In Rahmen der European Player Media Tour 2026 führte NHL.com/de zahlreiche Interviews mit deutschsprachen NHL-Profis. In dieser Ausgabe: Philipp Grubauer vom Seattle Kraken
Hallo Philipp! Verrate uns doch den Höhepunkt deines Sommers?
Ich habe geheiratet. Das war eine spannende Zeit. Wir kennen uns seit zehn Jahren, es war also an der Zeit. Die Hochzeit war in Bolzano in den Dolomiten. Es war also mitten in den Bergen und etwas ganz Besonderes.
Hast du im Vergleich zu den letzten Jahren etwas an deinem Sommertraining verändert?
Ich denke, wir haben ein gutes System, das ähnlich zu dem der letzten Jahre ist. Normalerweise gehe ich nach der Weltmeisterschaft für ein paar Tage nach Hause nach Deutschland. Ansonsten verbringe ich den Sommer in Seattle, weil dort alle Athletiktrainer sind. Sie stellen ein gutes Programm zusammen und ich bin jeden Tag auf dem Eis.
Wie teilst du die Zeit in Deutschland und in Seattle auf?
Aufgrund der Hochzeit war es in diesem Sommer ein wenig anders. Durch die Olympischen Spiele und die WM bin ich erst Mitte Juni nach Seattle zurückgekehrt. Mitte August bin ich nochmal nach Deutschland zurückgekehrt und fliege am 1. September wieder zurück.
Mit welcher Einstellung gehst du in die neue Saison 2026/27?
Wir haben eine kürzere Preseason und dafür mehr Spiele in der regulären Saison. Die letzte Spielzeit hatte ein enttäuschendes Ende, weil wir nach den Olympischen Spielen zurückgefallen sind. Jetzt hatten wir eine gute Offseason mit Neuzugängen, die unserer Mannschaft helfen werden. Darauf freuen wir uns. Wir wollen Seattle zurück in die Playoffs bringen und müssen von Anfang an voll loslegen, denn wir sind ein Team ohne Superstars. Alle vier Reihen müssen ab dem ersten Puck-Drop bereit sein.
War 2025/26 für dich persönlich ein Bounce-Back-Jahr?
Naja, davor war schwer, in den Rhythmus zu finden, wenn du nur alle fünf oder sechs Wochen mal ein Spiel bekommst. Jetzt haben wir einen Trainer, der ein System etabliert hat und sich darauf verlässt. Das System ist das Wichtigste. Es beschützt die Spieler, sobald sie daraus ausbrechen. Entscheidend ist, richtig zu verteidigen. Das ist unsere Identität. Du kannst nicht erwarten, sieben Tore zu schießen, wenn du hinten sechs kassierst. Jeder muss seinen Teil beitragen und sich ans System halten. Es erlaubt mir, Spiele zu bekommen, also war es für mich eine Bounce-Back-Saison, ja.






















