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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit

Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der Seattle Kraken

Den Seattle Kraken ging im Saisonendspurt die Puste aus. Ende März befand sich die Mannschaft rund um den deutschen Torwart Philipp Grubauer noch in Schlagdistanz auf die Wildcard-Plätze. Doch mit sechs Niederlagen am Stück (0-5-1) wurde die Chance auf die Playoffs verspielt.

Seattle beendete die Saison auf dem 6. Platz der Pacific Division und verpasste zum dritten Mal in Folge die Playoffs. Überhaupt hat die junge Franchise in fünf Spielzeiten erst einmal die Postseason erreicht. Dies war in der Spielzeit 2022/23, als es bis in die Zweite Runde ging.

Die wichtigsten Kaderveränderungen

Die Offseason verlief in Seattle eher ruhig. Die größte Investition wurde für den Flügelstürmer Mackie Samoskevich getätigt, der im Tausch für einen Erstrunden-Pick (2026) und einen Zweitrunden-Pick (2027) von den Florida Panthers losgeeist wurde. Der 23-Jährige gewann 2025 mit den Panthers den Stanley Cup. Vergangene Saison spielte der US-Amerikaner mit 32 Punkten (zwölf Tore, 20 Assists) die effektivste Saison seiner Karriere.

Für die Kadertiefe wurde der 26-jährige Center Curtis Douglas unter Vertrag genommen, der vergangene Saison seine erste NHL-Saison bei den Tampa Bay Lightning und Vancouver Canucks verbrachte. In 43 Spielen gelangen ihm ein Tor und drei Assists. Das Besondere: Mit 2,06 Metern zählt er zu den größten Spielern der NHL-Geschichte. „Curtis bringt Größe und eine starke physische Präsenz in unsere Sturmgruppe. Er spielt mit der nötigen Härte, bringt Energie und ist schwer zu bekämpfen“, sagt General Manager Jason Botterill.

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Auf der Gegenseite verlor Seattle Stürmer Jaden Schwartz an die Colorado Avalanche und Verteidiger Jamie Oleksiak an die Vancouver Canucks. Auch wenn dies nicht die Top-Stars von Seattle waren, geht mit den beiden Abgängen Kadertiefe verloren.

Schlüsselspieler

Seattle ist nicht das Team der absoluten Top-Scorer. Niemand erreichte vergangene Saison die Marke von 30 Toren oder 60 Punkten. Der Flügelstürmer Jordan Eberle war mit 26 Toren und 29 Assists der beste Torjäger und Scorer zugleich. Er dürfte in der ersten Reihe gemeinsam mit Center Matty Beniers spielen, der auf 20 Tore und 30 Assists kam.

Bereits im März, direkt am Tag der Trading Deadline, wurde Bobby McMann von den Toronto Maple Leafs per Trade verpflichtet. Auch wenn der Saisonendspurt enttäuschend verlief, gehörte der 30-jährige Stürmer mit zehn Toren und vier Assists in 18 Spielen zu den positiven Erscheinungen. Als Belohnung bekam er einen Vertrag über sechs Jahre mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 5,75 Millionen Dollar.

SEA@VAN: McMann zieht zum Tor und trifft zum zweiten Mal

Spieler aus dem DACH-Raum

Mit Philipp Grubauer verfügen die Kraken über einen erfahrenen Torwart, der vergangene Saison hinter Joey Daccord zwar meist die Nummer 2 war, aber dennoch auf 32 Einsätze kam. Mit Grubauer als Starter erreichte Seattle eine Bilanz von 13-12-4.

In der Saison 2024/2025 schien es noch so, als würde sich die NHL-Karriere von Grubauer dem Ende zuneigen. Der Rosenheimer wurde zeitweise in die AHL abgeschoben. Umso wichtiger für den 34-Jährigen, dass er sich vergangene Saison wieder in der NHL etabliert hat. Die Save-Quote von 90,9 Prozent spricht für seine Qualität.

Schaut Euch die besten Saves von Philipp Grubauer in 2025/26 an

Stärken

Es kann nicht alles schlecht sein, wenn die Mannschaft bis Ende März aussichtsreich um die Playoffs spielte. Möglicherweise ist dieser Gedanke der Grund dafür, dass in der Offseason auf die ganz großen Verpflichtungen verzichtet wurde.

Seattle setzt auf eine eingespielte Mannschaft, die punktuell verstärkt wurde und schwer ausrechenbar ist, weil sich das Scoring auf viele Schultern verteilt.   

Verbesserungspotenziale

Der Blick auf die Statistiken verrät, dass Seattle viele Baustellen hat. Durchschnittlich 2,73 Tore pro Spiel waren der fünftschwächste Wert der Liga. Auch die 3,13 Gegentore pro Spiel reichten lediglich für Platz 23 in der NHL.

Die Special Teams waren ebenfalls eine Schwachstelle. Die Penalty-Kill-Quote von 72,2 Prozent ist die zweitschlechteste der Liga gewesen. Auch das Powerplay war mit einer Erfolgsquote von 19,5 Prozent (Platz 19) keineswegs überragend.

Vielversprechende Talente

Die Kraken haben viel Potenzial in ihrem Kader. Der 20-jährige Stürmer Berkly Catton, der beim NHL Draft 2024 an Position 8 gepickt wurde, spielte eine starke Debüt-Saison mit 66 Spielen, sieben Toren und zehn Assists. Auch die Flügelstürmer Jani Nyman (22 Jahre, vier Tore, drei Assists) und Jacob Melanson (23 Jahre, zwei Tore, drei Assists) haben eine vielversprechende Saison gespielt und könnten die nächsten Entwicklungsschritte gehen.

BOS@SEA: Catton erzielt mit einem Schlagschuss aus spitzem Winkel sein erstes NHL-Tor

Playoff-Chancen

Seattle könnte im Kampf um die Playoffs mitmischen, wenn sie von größerem Verletzungspech verschont bleiben, die wenigen Neuzugänge in ihren Rollen funktionieren und die Formkurve von McMann weiterhin nach oben zeigt.

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