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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Fünf Fragen bei den Seattle Kraken

1. Rechtfertigt Neuzugang Mackie Samoskevich die große Investition?

Die Kraken gaben einen Erstrunden-Pick (2026) und einen Zweitrunden-Pick (2027) an die Florida Panthers ab, um den Flügelstürmer Mackie Samoskevich von den Florida Panthers loszueisen. Danach unterzeichnete der 23-Jährige einen Vertrag über drei Jahre und 11,55 Millionen US-Dollar.

General Manager Jason Botterill ist davon überzeugt, dass der Neuzugang das abgegebene Draft-Kapital wert ist. „Für mich ist vor allem die Tatsache wichtig, dass er in so jungem Alter bereits einen Stanley Cup gewonnen hat und Teil einer sehr erfolgreichen Organisation in Florida war. Ich liebe einfach sein Alter, seine Schnelligkeit und seinen Schuss. Deshalb denke ich, dass er sehr gut zu dem Spielstil passt, den wir hier täglich spielen wollen.“

Völlig fremd dürfte sich der Neuzugang in Seattle nicht fühlen. Kraken-Center Matty Beniers war 2021/22 sein Mannschaftskamerad an der University of Michigan, zudem spielte er bei den Panthers kurzzeitig mit Verteidiger Brandon Montour zusammen. Samoskevich stand in Florida zwar im Schatten der Superstars, doch der Erstrunden-Pick von 2021 hat sich in den vergangenen beiden Spielzeiten stark entwickelt und könnte für Seattle eine sinnvolle Verstärkung sein.

Mackie Samoskevich 8-24

2. Kann sich Philipp Grubauer für einen neuen Vertrag empfehlen?

Der deutsche Torwart wird am 25. November bereits 35 Jahre alt. Er blickt auf eine großartige NHL-Karriere zurück, ist seit der Saison 2012/13 in der besten Eishockey-Liga der Welt aktiv und gewann 2018 mit den Washington Capitals den Stanley Cup. Nun geht es in sein letztes Vertragsjahr bei den Kraken. Bedeutet: Er spielt um seine Zukunft in der NHL.

Seine Leistungen in der vergangenen Saison waren sehr ordentlich. Mit einer Save-Quote von 90,9 Prozent schnitt er statistisch sogar besser ab als der Nummer-1-Goalie Joey Daccord (89,7 Prozent). Grubauer verbuchte seine höchste Fangquote seit der Spielzeit 2020/21, als er noch bei der Colorado Avalanche unter Vertrag stand und 92,2 Prozent erreichte.

Dennoch ist seine Zukunft bei den Kraken ungewiss. Der 30-jährige Daccord steht noch bis zum Jahre 2030 unter Vertrag. Zudem gibt es mit dem 22-jährigen Niklas Kokko einen jüngeren Konkurrenten. Er kam bislang viermal in der NHL zum Einsatz, davon dreimal in der zurückliegenden Spielzeit. Nun geht der Finne in sein letztes Vertragsjahr, ehe er zum Restricted Free Agent (RFA) wird. In der bevorstehenden Saison dürfte sich entscheiden, auf wen Seattle zukünftig setzt.

„Ich würde gerne noch ein oder zwei Jahre spielen“, sagt Grubauer und gibt sich dennoch gelassen. „Wenn nach Saisonende meine NHL-Karriere beendet ist, kann ich es nicht ändern. Ich werde mein Bestes geben, um dem Team zu helfen, Spiele zu gewinnen und die Punkte sammeln, die wir während der Saison brauchen, um in die Playoffs zu kommen. Alles andere klärt sich dann von selbst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich irgendwo einen Vertag bekommen werde, wenn ich eine gute Saison spiele.“

Schaut Euch die besten Saves von Philipp Grubauer in 2025/26 an

3. Bringt 2,06-Meter-Riese Curtis Douglas ein neues Element nach Seattle?

Curtis Douglas bringt Statur nach Seattle. Der Center ist 2,06 Meter groß und 110 Kilogramm schwer. „Das ist ein Element, das wir hier in den letzten Jahren nicht mehr hatten“, erklärte General Manager Jason Botterill. „Er hat auf dem Eis eine physische Präsenz, außerdem eine gute und erstaunliche Arbeitsmoral, um sich als Spieler zu verbessern. Er wird unserer Gruppe eine andere Dynamik verleihen.“

Douglas ist bislang nicht als Top-Scorer bekannt. In seiner ersten Saison bei den Tampa Bay Lightning und Vancouver Canucks gelangen ihm in 43 Spielen ein Tor und drei Assists. Doch mit seiner physischen Spielweise ist er ein extrem unangenehmer Gegenspieler, der notfalls auch die Handschuhe fallen lässt.

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4. Haben die Kraken das enttäuschende Saisonende verarbeitet?

Spieler und Trainer von Seattle dürften mit ordentlich Wut in die Offseason gegangen sein. Der Saisonendspurt misslang völlig. Befanden sich die Kraken Ende März noch aussichtsreich im Kampf um die Playoffs, wurden daraufhin neun der letzten elf Saisonspiele verloren.

Der Großteil des Kaders blieb gegenüber der vergangenen Saison unverändert. Bedeutet: Fast alle Spieler haben noch das frustrierende Saisonfinish im Kopf. Dies könnte zwei unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Entweder ist das Selbstvertrauen angeknackst, sodass sie mit einer gewissen Unsicherheit in die Saison gehen, oder aber es folgt eine Trotz-Reaktion.  

5. Könnte Bobby McMann zum Top-Torjäger von Seattle werden?

Seattle braucht Torjäger. Vergangene Saison erreichte niemand die Marke von 30 Toren. Allerdings wäre Bobby McMann dies zuzutrauen. Der 30-jährige Stürmer wurde erst zur Trade Deadline von den Toronto Maple Leafs verpflichtet. Über die komplette Saison gelangen ihm für Toronto und Seattle 29 Tore.

„Er hat mit seiner Größe, Schnelligkeit und seinem Torschuss sofort Eindruck hinterlassen“, lobte GM Botterill, der den Torjäger im Sommer für weitere sechs Jahre verpflichtete. McMann ist bereits 30 Jahre alt, spielt aber erst seit Januar 2023 in der NHL, weil er sich über die Nachwuchsligen und das College hocharbeiten musste. 

Seit seinem NHL-Debüt wird McMann von Jahr zu Jahr effektiver. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte er sogar zum Top-Torjäger von Seattle werden.

SEA@VAN: McMann zieht zum Tor und trifft zum zweiten Mal

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