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Es kommt bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 zum nordamerikanischen Derby um Gold. Nachdem Kanada sich bereits am Freitagnachmittag mit 3:2 gegen Finnland durchgesetzt hatte, fuhren die USA am Abend einen recht mühelosen 6:2-Sieg gegen die Slowakei ein. Die Slowakei tritt am Samstag um 20:40 Uhr gegen die Finnland zum Spiel um Bronze an. Das Finale zwischen den USA und Kanada findet am Sonntag um 14:10 Uhr statt.

„Das ist so aufregend“, fieberte US-Torhüter Connor Hellebuyck bereits dem Finale entgegen. „Das genießen wir heute. Morgen bereiten wir uns vor und dann geht es um Gold.“

Im slowakischen Tor wurde Samuel Hlavaj nach vier Gegentoren und 19 Saves ausgewechselt. Sein Ersatz Stanislav Skorvanek hielt 14 von 16 Schüssen. Bei den USA hatte Connor Hellebuyck deutlich weniger abzuwehren. Er kam auf 18 Saves. Topscorer der Partie war Verteidiger Zach Werenski mit drei Assists. Brady Tkachuk, Tage Thompson (je ein Tor, ein Assist) und Jack Hughes (zwei Tore) kamen auf je zwei Punkte. Martin Fehervary bereitete beide Tore der Slowakei vor.

„Respekt vor diesem slowakischen Team“, betonte Stürmer Jack Eichel. „Sie arbeiten hart und zwingen dich, dir alles wirklich zu verdienen. Eine harte Truppe. Sie haben ein gutes System und bringen gute Spielzüge. Das muss man wirklich anerkennen, deshalb spielen sie jetzt um Bronze. Auch ein Lob an unser Team, ich finde, dass wir wirklich gut gespielt haben, für alles eine Lösung gefunden haben und so konnten wir uns den Sieg sichern.“

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Die USA begannen mit Druck und aggressivem Forecheck und ließen nicht viel zu. In der fünften Minute wurden sie dafür belohnt. Dylan Larkin hatte in der neutralen Zone zu viel Platz, lief mit dem Puck ins gegnerische Drittel und platzierte einen Handgelenkschuss aus dem linken Bullykreis zum 1:0 im kurzen Eck.

Die Partie hatte eine gesunde Härte, besonders Brady Tkachuk und Martin Pospisil gerieten immer wieder aneinander. Durch diese Spielweise und zwei Powerplays schienen die Slowaken etwas besser ins Spiel zu kommen, sie wirkten etwas energetischer und bissiger, allerdings ohne sich Großchancen zu erarbeiten.

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Kurz vor Ende des ersten Drittels kassierte die Slowakei dann ihre erste Strafe, Milos Kelemen musste wegen Beinstellens vom Eis. Das nutzten die USA 43 Sekunden vor der Drittelpause aus. Jack Eichel marschierte mit dem Puck vom linken Flügel Richtung Mitte und zog die Verteidiger mit sich. Dadurch stand Tage Thompson links frei und Eichel bediente ihn für einen starken Direktschuss aus spitzem Winkel zum 2:0.

„Wir sind mehr zusammengewachsen“, lobte Verteidiger Charlie McAvoy. „Wir haben von Anfang an versucht schnell zu spielen, das ist unsere Waffe. Wir haben vorne jede Menge Spielmacher. Wenn wir gut umschalten, sind wir unglaublich schnell. Wir können den Gegner im Forecheck zermürben.“

Im zweiten Drittel gelang den Slowaken zunächst ein besserer Spielaufbau, doch etwas Zählbares wollte auch bei zwei weiteren Powerplays nicht herauskommen, auch wenn Starstürmer Juraj Slafkovsky gute Szenen hatte.

Stattdessen jubelten aber die US-Amerikaner, wenn auch beim ersten Mal fälschlich. In der 28. Minute wurde ein Treffer von Jake Guentzel nicht gegeben, da er Matt Boldys Pass vor das Tor mit dem Schlittschuh über die Torlinie befördert hatte. Dann folgte jedoch ein Doppelschlag.

In der 33. Minute tanzte Jack Hughes mit einem Solo in den Slot und jagte den Puck zum 3:0 unter die Latte. Nur 19 Sekunden später bekam Eichel den Puck vor dem gegnerischen Tor, spielte Hlavaj aus und schob zum 4:0 ein. Für Hlavaj war der Abend damit auch beendet, er wurde für Stanislav Skorvanek ausgewechselt.

In den letzten Minuten des Drittels waren die US-Boys erneut in Überzahl. Direkt nach Ende der Strafe setzte Zach Werensky einen Schuss am Tor vorbei, der Puck prallte zurück genau zu Jack Hughes und der verwandelte einen weiteren Direktschuss (39.).

Im Schlussabschnitt kamen die Slowaken doch noch zu einem kleinen Erfolgserlebnis. In der 45. Minute spielte Adam Rusizcka einen Pass von hinter dem US-Tor in den hohen Slot auf Slafkovsky. Da Hellebuyck aus seiner Position gekommen war, hatte der slowakische Topscorer keine Probleme, das 1:5 zu erzielen. Das war kein Grund zur Besorgnis für die USA. Schlimmer war, dass Tage Thompson das Spiel im dritten Drittel offenbar aufgrund einer Verletzung verließ.

Die USA stellten den alten Abstand aber schnell wieder her. Brady Tkachuk kam nach einem schönen Pass von Vincent Trocheck zum Alleingang und schob mit der Rückhand zum 6:1 ein (51.).

Die USA schalteten einen Gang runter und das nutzte Pavol Regenda. Der Stürmer der San Jose Sharks tauchte in der 54. Minute alleine vor Hellebuyck auf und verwandelte seine Chance mit einem starken Schuss aus kurzer Distanz.

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