricht für mich eine ganz wichtige Phase in meiner Karriere als Trainer an, um mich weiterzubilden."
Wie familiär die Entscheidung getroffen und gefunden wurde, macht auch Blake klar, der von einer Win-Win-Situation spricht.
"Ich denke, das war eine einvernehmliche Entscheidung, basierend auf der Tatsache, dass Marco einen Posten als Cheftrainer in der NHL anstrebt", bestätigt der General Manager gegenüber NHL.com/de. "Um das zu werden, muss man in der Position sein, irgendwann als Cheftrainer gearbeitet zu haben und das nicht nur in internationalen Turnieren. Man muss täglich hinter der Bande stehen und die Fragen der Spieler beantworten, wenn sie sich umdrehen und nach ihrer Eiszeit fragen und man alles steuern muss. Das ist als Cheftrainer schon anders und um die Möglichkeit eines Tages Cheftrainer in der NHL zu werden, sind beide Seiten zu der Entscheidung gelangt, dass es jetzt an der Zeit ist, diesen Schritt in Richtung Ontario zu machen. Für uns hat es den Vorteil, dass er die Organisation, die handelnden Personen und die Spieler sehr gut kennt. Außerdem ist die Beziehung zwischen Marco und Todd (McLellan), (sowie dessen Assistenten) Trent (Yawney) und Billy Ranford sehr gut und das kann unserer Organisation nur helfen. Er weiß genau, was wir in der NHL verlangen und kann das aus erster Hand den Talenten in Ontario beibringen. Es war eine einvernehmliche Entscheidung, die beiden hilft, der Organisation und Marco."
Der 43-jährige Niederbayer freut sich auf seine neue Herausforderung und weiß, dass er zukünftig mehr im Fokus stehen wird, wenn auch noch nicht auf höchster Ebene, sondern in zweiter Reihe.
"Es kommen als Chef einige Sachen dazu", erklärt Sturm. "Ich habe es in der letzten Saison selber gemerkt, als Todd mit Corona positiv und zehn Tage weg war. Da war ich für ein paar Spiele als Chef hinter der Bank zuständig. Das sind aber so Sachen, wo man schnell aus dem Rhythmus wieder herauskommt. Egal, ob das jetzt das Management der Bank ist, ob das Ansprachen sind, die Trainingseinteilung und -übungen. Ich merke es jetzt schon im Sommer, dass ich zukünftig derjenige bin, der die Aufgaben verteilt und nicht bekommt. Ich bin im ständigen Kontakt mit meiner Mannschaft und meinem Staff. Das sind doch einige Leute und es ist ein wesentlicher Unterschied. Das ist für mich auch etwas Neues und nur gut für mich. Deswegen freue ich mich auf die neue Aufgabe."