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2:0 lag die Schweiz am Dienstag in der Qualifikationsrunde gegen Italien in Führung, als Nationaltrainer Patrick Fischer vor einem Powerplay seiner Mannschaft im letzten Drittel eine Auszeit nahm und eindringlich auf die Spieler einredete. Einer der Überzahlspezialisten hörte ganz genau zu: Nico Hischier. Gerade einmal sechs Sekunden nach dem Puckwurf in der Zone der Italiener erzielte er den 3:0-Endstand und machte damit zugleich den Einzug des Schweizer Männerteams ins Viertelfinale der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 perfekt.

Mit dem Powerplaytor krönte Hischier seine überragende Darbietung an diesem Nachmittag in der Mailänder Rho Ice Hockey Arena. Der Center der New Jersey Devils war der Aktivposten in der Offensive der Nati. Neben dem Treffer bei numerischer Überlegenheit verbuchte er noch zwei Assists. Darüber hinaus war er der schussfreudigste Akteur beider Kontrahenten. Sieben Mal visierte er den Kasten des italienischen Schlussmannes Damian Clara an.

„Es fühlt sich gut an, dass ich meiner Mannschaft heute zum Sieg verhelfen konnte. Endlich ist mal einer von mir reingegangen. In den Partien davor hatte ich zwar einige Chancen, ein Tor sprang dabei aber leider nicht heraus“, sagte Hischier nach der Begegnung zu NHL.com/de.

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Dafür dürfte es sein Treffer gegen Italien mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Zusammenschnitt der schönsten Tore bei Olympia schaffen. Nach der Hinausstellung von Mats Frycklund und der Auszeit gewann Hischier das folgende Bully und brachte sich danach vor dem Gehäuse der Italiener in Position. Der Puck kam nach einer direkten Passfolge über Roman Josi, Timo Meier und Damien Riat zurück zu Hischier. Der Walliser hämmerte ihn aus dem Slot volley in den Winkel.

„Das war wirklich schön anzusehen, wie er da getroffen hat“, äußerte sich Assistgeber Meier über den Abschluss seines Teamkollegen von den New Jersey Devils. Er und Hischier harmonieren dieser Tage hervorragend im Schweizer Team. Das liegt daran, dass sich die beiden durch die dreieinhalb gemeinsamen Jahre in Newark in- und auswendig kennen. „Für ihn steht der Mannschaftserfolg absolut im Vordergrund. Es macht ihm deshalb nichts aus, wenn er zwischendurch mal nicht scort. Doch wenn man so klasse spielt wie Nico, kommen die Tore irgendwann von selbst“, erklärte Meier.

In den ersten zwei Gruppenspielen gegen Frankreich (4:0) und Kanada (1:5) blieb Hischier ohne Scorerpunkt. Zum Triumph in der letzten Begegnung der Vorrunde gegen Tschechien (4:3 n.V.) steuerte er einen Assist bei.

„Manchmal klappt es nicht gleich zu Beginn eines Turniers. Aber wir wissen, was wir an ihm haben“, sagte J.J. Moser über den Mittelstürmer der Schweizer Topreihe. Hischer sei ein herausragender Zwei-Wege-Stürmer, der jederzeit punkten könne. „Jetzt hat er ganz offensichtlich sein Timing gefunden“, fügte der Blueliner der Tampa Bay Lightning hinzu.

Durch seinen Drei-Punkte-Auftritt gegen Italien verbesserte sich Hischier mit seiner Gesamtausbeute von vier Zählern auf den geteilten dritten Platz in der teaminternen Scorerwertung. Moser hat ebenfalls ein Tor und drei Assists vorzuweisen. Spitzenreiter im Ranking ist Meier mit sieben Zählern (drei Tore, vier Assists). Auf ihn folgt Roman Josi, der Kapitän der Schweiz und der Nashville Predators mit zwei Toren und zwei Assists. Das Quartett stand in allen vier Partien im Turnierverlauf auf dem Eis.

„Wir hätten heute natürlich gerne ein paar Tore mehr geschossen“, räumte Hischier ein. „Aber ihr Torwart hat ausgezeichnet gehalten. Und am Ende hat es ja auch so gereicht für uns.“

Der Sieg gegen Italien war die Pflicht. Wenn es mit der angepeilten Medaille etwas werden soll, muss in den kommenden Tagen die Kür folgen. Der Gegner der Nati in der Runde der letzten Acht heißt Finnland. Das Spiel findet am Mittwoch (18:10 Uhr) wiederum in der Rho Ice Hockey Arena statt. Um die Skandinavier aus dem Wettbewerb zu kegeln, braucht die Schweiz einmal mehr einen Nico Hischier in Topform. Die Galavorstellung gegen Italien könnte ihm zusätzliche Energie für die bevorstehende Aufgabe gegen die Finnen verschafft haben.

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