Pavol Regenda #84 of Team Slovakia celebrates scoring a goal in the first period during the Men's Quarterfinals Playoff match between Slovakia and Germany on day 12 of the Milano Cortina 2026 Winter Olympic games at Milano Santagiulia Ice Hockey Arena on February 18, 2026 in Milan, Italy. (Photo by Bruce Bennett/Getty Images)

Deutschland ist bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 im Viertelfinale ausgeschieden. Gegen die Slowakei zog die Mannschaft am Mittwoch in der Santagiulia Ice Hockey Arena gegen die Slowakei mit 2:6 den Kürzeren. Die Entscheidung fiel im zweiten Drittel, als die Slowaken durch drei Kontertore uneinholbar davonzogen. Die Treffer der Deutschen gingen auf das Konto von Lukas Reichel und Frederik Tiffels.

„Wir haben heute einfach zu viele Fehler gemacht. In so einem Spiel musst du dir selbst so lange wie möglich eine Chance geben zu gewinnen. Das ist uns nicht gelungen. Ich weiß nicht, wie viele Konter wir zugelassen haben. Es waren auf jeden Fall zu viele“, lautete das Fazit von Kapitän Leon Draisaitl nach der Niederlage. Der Angreifer der Edmonton Oilers beendete das Turnier mit sieben Punkten (zwei Tore, fünf Assists) und war damit der erfolgreichste deutsche Scorer.

Bundestrainer Harold Kreis hatte im Vergleich zum Sieg gegen Frankreich in der Qualifikationsrunde keine Veränderungen an den Zusammenstellungen der Defensivpaare und der Sturmformationen vorgenommen. Philipp Grubauer von den Seattle Kraken stand zwischen den Pfosten. Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers führte die erste Reihe als Center an, Tim Stützle von den Ottawa Senators an gleicher Position die zweite.

In den ersten fünf Minuten gelang es der deutschen Mannschaft, ihren Gegner mit aggressivem Forechecking vom eigenen Tor fernzuhalten. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels schafften es die Slowaken jedoch immer besser, die Scheibe laufen zu lassen. Vor allem die Topreihe mit Juraj Slafkovsky, Adam Ruzicka und Tomas Tatar stellte die DEB-Auswahl vor Probleme.

Zwischendurch änderte Kreis die Zusammenstellung in der Offensive und schickte Draisaitl des Öfteren zusammen mit Stützle und JJ Peterka aufs Eis. Wirklich zwingende Einschussmöglichkeiten boten sich allerdings nicht. Die beste Gelegenheit besaß Peterka beim einzigen Powerplay der Deutschen im Anfangsdurchgang. Mit einem One-Timer verfehlte der Stürmer der Utah Mammoth das Tor der Slowaken nur knapp.

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Kurz vor Ablauf des ersten Drittels ging die Slowakei in Führung. Das deutsche Team bekam den Puck nicht aus der eigenen Zone. Erik Cernak zirkelte die Scheibe von der blauen Linie vor das Gehäuse von Grubauer, wo ihn Pavol Regenda gekonnt zum 1:0 ins Netz abfälschte (19.).

Das zweite Drittel begann mit einem Schreckmoment für die Slowakei. Slafkovsky prallte nach einem Zweikampf mit Fabio Wagner gegen die Bande und blieb benommen auf dem Eis liegen. Später kehrte der Angreifer der Montreal Canadiens aufs Eis zurück. Die Slowaken zeigten sich unbeeindruckt und nutzten die Schwächen der Deutschen bei der Verteidigung der blauen Linie gnadenlos aus. Mit einem Doppelschlag binnen 33 Sekunden stellten sie den Zwischenstand nach 25 Minuten auf 3:0. Erst traf Milos Kelemen, danach Oliver Okuliar.

Nach dem dritten Gegentor nahm Kreis eine Auszeit. Aber die Nachlässigkeiten in der Abwehr setzten sich fort. Nach einem Zuspiel aus der eigenen Zone nahm Dalibor Dvorsky die Scheibe im Verteidigungsdrittel der Deutschen in vollem Lauf an und erhöhte auf 4:0 (31.).

Die Slowakei wirkte wesentlich frischer als das deutsche Team, dem erkennbar die kräftezehrende Partie vom Vortag gegen Frankreich in den Knochen steckte. Trotzdem versuchte die DEB-Auswahl alles, um vor der zweiten Drittelpause zum Anschlusstreffer zu kommen. Mit Erfolg: Draisaitl erkämpfte sich die Scheibe in der neutralen Zone und passte sie von links in den Slot auf den mitgelaufenen Reichel. Der Stürmer der Vancouver Canucks verkürzte per Direktabnahme auf 1:4 (35.). Es war sein zweites Turniertor.

Anfangs des letzten Drittels beseitigten die Slowaken alle Restzweifel daran, wer das Eis als Sieger verlassen würde. Nach einem Bully sprang der Puck vom Schlittschuh eines deutschen Verteidigers vor den Schläger von Regenda, der volley zum 5:1 einnetzte (41.) und somit seinen Doppelpack perfekt machte. Tiffels betrieb mit dem 2:5 (50.) im Powerplay noch etwas Ergebniskosmetik, ehe Tomas Tatar per Empty-Net-Goal den 6:2-Endstand herstellte (57.).

Der Bundestrainer erkannte die Überlegenheit des Gegners neidlos an. „Die Slowaken haben sehr schnell nach vorne gespielt und die Scheibe hinter unsere Verteidiger gebracht. Sie haben versucht, durch die neutrale Zone Tempo aufzubauen, um uns läuferisch und spielerisch unter Druck zu setzen. Das ist ihnen gut gelungen“, sagte Kreis. „Im zweiten Drittel haben wir zu sehr gepresst und unsere Struktur verlassen. Wir haben auch einige individuelle Fehler gemacht. Am Ende haben wir den Rückstand nicht mehr aufholen können, obwohl wir bis zuletzt gekämpft haben.“

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