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Fünf wichtige Fragen für die New York Rangers

Lundqvist im Tor, Rookies auf dem Vormarsch, Schwung mitnehmen und Abwehr stabilisieren

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Top 10: Rangers Szenen

Top 10 Spielzüge der Rangers... bisher

Ein Rückblick auf die Top Ten Spielzüge der Rangers in 2019/20 ... bisher

  • 05:36 •

Vor der Stanley Cup Qualifikationsrunde fühlt NHL.com/de den 24 Teilnehmern auf den Zahn und wirft jeweils fünf wichtige Fragen auf, mit denen sich die Teams auseinandersetzen müssen. In dieser Ausgabe: New York Rangers.

Die New York Rangers qualifizierten sich mit einer Bilanz von 37-28-5 und einer Punktequote von 56,4 Prozent als Tabellenelfter der Eastern Conference für die Teilnahme an den Stanley-Cup-Qualifikationsspielen.

In einer Best-of-5-Serie treffen die Rangers auf die Carolina Hurricanes (38-25-5; 59,6 Prozent), die zwei Punkte mehr einfuhren und das enge Klassement im Osten als Sechster abschlossen.

1. Lundqvist oder Georgiev oder doch Shesterkin?

Die Rangers stehen in den Playoffs und Henrik Lundqvist ist nicht ihre unumstrittene Nummer 1 für die bevorstehenden Ausscheidungsspiele, unvorstellbar! Vor 23 Jahren, in den Stanley Cup Playoffs 1997, war dies das letzte Mal der Fall. Mit Torwartlegende Mike Richter im Kasten zogen die Rangers damals bis ins Eastern Conference Finale ein. Es folgten sieben maue Jahre, in denen sich das Team aus Big Apple nicht für die Playoffs qualifizieren konnte, doch dann begann die Epoche 'Lundqvist'. Bereits in seiner ersten NHL-Saison 2005/06 verdrängte er den erfahreneren Kevin Weekes als Stammtorwart. Seit Lundqvist zu den Rangers stieß, bestritten sie 129 KO-Runden--Partien, in 128 davon stand der Schwede von Spielbeginn an im Tor. Zur einzigen Ausnahme kam es am 24. April 2006 bei der 1:4-Niederlage in Spiel 2 der Erstrundenserie gegen die New Jersey Devils, als Weekes den Vorzug gegenüber Lundqvist erhielt.
Und wie sieht es in diesem Jahr aus? Alexandar Georgiev, 24, und Igor Shesterkin, 24, erweisen sich als zuverlässige Alternativen für den 38-Jährigen. In den 31 Partien der Rangers seit dem Jahreswechsel war Lundqvist fünfmal ihr Starter (1-4-0; GAA 3,60; 87,0 Prozen Fangquote), Georgiev 14 Mal (7-6-1; 2,81; 91,1 Prozent) und Shesterkin zwölf Mal (10-2-0; 2,52; 93,2 Prozent).

2. Wie schlagen sich die jungen Spieler der Rangers?

Auf der Torhüterposition könnte mit Shesterkin tatsächlich ein Rookie Lundqvist seinen Platz streitig machen, in der Abwehr und im Angriff haben sich mit Verteidiger Adam Fox und Rechtsaußen Kaapo Kakko bereits zwei NHL-Neulinge einen Stammplatz im Kader der Rangers gesichert und würden nun gerne ihre ersten Playofferfahrungen machen. 

Für den 22-jährigen Fox wird es ein Wiedersehen mit jener Organisation geben, die ihm am 30. April 2019 im Tausch gegen zwei Draft Picks an die Rangers abgegeben hatte. Der US-Amerikaner legte mit 42 Punkten (8 Tore, 34 Assists) in 70 Spielen eine starke Saison hin. Nach Punkten ist er in New York der zweitbeste Verteidiger hinter Tony DeAngelo (15-38--53), Fox bekam mit durchschnittlich 18:54 Minuten im Schnitt die viertmeiste Eiszeit unter den Bluelinern und überzeugte mit einem +/-Wert von +22, dem zweitbesten aller Spieler der Rangers.

