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Vor dem Start der NHL Preseason 2026/27 am 19. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.

In dieser Ausgabe: Philadelphia Flyers

General Manager Daniel Briere konnte vergangene Saison mit den Leistungen seiner Philadelphia Flyers zufrieden sein. Nach fünf Jahren Abwesenheit kehrten sie mit 98 Punkten (43-27-12) auf Platz drei der Metropolitan Division in die Stanley Cup Playoffs zurück und warfen in der ersten Runde die Pittsburgh Penguins in sechs Spielen aus dem Rennen. In der zweiten Runde gelang ihnen kein Sieg und sie schieden in vier Spielen aus, allerdings traten sie auch gegen die Carolina Hurricanes an, die später den Stanley Cup gewinnen sollten.

Briere vertraut dem aktuellen Kader und nahm daher keine großen Veränderungen vor. Torwart Samuel Ersson, Verteidiger Emil Andrae und Stürmer Garnet Hathaway verließen die Mannschaft, dafür kamen Torwart Joseph Woll, Verteidiger Simon Benoit und Stürmer Noel Acciari.

Die Flyers profitierten auf ihrem Weg in die Playoffs von einer starken Abwehr und einer überzeugenden Saison von Torhüter Dan Vladar. Die Offensive hatte mit 2,93 Toren pro Spiel (Platz 21) allerdings noch viel Luft nach oben. Es gibt aber berechtigte Hoffnung, dass einige junge Spieler in der kommenden Saison einen weiteren Schritt machen.

Trainer Rick Tocchet hat nun die schwierige Aufgabe, die richtigen Kombinationen zu finden, um das Maximum aus seinen Stürmern herauszuholen. Für die Reihen in der Offensive gibt es zahlreiche mögliche Kombinationen. Trevor Zegras dürfte als Center der ersten Reihe gesetzt sein. Owen Tippett hat gute Chancen, an seiner Seite anzutreten, nachdem er mit 51 Punkten und 28 Toren der drittbeste Scorer und beste Torjäger der Flyers war. Auf dem rechten Flügel könnte Porter Martone in seine erste volle NHL-Saison gehen. Der junge Stürmer bestritt die letzten neun Spiele der vergangenen Saison und erzielte dabei zehn Punkte (vier Tore, sechs Assists).

Danach geht das Rätselraten los, denn die Flyers haben hinter Zegras keine klare Nummer zwei im Zentrum. Christian Dvorak, Noah Cates und Sean Couturier sind die Optionen. Dvorak hatte mit 51 Punkten (18 Tore, 33 Assists) die beste Saison seiner Karriere, genau wie Cates mit 47 Zählern (18 Tore, 29 Punkte). Couturier ist für seine defensiven Qualitäten bekannt und gewann 2020 die Selke Trophy für den defensivstärksten Angreifer, allerdings ist er mit 33 Jahren nicht mehr der Jüngste und hatte viele Verletzungsprobleme im Lauf seiner Karriere.

Auf den Flügeln sind Tyson Foerster und Travis Konecny gute Optionen für die erste oder zweite Reihe. Konecny war mit 68 Punkten (27 Tore, 41 Assists) der Topscorer der Flyers und der einzige Spieler, der Zegras um einen Punkt überbieten konnte.

Matvei Michkov ist vielleicht der talentierteste Außenstürmer der Flyers. Seine Einstellung und Arbeitshaltung werden von Tocchet aber immer wieder kritisiert und er machte vergangene Saison mit 51 Punkten (20 Tore, 31 Assists) einen Rückschritt gegenüber seiner Rookie-Saison, in der er 63 Punkte (26 Tore, 37 Assists) erzielt hatte. Er hat das Potenzial, sich deutlich zu verbessern und den Flyers damit mehr Durchschlagskraft im Angriff zu geben. Ein weiterer vielversprechender junge Stürmer ist Alex Bump. Er bestritt vergangene Saison seine ersten 17 NHL-Spiele und sammelte dabei neun Punkte (fünf Tore, vier Assists). Der junge Denver Barkey und Veteran Acciari sind die Spitzenkandidaten für die letzten beiden Plätze im Angriff.

CAR@PHI, Sp4: Bump und Konecny gleichen zum 2:2 aus

In der Defensive ist die Aufstellung deutlich klarer. Travis Sanheim, Rasmus Ristolainen, Cam York und Jamie Drysdale sind ein solides Quartett für die ersten beiden Abwehrpaare. Das dritte Paar könnten Nick Seeler und David Jiricek oder Benoit bilden. Jiricek und Benoit werden aber um ihren Platz im Kader kämpfen müssen.

Im Tor steht Dan Vladar, der in der vergangenen Saison ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Flyers war. Wenn er nicht spielte, haderten die Flyers aber mit den Leistungen ihrer Ersatztorhüter. Hier fand Briere mit dem Zugang von Woll eine gute Lösung. Der ehemalige Torhüter der Toronto Maple Leafs sollte eine deutliche Verbesserung sein.

Die DACH-Spieler der Flyers

Im Moment befindet sich kein Spieler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich im Kader.

Voraussichtliche Aufstellung

Owen Tippett – Trevor Zegras – Porter Martone

Tyson Foerster – Christian Dvorak – Travis Konecny

Alex Bump – Noah Cates – Matvei Michkov

Denver Barkey – Sean Couturier – Noel Acciari

Travis Sanheim – Rasmus Ristolainen

Cam York – Jamie Drysdale

Nick Seeler – David Jiricek

Dan Vladar

Joseph Woll

Extras: Carl Grundstrom, Nikita Grebenkin, Simon Benoit

Top-Talent, auf das es zu achten gilt

Martone ist ohne Zweifel das Spitzentalent in Philadelphia. Da er aber sicherlich den Sprung zum Stammspieler schaffen wird, lohnt sich ein Blick auf ein weiteres Talent in der Flyers-Organisation.

PHI@CAR, Spiel 2: Grundstrom und Couturier erzielen schnell das zweite Tor

In der Abwehr lauert Oliver Bonk auf seine Chance. Vergangene Saison kam er in nur einem Spiel für die Flyers zum Einsatz, nutzte diese Gelegenheit aber mit einem Tor und einem Assist, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Der Sohn des langjährigen NHL-Spielers Radek Bonk ist ein unangenehmer und körperbetonter Gegner, ein Zwei-Wege-Verteidiger, der in der Abwehr zuverlässig ist und Offensivpotenzial hat. Er könnte Jiricek und Benoit ihren Platz im Kader streitig machen.

Was eine erfolgreiche Saison ausmacht

Die Flyers wollen auf das Ergebnis der vergangenen Saison aufbauen und es wieder in die Playoffs schaffen. Sie gehören sicherlich noch nicht zu den Cup-Favoriten, daher wird weniger wichtig sein, wie weit es in den Playoffs geht. Eine Priorität sollte die Entwicklung von jungen Spielern wie Martone, Michkov, Barkey, Bump und Bonk sein. Wenn sie einen deutlichen Schritt machen und die Offensive der Flyers verbessern, können sie Philadelphia zu einem äußerst gefährlichen Team machen.

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