Lean Bergmann

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

In der Schweizer National League standen zwischen Weihnachten und Neujahr keine Begegnungen auf dem Programm. Traditionell liegt in dieser Zeit die gesamte Aufmerksamkeit auf dem Spengler Cup in Davos, der zum 97. Mal ausgetragen wurde. Den Titel sicherte sich Gastgeber HC Davos, der im Halbfinale den Vorjahressieger Fribourg-Gottéron ausgeschaltet hatte.

In der PENNY DEL herrschte dagegen Hochbetrieb. Mit Lean Bergmann von den Eisbären Berlin und Marc Michaelis von den Adler Mannheim scorten zwei ehemalige NHL-Spieler für ihre Teams.

HCD erweist sich als Stolperstein

Dem HC Fribourg-Gottéron ist es nicht gelungen, seinen Titel von 2024 zu verteidigen. Das Team mit Torhüter Reto Berra und Angreifer Christoph Bertschy zog am Dienstag im Halbfinale gegen den HC Davos mit 1:3 den Kürzeren. Zuvor hatten die Westschweizer ihre beiden Spiele in der Gruppe Torriani für sich entschieden und sich dadurch den ersten Platz gesichert. Am Freitag bezwangen sie den HC Sparta Praha mit 5:2. Bertschy steuerte einen Assist zum Erfolg bei. Berra bot zwischen den Pfosten eine herausragende Vorstellung. Er wehrte 25 von 27 Schüssen ab und brachte es auf eine Fangquote von 92,6 Prozent. Es folgte ein 4:3 gegen den IFK Helsinki am Sonntag, bei dem die zwei früheren NHL-Profis von Fribourg-Gottéron nicht dabei waren.

In der Vorschlussrunde am Dienstag erwies sich der HCD als eine zu harte Nuss. Wieder mit Berra und Bertschy im Lineup ging Fribourg-Gottéron nach 60 Minuten als Verlierer vom Eis. „Das war eine hartumkämpfte Angelegenheit heute. Es tut natürlich gut, dass uns die Revanche für die späte 2:4-Niederlage gegen Fribourg vom Vorjahr gelungen ist“, sagte der Davoser Stürmer Valentin Nussbaumer nach dem Duell. Er war beim NHL Draft 2019 von den Arizona Coyotes in der 7. Runde an Gesamtposition 207 ausgewählt worden. Allerdings kam er nie in der NHL zum Einsatz.

Der HC Davos belegte in der Gruppe Cattini nach einer 3:5-Auftaktniederlage gegen die U.S. Collegiate Selects und einem 4:1 gegen Team Canada den zweiten Platz. Deshalb mussten die Graubündner gemäß dem Turniermodus einen Umweg über die Pre-Semifinals gehen, um sich für die Runde der letzten Vier zu qualifizieren. Mit einem 3:0 gegen Helsinki lösten sie diese Aufgabe mit Bravour.

Nach dem Triumph gegen Fribourg-Gottéron setzte sich der HCD am Mittwoch auch im Finale durch. Gegner war erneut die College-Auswahl aus Nordamerika. 6:3 hieß es am Ende für die Hausherren, die so den 17. Titelgewinn perfekt machten und nunmehr alleiniger Rekordsieger beim Spengler Cup sind.

Bergmann punktet in zwei Spielen für die Eisbären

In zwei von drei Partien der Eisbären Berlin in den vergangenen Tagen trat Lean Bergmann als Scorer in Erscheinung. Am Dienstag bei der 4:6-Auswärtsniederlage gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven leistete er die Vorarbeit zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Zwei Tage zuvor, beim 5:2 vor eigenem Publikum gegen die Nürnberg Ice Tigers, bekam der Angreifer den Secondary Assist beim Treffer zum 4:0 gutgeschrieben. Lediglich beim verlorenen Heimduell am Freitag gegen die Grizzlys Wolfsburg ging er leer aus. Nach 32 Spielen sind zwölf Punkte (ein Tor, elf Assists) für Bergmann registriert.

Michaelis trifft ins Schwarze

Mit dem Ausgleichstor zum 1:1 im Auswärtsmatch gegen die Augsburger Panther am Sonntag erreichte Marc Michaelis von den Adler Mannheim die 30-Punkte-Marke in der laufenden Saison. Sechs Tore und 24 Assists aus 33 Spielen sind dem Kapitän der Kurpfälzer gelungen. Ohne Torbeteiligung blieb Michaelis am Freitag zu Hause gegen den ERC Ingolstadt (2:5) und am Dienstag in der Arena der Ice Tigers (3:2 n.V.).

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