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Van Riemsdyk zeigt sich von seiner besten Seite

Der Stürmer der Philadelphia Flyers überzeugt nach schwachem Start mit seinem vierten Hattrick

von Alexander Gammel @nhlde / NHL.com/de Autor

Die Philadelphia Flyers sorgten im Sommer für eine der größten Verpflichtungen der NHL, als sie am 1. Juli James van Riemsdyk als Unrestricted Free Agent unter Vertrag nahmen. Van Riemsdyk kehrte damit an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er spielte bereits in seinen ersten drei NHL-Saisons für die Flyers, die ihn im NHL Draft 2007 direkt hinter Patrick Kane an zweiter Stelle wählten.

 

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Nach sechs Jahren bei den Toronto Maple Leafs, in denen er 294 Punkte (154 Tore, 140 Assists) in 413 Spielen erzielte, waren die Erwartungen an seine Rückkehr enorm hoch. In dieser Zeit lieferte kein Spieler mehr Punkte und Tore für die Maple Leafs, in der gesamten NHL lag van Riemsdyk nach Punkten unter den besten 50 Spielern, nach Toren belegte er gar Rang 16.

Bislang wurden diese hohen Ansprüche jedoch enttäuscht. Van Riemsdyks Saison war geradezu symptomatisch für die strauchelnden Flyers. Er verpasste die ersten 16 Spiele wegen einer Verletzung und blieb danach hinter seinen Möglichkeiten zurück. In seinen ersten 27 Spielen verbuchte er nur sechs Treffer und 14 Punkte.

Seit drei Spielen scheint er jedoch wieder zu seiner alten Form gefunden zu haben. Mit je einem Tor und einem Assist beim 2:1-Sieg der Flyers gegen die Dallas Stars am Donnerstag und der 3:2-Niederlage gegen die New Jersey Devils am Samstag steigerte er sich bereits deutlich. Am Montag unterstrich er den Aufwärtstrend mit einem Hattrick beim 7:4-Heimerfolg über die Minnesota Wild. Der 29-jährige Stürmer sieht eine Aussprache mit Trainer Scott Gordon für die guten Leistungen in den letzten Spielen verantwortlich.

Video: MIN@PHI: van Riemsdyks vierter Hattrick der Karriere

"Wenn man lange an einem Ort spielt und an bestimmte Dinge gewöhnt ist, die einfach Teil des Systems dort sind, hat man in einem neuen Team natürlich auch Sachen, die anders laufen", erklärte van Riemsdyk. "Es ist gut einige Punkte klarzustellen, weil einem unter Umständen gar nicht klar ist, dass man manches einfach nicht so macht, wie es das Trainerteam will. Dieser Dialog ist wichtig."

Gegen die Wild glich van Riemsdyk einen 2:0-Rückstand mit einem Tor in Überzahl und einem Treffer bei gleicher Stärke aus. Nach zwei Doppelpacks von Nolan Patrick und Wayne Simmonds komplettierte er den vierten Hattrick seiner Karriere, indem er das leere Tor der Wild nutzte. Seinen ersten Hattrick erzielte er 2011 während seinem ersten Aufenthalt in Philadelphia.

Trainer Gordon ist keine unbekannte Größe für ihn und das Fundament zwischen den beiden wurde schon lange vor seiner Rückkehr nach Philadelphia gelegt. Der Trainer der Flyers arbeitete von 2012 bis 2014 als Assistenztrainer der Maple Leafs mit van Riemsdyk und die Kommunikation zwischen den beiden scheint zu stimmen, wie die Leistungen der letzten Spiele vermuten lassen.

"Ich weiß ganz genau, was ich von ihm verlangen kann und zu was er fähig ist, da konnte ich auf meine Erfahrung in Toronto zurückgreifen, was ich dort von ihm gesehen habe und was ich hier in Philadelphia bisher von ihm vermisst habe", bestätigte auch der Trainer die Bedeutung des Gesprächs und der gemeinsamen Erfahrungen.

 

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Eine anhaltende Leistungssteigerung von van Riemsdyk wäre wichtig für die Flyers. Mit dem Sieg am Montag verbuchten sie ihre Punkte 39 und 40 (17-23-6) und gaben die rote Laterne in der Eastern Conference an die Ottawa Senators ab. Sie liegen 14 Punkte hinter einer Wild Card. Ein weiter Weg, aber nach 46 von 82 Spielen kein Ding der Unmöglichkeit.

In der Form der letzten Spiele ist van Riemsdyk genau die Verstärkung, die die Flyers sich im Sommer erhofft hatten. Er verdoppelte beinahe seine Ausbeute der ersten 27 Spiele in nur drei Partien auf elf Tore und legte halb so viele Punkte zu. Seine ersten beiden Tore gegen Minnesota waren abgefälschte Schüsse. Van Riemsdyk sorgte direkt vor dem Tor des Gegners für Gefahr, war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und ließ in diesen entscheidenden Momenten seinen Torinstinkt aufblitzen. Im Verbund mit Spielern wie Claude Giroux und Jakub Voracek hätten die Flyers mit einem JVR in bester Form eine Waffe, die jederzeit ein Spiel zu ihren Gunsten entscheiden kann.

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