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Die Schweiz hat den Einzug ins Viertelfinale des Eishockeyturniers der Männer bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 geschafft. Die Nati behielt am Dienstag in der Qualifikationsrunde gegen Italien ohne große Mühe mit 3:0 die Oberhand. Mit Philipp Kurashev von den San Jose Sharks, Roman Josi von den Nashville Predators und Nico Hischier von den New Jersey Devils zeichneten drei NHL-Spieler für die Treffer in der Rho Ice Hockey Arena von Mailand verantwortlich.

Den Start im Tor der Schweiz bekam erneut Leonardo Genoni. Als Backup fungierte Reto Berra, der erstmals im Turnierverlauf seine Ausrüstung anlegte. Verteidiger Andrea Glauser kehrte nach seinem vorzeitigen Aus wegen Verdachts auf Gehirnerschütterung im zweiten Gruppenspiel gegen Kanada ins Lineup zurück. Ansonsten schickte Nationaltrainer Patrick Fischer die gleichen Formationen aufs Eis wie beim Overtime-Sieg gegen Tschechien.

Die Anfangsphase verlief turbulent. Nach wenigen Sekunden prallte Italiens Angreifer Matt Bradley nach einem Sturz mit dem Kopf voraus gegen die Bande. Zur Sicherheit wurde der in Vancouver geborene Center in die Kabine geleitet und dort untersucht. Die medizinische Abteilung gab grünes Licht, so dass er noch im ersten Drittel wieder mitmischen konnte.

Während Bradleys Abwesenheit ging die Schweiz in Führung. Meier setzte einen beherzten Schuss aufs Tor von Italiens Torhüter Damian Clara ab. Von dessen Schoner prallte der Puck vor die Füße von Philipp Kurashev, der mit einer Direktabnahme aus dem rechten Bullykreis zum 1:0 abschloss (2.). Hischier hatte den Schuss von Meier am Torraum noch leicht abgelenkt und erhielt deshalb ebenfalls einen Assist gutgeschrieben.

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Die Schweiz blieb am Drücker und erhöhte bei ihrem ersten Powerplay auf 2:0 (11.). Nach der Strafzeit gegen Thomas Larkin wegen Haltens ließen die Eidgenossen den Puck schnell laufen. Josi vollendete mit einem Schlenzer aus dem hohen Slot.

Italien kam im ersten Durchgang kaum zu eigenen Chancen. Erst nach elf Minuten zwangen sie den Schweizer Schlussmann Genoni zu einer Parade. Die dickste Chance vergab Tommaso de Luca, der freistehend aus kurzer Distanz das Außennetz anvisierte. Die Dominanz der Schweiz nach 20 Minuten ließ sich nicht nur am Zwischenstand, sondern auch am Torschussverhältnis von 18:2 ablesen.

Im zweiten Abschnitt gingen die Schweizer nicht mit derselben Entschlossenheit zu Werke wie zuvor. Die Folge: Die Kombinationen liefen nicht mehr so flüssig. Dazu schlichen sich Stockfehler ein. Die Italiener wurden zunehmend mutiger und entwickelten Zug nach vorne. Allerdings war Genoni bei den Abschlüssen der Einheimischen auf dem Posten. Weil auch Clara seinen Kasten dichthielt, blieb es nach zwei Dritteln beim Zwei-Tore-Vorsprung des Schweizer Teams.

Die endgültige Entscheidung fiel im letzten Drittel nach einer herrlichen Passfolge im Powerplay. Hischier gewann nach der Hinausstellung von Mats Frycklund das Bully in der gegnerischen Zone und brachte sich vor dem Gehäuse der Italiener in Position. Meier bediente den an der Verlängerung der Torlinie postierten Damien Riat, der die Scheibe direkt in den Slot zu Hischier passte. Der hämmerte sie volley zum 3:0 in den Winkel (46.). Die gesamte Aktion dauerte gerade einmal sechs Sekunden.

Hischier war mit einem Tor und zwei Assists der beste Scorer der Nati in dieser Begegnung. Sein Devils-Teamkollege Meier verbuchte zwei Assists. Genoni sicherte sich mit 20 Saves seinen zweiten Shutout in diesem olympischen Turnier.

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