Suzuki Caufield Slafkovsky

Vor dem Start der NHL Preseason 2026/27 am 19. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.

In dieser Ausgabe: Montreal Canadiens

Die Montreal Canadiens sind wieder ein Top-Team der NHL! Nachdem sie 2021 das Finale um den Stanley Cup erreicht hatten und mit 1:4 den Tampa Bay Lightning unterlag, durchlebten sie eine kleine Durststrecke. Dreimal in Folge landeten sie auf dem letzten Platz der Atlantic Division und verpassten die Playoffs klar. Doch die Entwicklung seitdem ist positiv. 

In der Saison 2024/25 gelangten sie über die Wildcard in die Playoffs und verloren in der Ersten Runde gegen die Washington Capitals. Vergangene Spielzeit landete Montreal mit einer Bilanz von 48-24-10 auf dem 3. Platz der Atlantic Division. Daraufhin setzten sie sich in den ersten beiden Runden jeweils mit 4:3 gegen Tampa Bay Lightning und die Buffalo Sabres durch, ehe sie im Conference Finale dem späteren Stanley-Cup-Sieger Carolina Hurricanes mit 1:4 unterlagen.

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Das Selbstvertrauen ist dementsprechend groß. Der slowakische Top-Stürmer Juraj Slafkovsky sagte in einem Interview mit dem slowakischen Medium Naše Košice ganz offen, dass er den Stanley Cup gewinnen will. „Ich glaube, so bald wie möglich“, antwortete er auf die Frage, wann er die Trophäe in der Heimat präsentieren wird. „Das Beste wäre in einem Jahr, aber die Saison ist lang. Ich wünsche mir besonders, dass wir ihn gewinnen und idealerweise wiederholen, damit der Pokal mehr als einmal hier ist.“

Mit dieser Einschätzung steht er nicht allein da, wie eine aktuelle Aussage von Stürmer Phillip Danault verrät. „Wir haben den Stanley Cup natürlich noch nicht gewonnen, aber wir sind nah dran“, sagte der Kanadier, ehe er seine Einschätzung noch einmal relativierte. „Man muss einen Schritt nach dem anderen machen. Man darf sich selbst auch nicht zu sehr unter Druck setzen. Es gibt 32 Teams, aber nur eines gewinnt. Das ist nicht einfach. Da muss einfach alles passen.“

Ob es bei den Canadiens 2026/27 passen könnte? Die Mannschaft ist gegenüber der vergangenen Saison auf den Schlüsselpositionen nahezu unverändert. Nick Suzuki ist die personifizierte Scoring-Maschine. Vergangene Saison erreichte er 101 Punkte (29 Tore, 72 Assists) und war damit nach 40 Jahren der erste Canadiens-Spieler, der diese Marke erreichte. Zudem gewann er die Selke Trophy als Stürmer mit dem besten Defensivverhalten. 

Auch Cole Caufield gehört zu den besten Stürmern der Liga, hinzu kommen junge Stürmer wie Slafkovsky und Ivan Demidov mit viel Entwicklungspotenzial. Verteidiger Lane Hutson war zudem mit 78 Punkten (zwölf Tore, 66 Assists) in 82 Spielen der viertbeste Scorer unter den NHL-Verteidigern.

MTL@CAR, ECF, Gm 1: Caufield gleicht früh mit wunderschönen Handgelenkschuss aus

Kurzum: Montreal ist in der Spitze so stark besetzt, dass in der Offseason lediglich die Kadertiefe optimiert werden musste. Die Stürmer Brett Berard, Sasha Pastujov, Hunter McKown sowie die Verteidiger Reilly Walsh und Maksymilian Szuber müssen nicht als Sofortverstärkung dienen, sondern können langsam in die Rolle hineinwachsen. 

Und auf der Abgangsseite? Mit Stürmer Brendan Gallagher (Vancouver Canucks) hat ein langjähriger Spieler Montreal verlassen, der allerdings mit seinen 34 Jahren nicht mehr so effektiv wie früher war. Auch der 28-jährige Flügelspieler Patrik Laine ist nach zwei Spielzeiten abgewandert und aktuell noch vertragslos.  

Die DACH-Spieler der Canadiens

Mit dem deutschen Szuber und dem österreichischen David Reinbacher gibt es gleich zwei Spieler aus dem deutschsprachigen Raum, die in der kommenden Saison eine wichtige Rolle einnehmen könnten. Reinbacher (siehe Top-Talent) wurde beim NHL Draft 2023 an Position 5 von den Canadiens gepickt und absolvierte vergangene Saison seine ersten zwei NHL-Spiele.

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Szuber hat bislang nur ein NHL-Spiel absolviert, als er in der Saison 2023/24 bei den damaligen Arizona Coyotes eingesetzt wurde. Seitdem empfahl sich der Verteidiger mit starken Leistungen in der AHL für höhere Aufgaben. Bei den Canadiens bekam der 24-Jährige einen Zwei-Wege-Vertrag für ein Jahr. Für ihn ist die Preseason besonders wichtig, um sich eine neue Chance in der NHL zu verdienen. 

Voraussichtliche Aufstellung

Cole Caufield - Nick Suzuki - Juraj Slafkovsky
Alex Newhook - Jake Evans - Ivan Demidov
Alexandre Texier - Phillip Danault - Josh Anderson
Zack Bolduc (RFA) - Oliver Kapanen - Kirby Dach

Mike Matheson - Noah Dobson
Jayden Struble - Lane Hutson
Kaiden Guhle - Alexandre Carrier

Jakub Dobes
Jacob Fowler

Extras: Brett Berard, David Reinbacher, Maksymilian Szuber

Top-Talent, auf das es zu achten gilt 

David Reinbacher (D) - Steht dem 21-Jährigen der Durchbruch in der NHL bevor? Erst am 12. April 2026 gab er im Spiel gegen die New York Islanders sein NHL-Debüt und glänzte direkt mit einem Assist. Während der Ersten Runde der Playoffs wurde der Verteidiger zurück zum AHL-Farmteam Laval Rocket geschickt, um das Team in den Calder Cup Playoffs zu unterstützen. Nachdem Laval ausschied, kehrte er zu den Canadiens zurück, kam allerdings nicht mehr zum Einsatz. 

Möglicherweise wäre Reinbacher in seiner Entwicklung bereits einen Schritt weiter, wäre er nicht von Verletzungen zurückgeworfen worden. In der Preseason dürfte er Spielpraxis bekommen, um sich für mehr NHL-Einsätze zu empfehlen. Auch wenn der Konkurrenzkampf in der Verteidigung der Canadiens hart ist, dürfte seine Beförderung zum Stammspieler nur eine Frage der Zeit sein.

Was eine erfolgreiche Saison ausmacht 

Es ist kein Zufall, dass die Canadiens optimistisch der kommenden Saison entgegenblicken. Nachdem die vergangene Saison sehr erfolgreich war, ist kein Leistungsträger abgewandert, zudem wurde die Kadertiefe gestärkt. Die Qualifikation für die Playoffs dürfte mit diesem Kader das Minimalziel sein. 

Dass sie vergangene Saison zweimal ein Spiel 7 gewannen, dürfte das Selbstvertrauen dieser Mannschaft weiter gestärkt haben. Montreal ist nicht der Top-Favorit auf den Stanley Cup. Doch bei einem günstigen Saisonverlauf ist dieser Mannschaft alles zuzutrauen.

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