An seiner Konstanz muss Kakko noch etwas arbeiten, doch der 19-jährige Finne, den die Rangers beim NHL Draft 2019 in der ersten Runde an Nummer 2 ausgewählt haben, ließ immer wieder aufblitzen, was in ihm steckt, zuletzt beim 4:2-Auswärtssieg gegen die Dallas Stars, als er gleich doppelt traf. In 66 Partien gelangen Kakko 23 Punkte (10 Tore, 13 Assists).  

3. Zündet Panarin auch in der Cup-Qualifikation?

Im vergangenen Sommer von den Columbus Blue Jackets zu den Rangers gekommen, fühlte sich Artemi Panarin auf Anhieb pudelwohl in Manhattan. Bereits in seinen ersten zwei Auftritten für das Traditionsfranchise trat er jeweils als Torschütze und Vorbereiter in Erscheinung. Bis zur Saisonunterbrechung sammelte der russische Linksaußen 95 Punkte (32 Tore, 63 Assists) in 69 Spielen, stellte eine persönliche NHL-Bestleistung auf und belegte mit ihr den vierten Platz in der ligaweiten Scorerwertung. 

Es steht wohl außer Frage, dass Panarin in dieser Saison noch die 100-Punkte-Marke geknackt hätte. Ob reguläre Saison- oder Ausscheidungsspiele, Panarin ist ein Punktelieferant. In den vergangenen vier Jahren bestritt er für die Blue Jackets 27 Playoffpartien und brachte es dabei auf 26 Punkte (9 Tore, 17 Assists). Zudem hatten die Hurricanes in dieser Saison ihre liebe Mühe mit dem wuseligen Angreifer, dem in den vier Saison-Aufeinandertreffen neun Punkte (drei Tore, sechs Assists) gelangen.

Video: NYR@CHI: Panarin hämmert den Puck gegen Lehner rein

4. Konnten die Rangers ihren Schwung über die Pause retten?

Nach einem schwachen Saisonstart im Oktober, eine Bilanz von 4-5-1 reichte nur zu Platz 13 am Monatsende, einem Auf und Ab im November (9-4-2) und Dezember (6-7-1) sammelten die Rangers in den zweieinhalb Monaten nach dem Jahreswechsel 37 Punkte (18-12-1) und waren mit ihren 18 Siegen die viertbeste Mannschaft in der Eastern Conference hinter den Tampa Bay Lightning (22 Siege), den Boston Bruins (20 Siege) und den Philadelphia Flyers (19 Siege). 

Mit 104 Toren stellten sie in diesem Zeitraum zusammen mit den Flyers die zweitbeste Offensive der Liga (Lightning 107 Tore) und beim Torschnitt pro Spiel die drittbeste nach den Flyers (3,59) und Edmonton Oilers (3,45). In 14 ihrer 31 Partien seit dem 1. Januar erzielten die Rangers mindestens vier Tore, gar deren fünf waren es beim letzten Aufeinandertreffen mit Carolina, das sie am 21. Februar in Raleigh mit 5:2 gewannen.

5. Wird die Defensive der Rangers gefestigter sein?

Es heißt zwar, Angriff sei die beste Verteidigung, doch ein wildes drauflosstürmen, hat in Ausscheidungsspielen nur selten zum Erfolg geführt. Die Rangers konnten mit ihrer offensiven Spielausrichtung, zwar ein ums andere Mal ihre Fans verzücken, andererseits war ihr Defensivverhalten oft zum Haare raufen. Sie kassierten durchschnittlich 3,14 Tore pro Spiel (ligaweit die achtmeisten zusammen mit den Minnesota Wild). 

Von ihren 220 Gegentoren fingen sie sich 52 bei Unterzahl ein, die drittmeisten aller Teams. Insgesamt wurden 781 Strafminuten gegen Spieler der Rangers verhängt, so viele wie gegen keine andere Mannschaft und im Schnitt standen sie pro Spiel 3:29 Minuten mit mindestens einem Mann weniger auf dem Eis (am vierthäufigsten). Fast jedes vierte Penalty Killing (22,6 Prozent) endete mit einem Tor für den Gegner, so dass Disziplin die oberste Prämisse bei den Rangers haben wird.

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